Pflegegewerkschaft von "Bochumer Bund" gegründet ...

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Pflegegewerkschaft von "Bochumer Bund" gegründet ...

Beitrag von WernerSchell » 08.06.2020, 06:11

Aus Forum:
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200. Geburtstag von Florence Nightingale: "Bochumer Bund" gründet Pflegegewerkschaft
>>> Internet >>> https://www.bochumerbund.de/


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Heute vor 200 Jahren, am 12. Mai 1820, wurde Florence Nightingale [1], die Begründerin der modernen Krankenpflege, geboren. Ihren runden Geburtstag hat die WHO [2] zum Anlass genommen, das Jahr 2020 als das Jahr der "Pflegenden und Hebammen" auszurufen (Year of the Nurses and Midwifes) [3]. Der heutige Internationale Tag der Pflegenden ist auch der große Tag des "Bochumer Bundes" [4], der an diesem Tag als Spartengewerkschaft für professionell Pflegende im Internet gegründet wird, weil die im Bochumer Langendreer geplante Gründungsveranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden musste.

Sandra Leurs, Bundesthemenbeauftragte für Gesundheit und Pflege der Piratenpartei Deutschland kommentiert: "Als Themenbeauftragte der Piratenpartei bin ich stolz, Beisitzerin des Bochumer Bundes zu sein und sehe die Gründung einer Spartengewerkschaft als sehr positiv an. Wir brauchen eine starke Gewerkschaft für Pflegekräfte, um unsere Ziele wie mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, familienfreundliche Dienstpläne und vieles mehr zu erreichen. Ich freue mich auch auf die weitere Mitarbeit im Team des Bochumer Bundes.
Wie in vielen Städten der Welt, sollte auch u.a. in Berlin und Aachen wieder „The Walk of care“ [5] stattfinden, den es schon seit einigen Jahren gibt. Öffentliche Beachtung fand dies in der Vergangenheit kaum, was in diesem Jubiläumsjahr anders hätte werden können. Wir hoffen, das passiert trotzdem, auch wenn in diesem Jahr die Pflegenden und Hebammen die Demonstrationen aufgrund ihrer speziellen Verantwortung abgesagt haben.

Durch die Pandemie wird Pflege stärker wahrgenommen, manchmal zum Heldentum hochstilisiert, was die Pflegenden gar nicht möchten. Helden zahlen selten Miete und Brot. Das wird auch nicht mit dem gutgemeinten Applaus vergolten. Ein Neustart für die Arbeitsbedingungen und Löhne der Pflegenden ist dringend notwendig. Es zeigt sich jedoch, dass selbst in diesen Zeiten eher Personal eingespart und bis aufs Äußerste belastet wird. Um diese Situation, die ihren Ursprung in einer quasi nicht vorhandenen Vertretung des Berufsstandes gegenüber der Politik hat, zu verbessern, benötigen wir ein Drei-Säulen-Prinzip in der Plege!"

Das Drei-Säulen-Prinzip:
1. die Pflegekammer
Deutschland [6]Beispiele sind die Landespflegekammern [7] oder der Pflegering in Bayern

2. die Berufsverbände
Zum Beispiel der Deutsche Berufsverband für Krankenpflege DbfK [8] und der Deutsche Berufsverband für Altenpflege DBVA [9]

3. die Gewerkschaft
Bis dato kommt nur ver.di in Frage, durch die der Berufszweig Pflege nur in geringem Maße vertreten wird, weil viele Pflegende in kirchlichen Einrichtungen arbeiten

"Es ist wichtig, dass Berufpolitisches in "Berufsverbänden" diskutiert wird. Zuständig für die Qualität in der Pflege, Weiterbildungsverpflichtung und politisches Mitwirken ist die "Pflegekammer" und die "Gewerkschaft" übernimmt eben die Tarifverträge. Damit hofft die professionelle Pflege auf mehr Anerkennung," ergänzt Leurs.

Quellen/Fußnoten:
[1] http://pm.piratenpartei.de/c/33173581/8 ... ce-1fbkdqa
[2] http://pm.piratenpartei.de/c/33173582/8 ... ce-1fbkdqa
[3] http://pm.piratenpartei.de/c/33173583/8 ... ce-1fbkdqa
[4] http://pm.piratenpartei.de/c/33173584/8 ... ce-1fbkdqa
[5] http://pm.piratenpartei.de/c/33173585/8 ... ce-1fbkdqa
[6] http://pm.piratenpartei.de/c/33173586/8 ... ce-1fbkdqa
[7] http://pm.piratenpartei.de/c/33173587/8 ... ce-1fbkdqa
[8] http://pm.piratenpartei.de/c/33173588/8 ... ce-1fbkdqa
[9] http://pm.piratenpartei.de/c/33173589/8 ... ce-1fbkdqa

Quelle: Pressemitteilung vom 12.05.2020
Bundesvorstand: www.piratenpartei.de/partei/bundesvorstand
https://www.piratenpartei.de/2020/05/12 ... WIo9ui-UMM
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Konjunkturpaket enttäuscht die Pflegenden

Beitrag von WernerSchell » 08.06.2020, 06:15

Pflegegewerkschaft BochumerBund:
Konjunkturpaket enttäuscht die Pflegenden


BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund kritisiert, dass die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket keinerlei Akzente für die Pflege gesetzt hat. Aus Sicht der Gewerkschaft hat die Regierung damit eine Chance vertan, nach vielen leeren Versprechungen und noch mehr warmen Worten der notleidenden Pflege in Deutschland Perspektiven zu eröffnen. Der BochumerBund bewertet daher die für den Berufsstand enttäuschenden Regierungsbeschlüsse nicht nur als Ignoranz gegenüber einer entscheidenden gesellschaftlichen Herausforderung, sondern auch als Ausdruck mangelnder Wertschätzung gegenüber der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Unter Verweis auf die herausragenden Leistungen der Pflegenden im Zuge der Corona-Pandemie unter oft katastrophalen Arbeitsbedingungen bei miserabler Bezahlung fordert der BochumerBund ein “Sofortprogramm Pflege”. Dieses sollte ergänzend zu den Steuerzuschüssen für die Pflegeversicherung systematisch die Defizite in der pflegerischen Versorgung angehen und beheben. “Mit der sogenannten ,Sozialgarantie 2021’ will die Regierung darüber hinwegtäuschen, dass die Pflege in den Überlegungen der Koalition keinerlei Rolle gespielt hat”, so der Vorstandsvorsitzende Benjamin Jäger vom Bochumer Bund. Pflegende, Pflegebedürftige und Angehörige müssten weiterhin unter der chronischen Unterfinanzierung des Gesundheitssystems leiden. Für Jäger ist es bezeichnend, dass die Regierung die Steuerzuschüsse in die Pflegeversicherung vor allem mit konstanten Beiträgen zu den Sozialversicherungen in Verbindung bringe. “Wenn Frau Merkel in der ARD-Sendung ,Farbe bekennen’ sagt: ,Die Pflege wird so weitergeführt’, dann begreifen wir das eher als Drohung”, so Jäger.

Quelle: Pressemitteilung vom 07.06.2020
Pressekontakt BochumerBund Pflegegewerkschaft BochumerBundc/o Sönke Petersen Voltmerstraße 13 30165 Hannover Telefon: 0511 3509180 - E-Mail-Adresse: presse@bochumerbund.de Kontaktdaten BochumerBund Pflegegewerkschaft BochumerBund Vorstandsvorsitzender: Benjamin Jäger - E-Mail-Adresse: info@bochumerbund.de www.bochumerbund.de


+++
Siehe auch die Ausführungen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
Die Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen erfordern gezielte Hilfe und Unterstützungsstrukturen. Aber - die bis jetzt verfügbaren bzw. geplanten Hilfen müssen mittlerweile als "grenzenlos" erscheinen … Wer soll das am Ende finanzieren? Man darf mehr als besorgt sein! Erhebliche Finanzmittel werden in naher Zukunft für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege benötigt!
https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 96#p113896
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Pflegegewerkschaft BochumerBund: uch Kolleginnen und Kollegen aus der Heilerziehungspflege willkommen!

Beitrag von WernerSchell » 22.06.2020, 06:14

Pflegegewerkschaft BochumerBund:
auch Kolleginnen und Kollegen aus der Heilerziehungspflege willkommen!


BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund nimmt ausdrücklich Kolleginnen und Kollegen aus der Heilerziehungspflege (HEP) als Mitglieder auf. Somit können auch HEPs ihre Expertise und ihre Anliegen in die neue Gewerkschaft einbringen. Im BochumerBund engagieren sich beispielsweise Pflegefachpersonen, Pflegehelferinnen und -helfer, Auszubildende und Studierende, die einen Studiengang mit pflegerischem Schwerpunkt absolvieren. Darüber hinaus sind Fördermitgliedschaften möglich.

“Wir als BochumerBund wollen das gesamte berufliche Spektrum in der Pflege abbilden”, begründet der Vorstandsvorsitzende Benjamin Jäger das Ansinnen der Pflegewerkschaft. “Nur über die Einbindung möglichst vieler Berufsgruppen, die hier tätig sind, werden wir die Belange aller Pflegenden nach vorne bringen.” Denn es greife deutlich zu kurz, die Pflege ausschließlich mit pflegerischer Versorgung gleichzusetzen, wie dies in der öffentlichen Diskussion immer wieder geschehe. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 21.06.2020
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Pflegegewerkschaft BochumerBund fordert wissenschaftlich fundierte Befragung zur Pflegekammer Niedersachsen

Beitrag von WernerSchell » 23.06.2020, 06:30

Pflegegewerkschaft BochumerBund fordert wissenschaftlich fundierte Befragung zur Pflegekammer Niedersachsen/
Scharfe Kritik an ver.di-Position zu Pflegekammern


BOCHUM/HANNOVER. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund fordert eine wissenschaftlich fundierte Befragung der Mitglieder der Pflegekammer Niedersachsen. Das verantwortliche Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sollte die Zeit der kürzlich erfolgten Unterbrechung der Befragung dringend nutzen, um in einem zweiten Anlauf die Frage 11.1 nach der Zukunft der Pflegekammer grundsätzlich nachzubessern.

Denn nach Überzeugung der Pflegegewerkschaft muss die Befragung zwingend auch die Möglichkeit zulassen, sich für eine beitragspflichtige Kammer zu entscheiden. In der bisherigen Version werden die Mitglieder lediglich nach einer beitragsfreien Kammer gefragt.
“Das Ministerium darf die Verfechter einer Kammer mit Pflichtbeiträgen nicht übergehen”, betont Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft. Zudem sollte die Evaluation zu einem deutlich späteren Zeitpunkt stattfinden: “Nicht einmal zwei Jahre nach Kammergründung ist es hierfür viel zu früh.”

Außerdem muss das Land nach Ansicht des BochumerBunds der Pflegekammer Niedersachsen die zugesagte Anschubfinanzierung sowie die finanziellen Mittel für die Rückzahlung der Beiträge aus 2018/19 umgehend bereitstellen. Grundsätzlich aber spricht sich die Pflegegewerkschaft für Pflichtbeiträge der Kammermitglieder aus. Jäger: “Nur Beiträge sichern die Unabhängigkeit und Souveränität der pflegerischen Selbstverwaltung.”
Der BochumerBund verweist auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 2017 (– 1 BvR 2222/12 –, – 1 BvR 1106/13 –). In diesem Beschluss des Ersten Senats heißt es u. a. in Bezug auf Kammern: “Wäre die Mitgliedschaft freiwillig, bestünde zudem ein Anreiz, als ,Trittbrettfahrer’ von den Leistungen der Kammer zu profitieren, ohne selbst Beiträge zu zahlen. Die an die Pflichtmitgliedschaft gebundene Beitragspflicht trägt dazu bei, den Kammern die Erfüllung ihrer Aufgaben – vorbehaltlich der Angemessenheit ihrer Höhe und der ordnungsgemäßen Verwendung – zu ermöglichen.”

In seinem Beschluss hat das höchste deutsche Gericht überdies freiwillige Vereinigungen als vermeintliche Alternative zu Kammern mehrfach sehr kritisch betrachtet. Gleichwohl setzen sich viele Kammergegner nicht nur in Niedersachsen für eine freiwillige Vereinigung von Pflegenden nach bayerischem Vorbild ein. “Dabei ignorieren sie nicht nur den Beschluss des Verfassungsgerichts. Sie nehmen damit auch eine Schwächung unseres Berufsstands in Kauf. Denn mit einer freiwilligen Vereinigung unterwerfen sich die Pflegenden dem Einfluss bzw. dem Willen der Politik”, warnt der Vorstandsvorsitzende des BochumerBunds. “Leider haben viele Pflegende die Position von ver.di unreflektiert übernommen. Letztlich verrät ver.di mit der Forderung nach einer freiwilligen Vereinigung die Interessen der Pflegenden.”

Die Wahrnehmung der eigenen berufsständischen Interessen muss nach Überzeugung des BochumerBunds zwingend das eigene Geld der Berufsangehörigen in Form von Pflichtbeiträgen kosten. “Das sollte es den Pflegenden wert sein”, meint Jäger. Sich ausschließlich auf Dritte wie den Staat zu verlassen, sei keine Lösung für die Pflege, sondern eine Kapitulation.

Der BochumerBund sieht Gewerkschaften und Pflegekammern als sich ergänzende Institutionen. “Wir treten für ein konstruktives Miteinander ein, nicht für Konfrontation”, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende der Pflegegewerkschaft. Zwar habe die Pflegekammer Niedersachsen in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Bild abgegeben und sei auch zu Recht kritisiert worden. Gleichzeitig müsse ihr mehr Zeit eingeräumt werden, sich zu entwickeln. Dies könne geschehen durch die Übertragung weiterer staatlicher Aufgaben, z. B. die Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse oder die Organisation eines landesweiten Freiwilligenregisters für den Pandemiefall.
Weitere Informationen zur Pflegegewerkschaft gibt es unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.06.2020
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Pflegegewerkschaft BochumerBund bietet Mitarbeit im Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW an

Beitrag von WernerSchell » 29.06.2020, 06:19

Pflegegewerkschaft BochumerBund bietet Mitarbeit im Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW an

DÜSSELDORF/BOCHUM. "Das ist ein weiterer Meilenstein für die Stärkung der beruflich Pflegenden" – Benjamin Jäger, Vorsitzender der Pflegegewerkschaft BochumerBund, hat das jetzt verabschiedete Gesetz zur Errichtung einer Landespflegekammer in Nordrhein-Westfalen begrüßt. Damit werden die Pflegekräfte künftig auch in NRW dank einer beruflichen Selbstverwaltung über ihre Anliegen selbst bestimmen können. Als Beispiele nennt der BochumerBund die Erarbeitung einer Berufs- oder einer Weiterbildungsordnung.

Die Pflegegewerkschaft BochumerBund ist bereit, die Pflegekammergründung in NRW zu unterstützen und eine fachlich geeignete Person in den Errichtungsausschuss zu entsenden. "Wir sehen uns als konstruktiver Partner der künftigen Kammer", betont Jäger. Denn nur gemeinsam könne die Pflege den Berufsstand stärken und weiterentwickeln. Daher strebt der BochumerBund eine enge Zusammenarbeit mit Pflegekammern und Berufsverbänden an.

In Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben bereits 2016 bzw. 2018 Pflegekammern ihre Arbeit aufgenommen. In Baden-Württemberg wiederum bereitet die Landesregierung ähnlich wie in NRW eine Kammergründung vor; hier soll im Herbst ein Gründungsausschuss gebildet werden. "Damit folgen wir in Deutschland endlich dem Beispiel vieler Länder weltweit, in denen Pflegekammern eine Selbstverständlichkeit sind und die Kammern das Selbstverständnis unseres Berufsstands entscheidend prägen", so Jäger.

Der BochumerBund kritisiert daher, dass die sozialdemokratische Landtagsfraktion in Düsseldorf das Gesetz zur Errichtung einer Pflegekammer nicht unterstützt hat. "Statt sich von ver.di ins Abseits schicken zu lassen, hätte die Fraktion Rückgrat zeigen und sich für die Belange unseres Berufsstands einsetzen sollen", meint Jäger. Seiner Einschätzung nach hat die SPD damit bei Pflegekräften viele Sympathien verspielt. Denn schließlich ist das Ergebnis der Umfrage unter Pflegenden mit einer Zustimmungsquote von 79 % für die Gründung einer Pflegekammer in NRW eindeutig ausgefallen.

"Auch in Niedersachsen torpediert die SPD aktuell eine unabhängige Selbstverwaltung der Pflegenden", so Jäger weiter. In dem Bundesland verantworte sie als Regierungspartei nicht nur eine umstrittene, wissenschaftlich völlig indiskutable Umfrage zur Zukunft der dortigen Pflegekammer, die auch noch aufgrund von Datenschutzproblemen abgebrochen werden musste. "Die SPD in Niedersachsen riskiert mit ihrem Kurs, dass dort die Pflege Spielball der Politik bleibt, wenn tatsächlich wie u. a. von ver.di gefordert eine freiwillige Pflegendenvereinigung statt einer Kammer ins Leben gerufen wird." Daher hofft Jäger, dass die Landesregierung von NRW den eingeschlagenen Kurs hält.
Weitere Informationen zur Pflegegewerkschaft gibt es unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 28.06.2020
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Pflegegewerkschaft "Bochumer Bund" unterstützt Beschwerdestellen in der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 05.07.2020, 06:26

Pflegegewerkschaft BochumerBund
unterstützt Beschwerdestellen in der Pflege


BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund unterstützt die Einrichtung von Beschwerdestellen für die Pflege. "Die mutmaßlichen Missbrauchsfälle in einem Celler Pflegeheim haben auf bestürzende Weise die Dringlichkeit verdeutlicht", so Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender des BochumerBunds. Er regt an, die Beschwerdestellen bei den Pflegekammern anzusiedeln. "Dort sitzt die Expertise, die in solchen Fällen erforderlich ist", meint Jäger. In Bundesländern ohne Pflegekammern müssten Pflegende auf jeden Fall in die Arbeit einer solchen Stelle eingebunden werden.

Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit mit bereits existierenden Institutionen wie Heimaufsicht oder MDK. Darüber hinaus gebe es deutschlandweit diverse Krisen-Notrufe und Beschwerdestellen. "Ein unkoordiniertes Nebeneinander verschiedenster Stellen muss auf jeden Fall vermieden werden", warnt Jäger. Daher sei so schnell wie möglich ein zentrales, bundesweites Meldesystem anzustreben.

Bei einer jetzt in Niedersachsen infolge der Verdachtsfälle in Celle erneut ins Spiel gebrachten Beschwerdestelle könnten sich Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegende im Falle von Missständen auch anonym melden. Besonders wichtig ist nach Ansicht des BochumerBunds, dass im Rahmen eines solchen Meldesystems niemand Angst haben müsse, beispielsweise als Pflegebedürftiger vor - weiteren - Misshandlungen oder als Pflegekraft vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

"Die mutigen Kolleginnen und Kollegen, die Missstände anzeigen, dürfen nicht als ,Verräter' oder ,Nestbeschmutzer' dastehen. Vielmehr tun sie genau das, was auch wir als Gewerkschaft von unserer Berufsgruppe erwarten: Verantwortung zeigen und das Wohl der uns anvertrauten Menschen in den Mittelpunkt stellen", unterstreicht der Vorstandsvorsitzende der Pflegegewerkschaft. Daher appelliert der BochumerBund an alle Pflegekräfte, genau hinzuschauen und sich bei vermuteten oder offensichtlichen Missständen sofort einzumischen.

Weitere Informationen zur Pflegegewerkschaft sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.07.2020
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Pflegegewerkschaft BochumerBund: Mitglieder haben über Logo entschieden

Beitrag von WernerSchell » 19.07.2020, 06:03

BOCHUMERBUND Logo.JPG
BOCHUMERBUND Logo.JPG (27.57 KiB) 1454 mal betrachtet
Pflegegewerkschaft BochumerBund: Mitglieder haben über Logo entschieden

BOCHUM. Die Mitglieder haben entschieden: Zwei Hände, die einander reichen, sowie der Schriftzug "BochumerBund" zieren das Logo der Pflegegewerkschaft BochumerBund. Von den aktuell rund 650 Mitgliedern hatten sich knapp 270 Mitglieder beteiligt. Bei einer Onlineumfrage konnten sie zwischen zwei Entwürfen wählen. Der Siegerentwurf erhielt knapp 66 Prozent der abgegebenen Stimmen. "Viele unserer Mitglieder fanden diese Aktion großartig, denn sie wollen ihre Gewerkschaft mitgestalten", berichtet Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft. "Das Lob und der Erfolg samt der sehr hohen Rücklaufquote haben uns in unserem basisdemokratischen Ansatz bestätigt."

Daher plant der BochumerBund weitere Aktionen, bei denen alle Mitglieder eingebunden werden und mitbestimmen können. Auch wer sich darüber hinaus in die gewerkschaftliche Arbeit einbringen möchte, ist herzlich eingeladen: "Es gibt genug zu tun. Wir freuen uns über jede Pflegeperson, die uns unterstützen möchte", so Jäger.

Die kraftvollen Hände, die das Logo prägen, stehen für den Zusammenschluss aller Pflegeberufe in einer unabhängigen, von Berufsangehörigen selbst organisierten und verwalteten Pflegegewerkschaft – von Pflegenden für Pflegende. Nur gemeinsam sind die Pflegenden stark, so die Überzeugung dahinter – egal ob Pflegeassistentinnen und -assistenten, Pflegehelferinnen und -helfer, Pflegefachpersonen, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger, Pflegepädagoginnen und -pädagogen, Pflegemanagerinnen und -manager, Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und alle anderen, die im Bereich der Pflege tätig sind. Das Logo symbolisiert außerdem die gegenseitige Unterstützung unter dem Dach des BochumerBunds: die der Pflegenden untereinander sowie die des BochumerBunds gegenüber seinen Mitgliedern und umgekehrt.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.07.2020
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Pflegende sollten für unabhängige Pflegekammer Niedersachsen mit Pflichtbeitrag stimmen

Beitrag von WernerSchell » 30.07.2020, 06:34

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Pflegegewerkschaft BochumerBund:
Pflegende sollten für unabhängige Pflegekammer Niedersachsen mit Pflichtbeitrag stimmen

BOCHUM. Die Mitglieder der Pflegekammer Niedersachsen stimmen in den kommenden Wochen in einem dritten Anlauf über die Zukunft ihrer Selbstverwaltung ab. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund empfiehlt den Pflegenden, sich in der Online-Befragung für eine Kammer mit Pflichtbeitrag auszusprechen. "Nur diese sowie die Pflichtmitgliedschaft sichern der Kammer ihre Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme", betont Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft.
Daher appelliert der BochumerBund an alle wahlberechtigten Pflegefachpersonen in Niedersachsen: "Wir Pflegekräfte müssen unsere Angelegenheiten in die eigene Hand nehmen – und wir dürfen sie uns nicht wieder entreißen lassen. Wir benötigen unabhängige Selbstverwaltungen in Form von Pflegekammern. Dies sollte allen Pflegenden der Pflichtbeitrag einer Kammermitgliedschaft wert sein."
Der Ausgang der Befragung hat nach Überzeugung des BochumerBunds erhebliche Auswirkungen auf alle niedersächsischen Pflegefachpersonen. "Bei einer Mehrheit gegen eine Pflegekammer oder für das rechtlich obskure Konstrukt einer dauerhaft beitragslosen Kammer würde sich unser Berufsstand in Niedersachsen erneut der Politik ausliefern", befürchtet Jäger. "Dies wäre ein fatales Signal." Denn seiner Ansicht nach haben Gesundheitspolitiker jedweder Couleur die Pflegenden schon des öfteren im Stich gelassen, nicht erst während der Pandemie: "Sie haben die Pflege in den vergangenen Jahrzehnten mit Vollgas vor die Wand gefahren."
Niemand bestreite, dass die Pflegekammer Niedersachsen Fehler gemacht habe; Teile der Kritik seien berechtigt und ernst zu nehmen. "Allerdings war diese Kammer oft auch extrem unsachlicher und unfairer Agitation ausgesetzt, insbesondere durch ver.di", so Jäger. "Deren Stimmungsmache ging oft mehr als nur knapp an den Fakten vorbei."
Die von ver.di ins Spiel gebrachte freiwillige Vereinigung von Pflegenden werde keinerlei Probleme lösen: "Eine solche Vereinigung darf anders als eine Pflegekammer nicht einmal eine Berufsordnung beschließen." Die Mitgliederzahl der Vereinigung der Pflegenden in Bayern sei mit rund 1.400 extrem überschaubar. Außerdem hänge sie am Tropf des bayerischen Haushalts und somit der Landtagsmehrheit: "Was in Bayern eindrucksvoll vor sich hin scheitert, soll in Niedersachsen funktionieren? Es ist für den Berufsstand verheerend, dass ver.di uns Pflegenden dies weismachen will."
Der BochumerBund-Vorsitzende Benjamin Jäger appelliert an die Pflegenden, sich nicht von ver.di gegen die Pflegekammer Niedersachsen instrumentalisieren zu lassen. "Mit Ausnahme der Grünen wollen die niedersächsischen Parteien den Pflegenden eine unabhängige Selbstverwaltung in Niedersachsen vorenthalten", kritisiert Jäger. Die niedersächsische SPD hält er bezüglich ihrer Haltung zur Pflegekammer für ebenso wankelmütig wie unzuverlässig.
Der Gewerkschaftsvorsitzende erinnert an die schweren Pannen beim ersten Versuch im Juni, die Online-Befragung durchzuführen. Jäger: "Erst die große Verwirrung um die unsägliche Frage 11, bei der letztlich ausschließlich eine beitragsfreie Kammer zur Wahl stand, und als Sahnehäubchen ein technisches Problem, das nach nur wenigen Tagen zum Abbruch der Befragung führte. Wir als BochumerBund hoffen sehr, dass die aus unserer Sicht völlig überforderte SPD-Landessozialministerin Carola Reimann endlich die Verantwortung übernimmt und zurücktritt. Sie hat der Pflege schwer geschadet."
Zumal die Befragung zu einer Farce mutiert sei: Bereits nach Ankreuzen einer der Optionen zur Zukunft der Pflegekammer können die Teilnehmenden die Umfrage beenden. Die Fragen zur Einschätzung der geleisteten Arbeit der Selbstverwaltung müssen nicht mehr bearbeitet werden: "Das alles hat mit der angekündigten wissenschaftlichen Evaluation nichts zu tun."
Die Pflegegewerkschaft BochumerBund würde überdies gerne wissen, auf welcher rechtlichen Grundlage das Land eine dauerhaft beitragsfreie Kammer als Antwortoption vorgebe. Schließlich hatte sich das Bundesverfassungsgericht in einem Beschluss von 2017 klar für die Verkammerung von Berufsständen samt Pflichtmitgliedschaft und Pflichtbeitrag ausgesprochen. "Freiwillige Vereinigungen hingegen haben die Verfassungsrichter nicht überzeugen können. ver.di und alle anderen Kammergegner sollten dies endlich zur Kenntnis nehmen und sich an Recht und Gesetz orientieren", sagt Jäger.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.07.2020
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Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung teilweise wieder in Kraft

Beitrag von WernerSchell » 31.07.2020, 10:52

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Pflegegewerkschaft BochumerBund:
„Kolleginnen und Kollegen fühlten sich wie Kanonenfutter“


BOCHUM. Nur zwei Monate, nachdem sie am 1. Januar 2020 in Kraft getreten war, wurde die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bereits wieder außer Kraft gesetzt. Dieses Vorgehen hat viele Pflegekräfte entsetzt: „Etliche Kolleginnen und Kollegen haben sich wie Kanonenfutter gefühlt“, so Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft BochumerBund. Nun soll zum 1. August 2020 die PpUGV teilweise wieder in Kraft gesetzt werden – für die Pflegenden auf den Intensivstationen und in der Geriatrie.

„Wir als Pflegegewerkschaft fordern, dass die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung umgehend in allen anfangs festgelegten Krankenhausbereichen wieder eingesetzt wird. Außerdem muss sie auf sämtliche anderen Bereiche ausgeweitet werden. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf eine gute und würdevolle Pflege – und die ist ohne PpUGV nicht möglich“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende des BochumerBunds. "Und wir Pflegenden haben ein Recht auf vernünftige Arbeitsbedingungen."

Ohnehin sieht er bei den Regelungen der PpUGV noch deutlich Luft nach oben: "Die Personaluntergrenzen sind ein guter Anfang, aber der reale Bedarf an Pflegekräften liegt höher als in den Grenzen festgelegt. Die Pflegenden müssen bei der Bedarfsfeststellung zwingend eingebunden werden. Wir sind schließlich die Expertinnen und Experten."

Jäger hat als Gesundheits- und Krankenpfleger die teils katastrophalen Folgen selbst erlebt: „Nach Aussetzung der PpUGV waren wir Pflegekräfte dem Ansturm auf die Krankenhäuser im Zuge der Pandemie hilflos ausgesetzt. Wir hatten damit keine gesetzliche Handhabe mehr, um uns vor Überforderung zu schützen. Ein fatales Signal der Politik, das unser Vertrauen nicht nur in die Bundesregierung massiv geschädigt hat.“

Dies ist selbst dem Bundesgesundheitsminister aufgefallen. So sagte Jens Spahn im ARD-„Morgenmagazin“: „Es gibt einen massiven Vertrauensverlust in der Pflege.“ Und weiter: „Die glauben immer noch nicht wirklich daran, dass wir etwas ändern wollen.“

„Wie sollen wir denn auch?“, fragt sich der BochumerBund-Vorsitzende Benjamin Jäger. „Der Pflegeberuf ist wieder einmal zum Spielball der Politik geworden. Die Bundesregierung hat eine Verordnung zum Schutz von Pflegekräften und Patienten erlassen und diese dann in Rekordzeit wieder verworfen. Das werten wir als aktive Gefährdung von Menschenleben. Dass nun das Vertrauen der Pflegekräfte in die Politik schwindet, hat sie selbst zu verantworten.“

Darüber hinaus haben seiner Einschätzung nach die Krankenhausträger keinerlei Interesse an einer Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung. „Für sie ist die Pflege einfach nur ein erheblicher Kostenfaktor“, erklärt Jäger. Denn ist die Untergrenze an Pflegekräften erreicht, muss ein Krankenhaus entweder Betten sperren oder mehr Pflegekräfte einstellen bzw. ausbilden: „Damit machen sie ein Minusgeschäft.

Bei der PpUGV handelt es sich um ein Personalbemessungsinstrument in pflegeintensiven Bereichen. Zu diesen zählen Geriatrie, Intensivmedizin, Kardiologie, Unfallchirurgie, Herzchirurgie, Neurologie, Neurologie/Schlaganfall-Einheit und neurologische Frührehabilitation. Die PpUGV legt beispielsweise fest, dass eine Pflegekraft auf einer Intensivstation im Tagdienst für maximal 2,5 Patienten und im Nachtdienst für 3,5 Patienten die Verantwortung trägt und deren Aufenthalte im Krankenhaus koordinieren muss.

Weitere Informationen zum BochumerBund sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.07.2020
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WernerSchell
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Warum werden Touristen getestet, Pflegende aber nicht?

Beitrag von WernerSchell » 07.08.2020, 06:33

Aus Forum:
https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 39#p114639


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Pflegegewerkschaft BochumerBund:
Warum werden Touristen getestet, Pflegende aber nicht?

BOCHUM. Das Bundesministerium für Gesundheit hat allen Pflegenden den nächsten Tiefschlag versetzt: „Während mittlerweile jeder Reiserückkehrer auf Kosten der Allgemeinheit von Corona-Tests profitiert, werden diese bei Pflegekräften und anderen stark gefährdeten Berufsgruppen im Gesundheitswesen nach wie vor kaum durchgeführt“, empört sich Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft BochumerBund. „Sogar in der Akutpflege wird daran gespart, obwohl die Pflegenden dort massiv ansteckungsgefährdet sind. Das empfinden viele Kolleginnen und Kollegen als Herabsetzung.“ Die Pflegegewerkschaft fordert daher Tests für ausnahmslos alle Beschäftigten im Gesundheitssektor.

Der BochumerBund verweist auf die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach zählt medizinisches Personal – also auch das Pflegepersonal – ohne Schutzausrüstung zu den Kontaktpersonen ersten Grades. Dieser ist definiert als enger Kontakt mit infizierten Patienten oder Bewohnern. Pflegekräfte in Schutzausrüstung bei einem Abstand von weniger als zwei Metern sowie ohne Schutzausrüstung bei einem Abstand von mehr als zwei Metern zu einer pflegebedürftigen Personen wiederum rechnet das RKI zu den Kontaktpersonen dritten Grades. „Allerdings spielt beispielsweise die Qualität der Schutzausrüstung keinerlei Rolle“, erläutert Jäger. Kontaktpersonen ersten und dritten Grades – auch mit ungenügender Schutzausrüstung – werden in Deutschland nicht routinemäßig getestet.

Der BochumerBund hält die Ignoranz der Politik gegenüber Pflegenden und Pflegebedürftigen für verantwortungslos. Jäger vermutet als Grund für das Nichtstun: „Bei regelhaften und regelmäßigen Tests von uns Pflegekräften würde die wahre Durchseuchung in den Krankenhäusern sichtbar werden. Dann müssten die Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik Konsequenzen ähnlich wie bei Tönnies ziehen. Davor scheinen sie zurückzuschrecken – und riskieren Menschenleben.“ Der BochumerBund wertet das Agieren nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Pflegeeinrichtungen als Verstöße gegen das Arbeitsschutz- sowie das Infektionsschutzgesetz.

Jäger fordert daher die Politik dringend zum Handeln auf: „Sie muss uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen vor Arbeitgebern schützen, die auf Kosten unserer Gesundheit bzw. unseres Lebens profitorientiert arbeiten und unseren Schutz vernachlässigen.“ Schließlich komme kranken bzw. pflege- und hilfebedürftigen Menschen niemand so nahe wie die Pflegenden: „Aus diesem Grund müssen wir besonders geschützt werden.“

Bislang jedoch bleiben Pflegekräfte der Willkür ihrer Arbeitgeber ausgesetzt: „Die Krankenhäuser testen ihre Mitarbeiter nach eigenem Ermessen – das bedeutet in vielen Fällen überhaupt nicht“, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Jäger kennt als Gesundheits- und Krankenpfleger die Verhältnisse nicht nur aus Schilderungen betroffener Pflegender, sondern auch aus eigenem Erleben. Welche dramatischen Folgen das Versagen von Politik und Arbeitgebern hat, belegen die offiziell erhobenen Zahlen. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher laut Weltgesundheitsorganisation WHO etwa 10 Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts arbeiten in Deutschland rund 12 Prozent aller bisher gemeldeten Infizierten in Medizin und Pflege, 63 sind gestorben (Stand: 3. Juli). Besonders stark betroffen sind Pflegeeinrichtungen

Weitergehende Informationen zur Pflegegewerkschaft sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.08.2020
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Pflege bitte den Profis überlassen!

Beitrag von WernerSchell » 20.08.2020, 06:37

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Pflegegewerkschaft BochumerBund: Pflege bitte den Profis überlassen!

BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund mahnt an, die Pflege bitteschön den Profis zu überlassen – also allen dafür ausgebildeten professionell Pflegenden. "Wenn jetzt wie in Bremerhaven überlegt wird, Karstadt-Mitarbeitende auf die Schnelle für Jobs in der Pflege umzuschulen, dann kann man es nur mit der Angst zu tun bekommen", so Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft. "Wir Pflegende sind es leid, dass unser Berufsstand auf verschiedenste Weise ständig abgewertet wird. Wir verdienen Anerkennung und eine deutlich höhere Entlohnung, aber sicherlich nicht noch mehr Schnellschüsse wie diese."

Es handele sich um eine Begegnung mit einem pflegepolitischen Untoten. "Wir quälen uns erneut durch eine Diskussion, die wir bereits vor etlichen Jahren über die 'Schlecker-Frauen' geführt haben. Auch die sollten nach der Pleite der Drogeriekette die Pflege zwangsbeglücken – ein verheerendes Signal, das unserem Berufsstand bis heute schadet", kritisiert Jäger.

Die Antwort auf den Personalmangel in der Pflege dürfe nicht sein, das Qualitäts- und Gehaltsniveau durch "Schnupperkurse" weiter zu senken – ganz im Gegenteil. "Wir benötigen Pflegekräfte, die mit einer gesunden Mischung aus Leidenschaft und Professionalität ihre Arbeit tun und nicht aus Verzweiflung. Und das wird nur gelingen, wenn Pflegende mit einer umfassenden Ausbildung intensiv auf ihre anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet worden sind", unterstreicht Jäger. Der Gesundheits- und Krankenpfleger ergänzt, dass es um äußerst vielschichtige fachliche Kompetenzen gehe, die man nicht mal eben schnell erlernen könne.

"Leider vergessen die Verantwortlichen in der Pflegepolitik oft: Wir pflegen Menschen mit sehr individuellen Bedürfnissen und komplexen Krankheitsbildern", unterstreicht der Vorsitzende des BochumerBundes. Auch seien u. a. ethische und rechtliche Fragestellungen zu reflektieren: "Dies alles berührt Fragen der Pflegequalität sowie der Sicherheit für Pflegebedürftige und Pflegende." Die Gesellschaft als Ganzes stehe in der Pflicht, ihren Pflegebedürftigen eine gute, fachlich hochwertige und einwandfreie Pflege zukommen zu lassen. "Und diese Verpflichtung wird durch inkompetente, ignorante und letztlich gefährliche Pläne wie in Bremerhaven konterkariert", bedauert der Vorsitzende des BochumerBunds.

Quelle: Pressemitteilung vom 20.08.2020
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Lukas Böckenholt vertritt Pflegegewerkschaft BochumerBund im Errichtungsausschuss der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2020, 14:43

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Lukas Böckenholt vertritt Pflegegewerkschaft BochumerBund im Errichtungsausschuss der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen

BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund (BB) stellt mit Lukas Böckenholt ein Mitglied des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen. Als sein Stellvertreter agiert Dustin Janning. “Wir sind sehr glücklich, dass wir die Kammer mitgestalten dürfen”, freuen sich die beiden über ihre Ernennung.

BB-Vorstandsmitglied Lukas Böckenholt arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger in Essen. Er weiß aus seinem Berufsalltag um die Notwendigkeit einer Pflegekammer: “Durch sie erhält die Pflege endlich eine politische Stimme. Sie wird dazu beitragen, die Bedingungen für uns Pflegende zu verbessern.” Diese Haltung war auch einer der Gründe für ihn, sich beim BochumerBund zu engagieren: Die Pflegegewerkschaft setzt sich für Pflegekammern in allen Bundesländern sowie für eine Bundespflegekammer ein.

Zu seinem Engagement im Errichtungsausschuss hat Böckenholt klare Vorstellungen: “Damit die Kammer erfolgreich ihre Arbeit aufnehmen kann, benötigt sie vernünftige Grundstrukturen. Für diese werden Dustin und ich uns konstruktiv einsetzen.” Hierbei stünden insbesondere Transparenz und Aufklärung im Vordergrund: “Wir möchten von Anfang an die Pflegenden so intensiv wie möglich einbeziehen.”

Das BochumerBund-Vorstandsmitglied will verhindern, “dass sich in NRW unwürdige politische Spielchen wie um die Pflegekammer Niedersachsen wiederholen, die der Pflege enorm schaden”. Die Gewerkschaft ver.di trägt nach Überzeugung von Böckenholt eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass die Kammer in Niedersachsen zum Spielball berufsfremder Interessen geworden sei.

Er hält das Agieren der Dienstleistungsgewerkschaft für unverantwortlich und höchst nachteilig für die Stellung und den Einfluss der Pflegenden: “Daher will ich unbedingt verhindern, dass ver.di auch hier in Nordrhein-Westfalen die Kammerarbeit torpediert und die Pflegenden gegen ihre eigenen Interessen instrumentalisiert.” Aus diesem Grund sei es auch so wichtig, dass mit Dustin Janning und ihm Gewerkschafter und klare Befürworter von Kammern vertreten seien.

Der Errichtungsausschuss besteht aus 20 Berufsangehörigen sowie den jeweiligen Stellvertreterinnen und Stellvertretern. Die konstituierende Sitzung findet am 21. September 2020 statt. Das Gremium soll die Gründung der Pflegekammer NRW als Selbstverwaltungsbehörde und berufsfachliche Interessenvertretung der Pflegenden vorbereiten. Dazu gehört neben dem Aufbau einer Geschäftsstelle die Erarbeitung von Satzungen als Grundlagen für die künftige Arbeit.

Weitere Informationen zur Arbeit der Pflegegewerkschaft BochumerBund sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 28.08.2020
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Pflegegewerkschaft BochumerBund: Flächentarifvertrag für alle Pflegenden/Neues Tarifkonzept

Beitrag von WernerSchell » 04.09.2020, 06:49

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Pflegegewerkschaft BochumerBund: Flächentarifvertrag für alle Pflegenden/Neues Tarifkonzept

BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund (BB) fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifrunde für den öffentlichen Dienst branchenbezogene Flächentarife für alle professionell Pflegenden. “Nur so werden Pflegende auch über den Geltungsbereich des TVöD hinaus fair bezahlt und haben eine Chance auf bessere Arbeitsbedingungen”, unterstreicht Hubert Biniak, Vorsitzender der BB-Tarifkommission. „Daher sollten auch private Träger ihrer Verantwortung gegenüber denen gerecht werden, die die Pflegebedürftigen versorgen, und mit dem BochumerBund branchenweite Flächentarife einführen.”

Hierzu hat der BochumerBund ein neues Tarifkonzept entwickelt. Biniak: „Pflege kann nicht jeder – und genau das muss sich auch in einem Tarifvertrag widerspiegeln.” Die Pflegegewerkschaft setzt sich daher zum einen für ein Grundgehalt von 3.500 € ein. „Zum anderen müssen die tatsächlichen Belastungen der Schichtarbeit gerecht abgebildet werden“, so der Vorsitzende der BB-Tarifkommission. Hierbei geht es vor allem um einen fairen Ausgleich gesundheitlicher Risiken und privater Entbehrungen in Form entsprechender Zulagen. Weil Schichtarbeit bislang aber unattraktiv ist, reduzieren immer mehr professionell Pflegende ihre Arbeitszeit und entziehen sich damit dem Schichtsystem vollends. Hubert Biniak unterstreicht: „Hier hilft nur eines: Schichtarbeit in der Pflege muss sich wieder lohnen. Und genau diesem Ziel dient unser Konzept.“

Als weiteren Ansatz zur Lösung der Probleme in der Pflege sieht Biniak einen höheren Personalschlüssel. Hierfür aber müsse zunächst die Arbeit attraktiver gestaltet werden: “Neben einer lukrativeren Vergütung sind bessere Bedingungen sowie die Einstellung von mehr neuen Pflegenden unabdingbar.” Nur so könnten die Arbeitgeberinnen und -geber der fortschreitenden Flucht aus dem Pflegeberuf (“Pflexit”) und der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens entgegenwirken. “Bislang aber führen Einsparungen in der Pflege dazu, dass sich die Gewinne privater Gesundheitskonzerne erhöhen”, kritisiert Hubert Biniak.

Die überwiegende Zahl der beruflich Pflegenden wird von den Ergebnissen der aktuell stattfindenden Tarifverhandlungen nicht profitieren. Insgesamt sind ca. 4,9 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig. Davon arbeiten lediglich rund 142.000 Beschäftigte in öffentlichen – beispielsweise kommunalen – Gesundheitseinrichtungen. Geht man von ca. 1,7 Millionen erwerbstätigen Pflegekräften insgesamt aus, werden mehr als 1,5 Millionen professionell Pflegende in den aktuellen Tarifverhandlungen nicht bedacht. „Diese große Mehrheit muss aber auch endlich von einem Tarifvertrag profitieren”, fordert der Vorsitzende der BB-Tarifkommission. „Den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst kommt hierbei eine Vorreiterrolle zu. Wir wünschen ihnen daher erfolgreiche Verhandlungen.“

Dabei stehen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in dieser Tarifrunde allerdings vor einigen Herausforderungen: Die kommunalen Tarifpartner wünschen sich aufgrund der pandemiebedingten finanziellen Probleme eine Nullrunde. „Das mag zwar volkswirtschaftlich nachvollziehbar sein”, räumt Biniak ein. „Jedoch würden durch eine Nullrunde wieder einmal diejenigen enttäuscht, die während der Corona-Pandemie die Gesellschaft vor dem Kollaps bewahren und täglich in der ambulanten und stationären Langzeitpflege sowie in den Krankenhäusern ihre Gesundheit riskieren.” Eine globale Pandemie sollte jedoch nicht der Auslöser für weniger Wertschätzung gegenüber professionell Pflegenden sein – ganz im Gegenteil: „Sie sollte als Impuls für mehr Wertschätzung, eine bessere Vergütung und bessere Arbeitsbedingungen dienen.”

Quelle: Pressemitteilung vom 03.09.2020
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Pflegekammer Niedersachsen nicht abwickeln, sondern weiterentwickeln!

Beitrag von WernerSchell » 10.09.2020, 07:21

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Pflegegewerkschaft BochumerBund:
Pflegekammer Niedersachsen nicht abwickeln, sondern weiterentwickeln!

BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund (BB) ruft die niedersächsische Landesregierung dazu auf, die Pflegekammer Niedersachsen nicht abzuwickeln, sondern als beitragspflichtige Kammer weiterzuentwickeln. "Wir halten die Online-Befragung für eine Farce", so Lukas Böckenholt, BB-Vorstandsmitglied und Mitglied im Errichtungsausschuss der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen. "Nicht einmal 15.100 Pflegefachpersonen von rund 78.000 Mitgliedern haben teilgenommen. Es gibt folglich keine Mehrheit von Pflegenden gegen die Pflegekammer. Wir als BB halten es für unverantwortlich, dass die Landesregierung in Hannover auf Grundlage derartiger Zahlen die Abschaffung einer Kammer in die Wege leiten will."

Die Umfrage habe vor allem dem Ziel gedient, die unabhängige Selbstverwaltung der Pflegefachpersonen in Niedersachsen und damit eine wichtige Stimme der professionell Pflegenden zu zerstören. Wichtige Einfluss- und Mitsprachemöglichkeiten für die niedersächsischen Pflegenden gingen damit verloren. "Wird die Kammer tatsächlich abgeschafft, wirft das die Pflege in Niedersachsen um Jahrzehnte zurück", warnt Böckenholt. "Es würde ein wichtiger Akteur wegbrechen, beispielsweise in diversen Gremien und Organisationen wie der Bundespflegekammer. Außerdem wäre dies ein fatales Signal für die Pflege in allen anderen Bundesländern. "

Gleichzeitig bedauert er, dass eine große Zahl der Pflegenden nicht bereit ist, sich zu organisieren und dafür auch Mitgliedsbeiträge zu leisten. "Solange unter Pflegekräften die Mitgliedschaft in Berufsverbänden und Gewerkschaften wie den BochumerBund eine absolute Ausnahme darstellt, bleibt unser Berufsstand Spielball berufsfremder Interessen", befürchtet das BB-Vorstandsmitglied. "Damit aber werden für viele Pflegekräfte beispielsweise Tarifverträge oder von Pflegekammern – also von uns Pflegenden – erarbeitete und in Kraft gesetzte Berufs- oder Weiterbildungsordnungen Illusionen bleiben."

Die Pflegenden haben sich nach Ansicht von Böckenholt schon viel zu lange auf andere verlassen – mit bekanntem Ergebnis: "Die Pflege wurde gegen die Wand gefahren und droht vollends zu kollabieren. Daran sind nicht die Pflegekammern schuld, sondern diejenigen, die sich als Interessenvertreter der Pflege aufspielen. Leider hat dies insbesondere ver.di bis heute nicht begriffen."

Von Anfang an hatte die Selbstverwaltung der Pflegefachpersonen mit diversen Stolpersteinen zu kämpfen. Beispielsweise war die Pflegekammer nicht ins niedersächsische Kammergesetz für die Heilberufe integriert worden: "Ein schwerer Geburtsfehler", meint das Vorstandsmitglied des BochumerBunds.

Der Gewerkschafter resümiert: “Mit Ausnahme der Grünen haben Politikerinnen und Politiker aller im niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien Fehler und Versäumnisse der Politik auf die Kammer abgewälzt – immer flankiert von ver.di." Besonders die niedersächsische CDU habe der Pflegekammer nie eine Chance gegeben und immer auf ihre Abschaffung hingewirkt.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.09.2020
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