„Expertenrat Corona“ in NRW

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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„Expertenrat Corona“ in NRW

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2020, 07:03

Aus Forum:
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Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Armin Laschet beruft „Expertenrat Corona“

Laschet: Expertise bündeln und heute schon die richtigen Weichen für die Zeit nach der Corona-Krise stellen

Zwölf renommierte Experten aus Medizin, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Philosophie und Soziologie und der Sozialarbeit beraten die Landesregierung.


Lasche 01042020 Corona Expertenrat.jpg
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Ministerpräsident Armin Laschet

Die Staatskanzlei teilt mit:

Um auf Basis transparenter Verfahren Kriterien und Maßstäbe für die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie gleichsam zur einer möglichen Öffnung des sozialen und öffentlichen Lebens zu entwickeln, hat Ministerpräsident Armin Laschet einen „Expertenrat Corona“ ins Leben gerufen. Ein Gremium aus zwölf renommierten Experten aus Medizin, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Philosophie und Soziologie und der Sozialarbeit erarbeitet gemeinsam mit der Landesregierung Strategien für die Zeit nach der Krise. Die konstituierende Sitzung ist bereits für den kommenden Freitag angesetzt. Dies teilte Ministerpräsident Laschet am Mittwoch (1. April 2020) bei der Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf mit.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Unser Land steht vor der schwersten Bewährungsprobe unserer Geschichte. In den vergangenen Wochen haben Politik und Verwaltung zahlreiche, teils massive Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Es ist richtig, sich mit aller Entschlossenheit dem Kampf gegen das Virus zu widmen, denn die Bilder aus Italien, Spanien oder New York zeigen unermessliche Tragödien. Sie machen uns schmerzlich bewusst: Es geht in diesen Tagen um Leben und Tod.“

Der Ministerpräsident weiter: „Die Motivation für alle Anstrengung zur Eindämmung des Virus ist nicht die Angst vor dem Jetzt, sondern die Hoffnung auf das Morgen, die Zeit nach der Pandemie. Dorthin müssen wir unseren Blick schon jetzt richten. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir jetzt die Expertise verschiedenster Fachrichtungen zusammentragen, das vorhandene Wissen – trotz vieler noch ungeklärter Fragen – bündeln und auf dieser Basis Szenarien ausarbeiten, unter welchen Voraussetzungen wir wie und wann wieder schrittweise in das zurückkehren können, was für uns vor wenigen Wochen „Normalität“ war. Wir müssen schon heute Strategien für die Zeit nach der Krise entwickeln. Dafür bedarf es eines breiten gesellschaftlichen Konsens, der medizinische, soziale, psychologische, ethische, wirtschaftliche und politische Implikationen unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise berücksichtigt.“

Die Mitglieder des Expertenrats werden sich unter anderem mit den ökonomischen und sozialen Konsequenzen einer lang andauernden Politik der sozialen Distanzierung und des wirtschaftlichen Shutdowns befassen und Szenarien für den Übergang zwischen Krisenmodus und Normalität diskutieren.


Zum zwölfköpfigen Gremium gehören:

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, Professor für öffentliches Recht an der Universität Bonn und früherer langjähriger Richter am Bundesverfassungsgericht
Stephan Grünewald, Diplom-Psychologe und Gründer des Markt- und Medienforschungsinstituts „rheingold“
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe, emeritierter Philosophie-Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln
Monika Kleine, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Köln
Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung beim Maschinenbauer Trumpf
Prof. Dr. Armin Nassehi, Professor für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG
Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn
Prof. Dr. Christiane Woopen, Humanmedizinerin und Vorsitzende des Europäischen Ethikrates


Die Liste der Mitglieder des Expertenrat Corona finden Sie hier > https://www.land.nrw/sites/default/file ... corona.pdf

Quelle und weitere Informationen (vom 01.04.2020) > https://www.land.nrw/de/pressemitteilun ... rat-corona
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„Expertenrat Corona“ in NRW

Beitrag von WernerSchell » 04.04.2020, 06:02

Wann normalisiert sich das Leben wieder? NRW bricht ein Tabu und denkt über Szenarien für das Ende der Krise nach

Die Bundesregierung will nicht öffentlich darüber sprechen, wann die Einschränkungen im täglichen Leben wieder gelockert werden.
NRW will jedoch genau zu dieser Frage Szenarien entwerfen und Maßstäbe entwickeln, ab wann eine Normalisierung möglich ist.
Dazu hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einen speziellen Expertenrat einberufen.
...
Auf Anfrage von Business Insider teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit, der Expertenrat solle in einem transparenten Verfahren „Kriterien und Maßstäbe für die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie gleichsam zur möglichen Öffnung des sozialen und öffentlichen Lebens entwickeln.“
...
Quelle und weitere Informationen > https://www.businessinsider.de/politik/ ... rise-nach/
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Expertengruppe: Stufenplan für die Zeit nach dem Shutdown

Beitrag von WernerSchell » 08.04.2020, 06:15

Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte e. V.

Expertengruppe: Stufenplan für die Zeit nach dem Shutdown

Die geltenden Beschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft allmählich zu lockern und dabei die medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung zu sichern – dafür plädiert jetzt eine interdisziplinäre Gruppe renommierter Wissenschaftler. In ihrem Positionspapier zeigen die Forscher um ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Wege zu diesem Ziel auf.
München, 2. April 2020 – Die Strategie sieht vor, derzeitige Einschränkungen differenziert und unter kontinuierlicher Abwägung der Risiken nach und nach zu lockern. Priorität haben dabei Beschränkungen, die hohe wirtschaftliche Kosten verursachen oder zu starken sozialen und gesundheitlichen Belastungen führen. Regionen mit niedrigen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitssystem könnten, so der Vorschlag der 14 Experten aus deutschen Universitäten und Forschungsinstituten, beim allmählichen Neubeginn vorangehen. Beginnen sollten zudem Sektoren mit niedriger Ansteckungsgefahr wie zum Beispiel hochautomatisierte Fabriken sowie Bereiche mit weniger gefährdeten Personen, etwa in Schulen und Hochschulen.
„Die aktuellen Beschränkungen sind sinnvoll und zeigen erste Wirkung“, sagt Martin Lohse, Mediziner und Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Allerdings hätten die Maßnahmen neben hohen wirtschaftlichen und sozialen Kosten auch gravierende medizinische Folgen, etwa für Patienten mit anderen schweren Erkrankungen. „Weil wir damit rechnen müssen, dass die Pandemie uns noch viele Monate beschäftigt und letztlich nur unser Immunsystem uns schützen kann, brauchen wir eine flexible, nach Risiken gestaffelte Strategie – ein genereller Shutdown ist keine langfristige Lösung“, sagt Martin Lohse.
„Gesundheit und eine stabile Wirtschaft schließen sich keineswegs aus“, sagt Clemens Fuest, Ökonom und Präsident des Münchener ifo-Instituts. Beides bedinge sich vielmehr gegenseitig: „So wie eine positive wirtschaftliche Entwicklung bei unkontrollierter Ausbreitung des Virus nicht möglich ist, lässt sich auch die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens ohne eine funktionierende Wirtschaft nicht aufrechterhalten“, sagt Clemens Fuest.
„Bei der Planung, in welchen Schritten die massiven Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens aufgehoben werden, müssen die Menschen im Mittelpunkt stehen“, sagt Christiane Woopen, Professorin für Ethik und Theorie der Medizin an der Universität zu Köln. Dabei seien gesundheitliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken zu berücksichtigen. Allen werde derzeit viel zugemutet. Woopen: „Nun müssen die Starken für die Schwachen da sein.“
Wichtig seien jetzt großflächige Tests, um zuverlässigere Erkenntnisse über die Ausbreitung des Erregers zu erhalten, schreiben die Wissenschaftler aus den Bereichen Innere Medizin, Infektionsforschung, Pharmakologie, Epidemiologie, Ökonomie, Verfassungsrecht, Psychologie und Ethik. Auch die Sicherung der Produktion von Schutzkleidung, Schutzmasken, Medikamenten und künftiger Impfstoffe zähle zu den vordringlichen Maßnahmen. Weiterhin empfehlen die Wissenschaftler, neue Kapazitäten zur Bewältigung der sozialen und psychischen Folgeschäden der aktuellen Maßnahmen zu schaffen.

Die Stellungnahme zum Download:
https://www.gdnae.de/
https://www.ifo.de/
Rückfragen an: Harald Schultz, 089/ 9224 1225; schultz@ifo.de
Geschäftsstelle GDNÄ, 02224/ 901 48-0; info@gdnae.de

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2020
Michael Dröscher Pressereferat
Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte e. V.
https://idw-online.de/de/news744199

Anhang
Die Bekämpfung der Coronavirus- Pandemie tragfähig gestalten > https://idw-online.de/de/attachment79609
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Ethikrat wirbt für breite, sachliche und soziale Debatte über Öffnungsperspektiven

Beitrag von WernerSchell » 08.04.2020, 06:33

Deutsches Ärzteblatt vom 07.04.2020:
Ethikrat wirbt für breite, sachliche und soziale Debatte über Öffnungsperspektiven
Berlin – Der Deutsche Ethikrat ermutigte heute die Bevölkerung, sich in die Debatte über eine Lockerung der massiven Beschränkungen im öffentlichen Leben im Rahmen der COVID-19-Pandiemie einzubringen. „Es ist zu früh, Öffnungen jetzt vorzunehmen.... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/32 ... 975-q8fgpk
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Expertenrat Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen: Maßnahmen zur Lockerung in Coronakrise

Beitrag von WernerSchell » 13.04.2020, 17:07

Aus Forum:
viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113211#p113211

Aktuelles von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
> https://www.land.nrw/corona

Expertenrat Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
Weg in eine verantwortungsvolle Normalität

Stellungnahme Expertenrat Corona >>> https://www.land.nrw/sites/default/file ... corona.pdf

+++
Deutsches Ärzteblatt vom 13.04.2020:
Expertenteam legt Maßnahmen zur Lockerung in Coronakrise vor
Düsseldorf – Eine Expertengruppe in Nordrhein-Wetfalen (NRW) hat Voraussetzungen für den möglichen Abbau der Einschränkungen in der Coronakrise aufgelistet. In dem Papier des interdisziplinären Teams heißt es, über Lockerungen könne erst nach­gedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem „absehbar nicht überfordert ist“ und Voraus­setzungen für ein besseres „Monitoring“ der Krise geschaffen seien.
Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität „schrittweise forciert werden“, heißt es in der 15-seitigen Ausarbeitung, die im Auftrag der NRW-Landesregierung erstellt wurde. ... (weiter lesen unter) ... > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/32 ... 975-q8q97i
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