Mannheim: Sozialhilfebedürftige können Heimplatz nicht mehr frei wählen
Mannheim. Die Stadt Mannheim will zukünftig Übernahmebeträge für sozialhilfebedürftige Pflegeheimbewohner in der Höhe begrenzen. Das bedeutet: Die ungedeckten Kosten werden nicht mehr in jedem Pflegeheim werden voll übernommen. "Wir planen Maximalbeträge, die sich an Durchschnittswerten orientieren", erläutert Reinhold Hoffmann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Soziale Sicherung, Arbeitshilfen und Senioren, gegenüber dem Mannheimer Morgen. Es soll also ein verbindlicher Richtwert ermittelt werden, der zwischen den günstigsten und höchsten Pflegesätzen in den verschiedenen Stufen liegt. Hoffmann: "Zwischen dem günstigsten und teuersten Pflegeheim gehen die Spannen weit auseinander - bis zu 27 Prozent."
Die Stadt Mannheim geht davon aus, bereits im kommenden Jahr rund 100.000 Euro einsparen zu können - 2012 sollen es etwa 250.000 Euro sein. Die Berechnungen beruhen auf der Tatsache, dass in Mannheim fast jeder dritte Pflegeheimplatz von Menschen belegt ist, die (ergänzende) Sozialhilfe erhalten.
Mehr zu den Mannheimer Einsparplänen lesen Sie in den Print-Ausgaben von CAREkonkret
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net
Sozialhilfe - Freie Wahl des Heimplatzes ausgeschlossen ?
Moderator: WernerSchell
Vergleiche dazu:
http://www.morgenweb.de/region/mannheim ... 75283.html
Zitat:
Dazu ein Beispiel: Vergleicht man die 26 Mannheimer Pflegeheime in der Pflegestufe 3 dann bewegen sich die Tagessätze zwischen 94,21 Euro (Katholisches Bürgerhospital) und 121,76 Euro (Theodor-Fliedner-Haus). Der Blick in die Statistik zeigt dass im oberen Preisbereich vor allem kommunale und kirchliche Heime liegen. Warum das so ist, offenbart die Aufschlüsselung der ausgehandelten Tagessätze, die sich im wesentlichen aus Investitionskosten (Gebäude), Unterkunft und Verpflegung (sogenannte Hotelkosten) sowie Pflege zusammensetzen. Wenn man die einzelnen Beträge analysiert, wird schnell klar: Es sind die Personalkosten, die den größten Brocken ausmachen - und obendrein aufgrund von unterschiedlicher (Tarif-)Bezahlung und Mitarbeiterdichte von Heim zu Heim stark variieren.
Im Klartext heißt das nichts anderes: Heime, die ihre Mitarbeiter nach Tarif, und damit einigermassen anständig bezahlen, werden dafür abgestraft. Asozialer geht es kaum noch.
http://www.morgenweb.de/region/mannheim ... 75283.html
Zitat:
Dazu ein Beispiel: Vergleicht man die 26 Mannheimer Pflegeheime in der Pflegestufe 3 dann bewegen sich die Tagessätze zwischen 94,21 Euro (Katholisches Bürgerhospital) und 121,76 Euro (Theodor-Fliedner-Haus). Der Blick in die Statistik zeigt dass im oberen Preisbereich vor allem kommunale und kirchliche Heime liegen. Warum das so ist, offenbart die Aufschlüsselung der ausgehandelten Tagessätze, die sich im wesentlichen aus Investitionskosten (Gebäude), Unterkunft und Verpflegung (sogenannte Hotelkosten) sowie Pflege zusammensetzen. Wenn man die einzelnen Beträge analysiert, wird schnell klar: Es sind die Personalkosten, die den größten Brocken ausmachen - und obendrein aufgrund von unterschiedlicher (Tarif-)Bezahlung und Mitarbeiterdichte von Heim zu Heim stark variieren.
Im Klartext heißt das nichts anderes: Heime, die ihre Mitarbeiter nach Tarif, und damit einigermassen anständig bezahlen, werden dafür abgestraft. Asozialer geht es kaum noch.