Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) veröffentlicht

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Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) veröffentlicht

Beitrag von WernerSchell » 19.12.2019, 07:30

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Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) veröffentlicht

Berlin, Dezember 2019 – Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes mellitus Typ 2, die zum großen Teil durch eine unausgewogene Ernährung ausgelöst werden. Die Ernährung beeinflusst auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Der ernährungsmedizinischen Versorgung kommt eine immer größere Bedeutung bei der Behandlung von Krankheiten zu.

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Daher erfolgte jetzt eine grundlegende Neufassung des bisher in der Ernährungstherapie angewandten Rationalisierungsschema von 2004 durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM), in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM), dem Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V. (BDEM), der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG), dem Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) und dem BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE). Gemeinsam haben die Autoren es sich zum Ziel gesetzt, auf Grundlage evidenzbasierter Leitlinien einen aktuellen Leitfaden für die praktische Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) zu verfassen. Der Leitfaden erscheint heute erstmals in der Aktuellen Ernährungsmedizin.

„Die Ernährung spielt nicht nur in der Prävention von Erkrankungen, sondern auch in der Therapie eine wichtige Rolle“, sagt Privatdozent Dr. med. Frank Jochum, Präsident der DGEM und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau. „Wissenschaftliche Studien belegen, dass die gezielte Ernährungsintervention im medizinischen Alltag bei vielen Erkrankungen eine vergleichbare Bedeutung hat wie die Verordnung krankheitsspezifischer Medikamente.“

Eine erfolgreiche Behandlung beruht nach Ansicht der Experten auf wissenschaftlich gesicherten Ernährungsempfehlungen. „Wir haben LEKuP entwickelt, um allen in der Klinik, Praxis und Pflege Tätigen eine einfache Orientierungshilfe für eine moderne ernährungsmedizinische Versorgung an die Hand zu geben“, erklärt Professor Dr. med. Hans Hauner, Institut für Ernährungsmedizin der TU München, für die DGE und als Sprecher der Autorengruppe. „Im Leitfaden sind die vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE sowie – alternativ – die mediterrane oder vegetarische Kost als Grundkostformen definiert“

„In unserem ursprünglichen Rationalisierungsschema wurden die Besonderheiten der Ernährungstherapie für bestimmte Krankheitsbilder dargestellt. Dies gilt nun in besonderem Maße auch für LEKuP, der spezifische Handlungsempfehlungen, zum Beispiel bei Nierenkrankheiten, bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei entzündlich-rheumatischen und orthopädischen Diagnosen oder bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen auflistet“, so Professor Dr. med. Gerd Bönner, Präsident der DAEM.

Die Empfehlungen im Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis richten sich an alle Verantwortlichen für die Ernährungstherapie und die Patientenverpflegung, insbesondere Ernährungsfachkräfte, Ärzte, Träger von und Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Verantwortliche in den Küchen, im Service, in der Therapie und in der Pflege. Der Leitfaden soll zudem eine Orientierung für Kostenträger im Gesundheitswesen darstellen.


Der Leitfaden kann hier abgerufen werden: > https://www.thieme-connect.de/products/ ... eWuAWJIQn6

Quelle: Pressemitteilung vom 13.12.2019
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin
Pressestelle
Ansprechpartnerin Stephanie Balz
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 168
Fax: 0711 8931 167
E-Mail: balz@medizinkommunikation.org
https://www.dgem.de/pressemitteilungs-archiv-122019


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Ärzte Zeitung vom 17.12.2019:
Praktische Ernährungsmedizin
Neuer Leitfaden zur Ernährungstherapie

Was sollten Rheumatiker essen, was Diabetiker? Der neue Leitfaden zur Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) soll Orientierung in dem unübersichtlichen Fachgebiet geben. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test

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Siehe auch:
> Gesunde Ernährung - zahlreiche Veröffentlichungen informieren > viewtopic.php?f=6&p=111623#p111623
> Leitfaden zur Ernährungstherapie (LEKuP) - Veröffentlichung der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention … > viewtopic.php?f=6&t=23503
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) veröffentlicht

Beitrag von WernerSchell » 20.02.2020, 09:59

Pressekonferenz: Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP)
Orientierungshilfe für eine moderne ernährungsmedizinische Versorgung


Die Veranstaltung konnte aufgrund des Unwetters am vergangenen Montag, dem 10.02.2020 leider nicht stattfinden. Das LEKuP-Konsortium hat nun (aus organisatorischen Gründen) entschieden, die Pressekonferenz nicht nachzuholen.

Gern senden wir Ihnen heute die Pressemappe zur Veranstaltung, in der die eingeladenen Referenten den neuen Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) vorstellen. Sie erläutern wann eine besondere Ernährungstherapie erforderlich ist und ordnen die Integration von Ernährungstherapie in Behandlungsprogramme als gesundheitspolitische Aufgabe ein.

Sieben Fachgesellschaften und die von ihnen beauftragten Experten waren an der Entstehung von LEKuP beteiligt. Auf Grundlage evidenzbasierter Leitlinien haben sie erstmalig eine aktuelle, praktische Anleitung für die Ernährungstherapie und Orientierungshilfe für die Verpflegung von Patienten und Heimbewohnern erstellt. LEKuP erschien im Dezember 2019.

Der Hintergrund ist folgender: Ernährung im Krankenhaus und in Pflegeheimen wird seit langem völlig vernachlässigt und lediglich als Kostenfaktor gesehen, obwohl sie einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit und Gesundung leistet und das Wohlbefinden der Patienten steigert. Dementsprechend kommt einer bedarfsgerechten und bedürfnisgerechten Verpflegung ein hoher Stellenwert zu. Der Leitfaden unterstützt die Ernährungstherapie von ambulanten und stationären Patienten. Er richtet sich an Ärzte, Verantwortliche für die Patientenverpflegung, wie Ernährungsfachkräfte, Träger von und Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Verantwortliche in den Küchen, im Service, in Therapie und der Pflege sowie an Kostenträger im Gesundheitswesen.

Erarbeitet wurde LEKuP in enger Zusammenarbeit der folgenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM), Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V. (BDEM), Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG), Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) und BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE).

Die Pressemappe sowie der Leitfaden für die Ernährungstherapie und Praxis (LEKuP) als pdf stehen auch als Download zur Verfügung.
Downloads
• Pressemappe zur Pressekonferenz zur Vorstellung des „Leitfadens Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“ (LEKuP) > https://www.dge.de/fileadmin/public/doc ... -LeKUP.pdf
• Leitfaden für die Ernährungstherapie und Praxis (LEKuP) > https://www.dge.de/fileadmin/public/doc ... -LEKuP.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 20.02.2020
Im Auftrag des LEKuP-Konsortiums
Dipl. oecotroph. Antje Gahl
Leitung Referat Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel.: +49 228 3776630
Fax: +49 228 377678630
gahl@dge.de

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Verbesserung der Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 04.03.2020, 07:34

Statement Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:

Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen wird seit langem völlig vernachlässigt und lediglich als Kostenfaktor gesehen, obwohl sie einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit und Gesundung leistet und das Wohlbefinden der Patienten steigert. Dementsprechend kommt einer bedarfsgerechten und bedürfnisgerechten Verpflegung ein hoher Stellenwert zu. Der neue Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) bietet Orientierungshilfe für eine moderne ernährungsmedizinische Versorgung.
Nach meinen Feststellungen behaupten aber die Einrichtungen meistens, die bestmögliche Ernährung bereits zu gewährleisten. Mängel werden in Abrede gestellt, positive Rückmeldungen der Bewohner und Patienten seien der Beleg dafür. - Hinzu kommt, dass die Pflegekräfte mangels ausreichender Stellendotierung überhaupt keine Zeit haben, sich um Ernährungsfragen zu kümmern.
Es erscheinen nach all dem dringend geeignete Aufsichtsmaßnahmen geboten, eine Verbesserung der Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen durchzusetzen! > viewtopic.php?f=6&t=23483&p=111652#p111652
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Bestimmte Ernährungsmuster können Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen vermeiden

Beitrag von WernerSchell » 02.07.2020, 06:42

Deutsches Ärzteblatt vom 01.07.2020:
Studie: Bestimmte Ernährungsmuster können Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen vermeiden

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Boston – Erwachsene, die häufig Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse verzehrten und die Aufnahme von rotem und verarbeitetem Fleisch und zucker­haltigen Getränken einschränkten, erkrankten in 3 großen US-Beobachtungsstudien seltener an Herzinfarkt, Schlaganfall oder allgemein an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie eine Analyse in JAMA Internal Medicine (2020; DOI: 10.1001/jamainternmed.2020.2176) ergab.
Während frühere Empfehlungen gerne die Bedeutung einzelner Nahrungsbestandteile wie die Meidung von Cholesterin, gesättigten Fettsäuren, raffinierten Kohlenhydraten oder Kochsalz in den Vordergrund gestellt haben, versuchen Wissenschaftler heute die Ernährung als Ganzes zu beurteilen. Dies geschieht mit Instrumenten, die einzelne Komponenten der Ernährung mit Punkten bewerten.
.... (weiter lesen unter) ... > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/33 ... 75-1ffpg53


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Siehe auch:
Was wir essen, wirkt sich darauf aus, ob wir gesund leben und wie lange. Mit guter Ernährung lassen sich viele Krankheiten verhindern. Sie ist das einfachste Rezept für ein hohes Alter. - Ein Video vom 28.04.2019 (26 Min.) - verfügbar bis 28.04.2024 - informiert.
Doch welche Lebensmittel sind hilfreich für uns? Warum ist es gut, wenn wir längere Essenspausen einlegen? Und sind Insekten die Nahrungsmittel der Zukunft? "sonntags" geht diesen Fragen nach und zeigt wertvolle und aktuelle Tipps von Experten auf.
• Zehn Kilogramm weniger dank Intervallfasten - Dr. Eckart von Hirschhausen verrät die Tricks
• Iss dich fit - Gesunde Ernährung als Schlüssel für ein langes, beschwerdefreies Leben?
• Isst Zustand - Was essen die Deutschen? Eine Bestandsaufnahme
• Gesundes Essen fängt beim Einkaufen an – Wie kaufe ich gut für mich und die Umwelt ein?
• Insekten - Essen der Zukunft?
Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntag ... n-100.html
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Studie: Übermäßige Zuckeraufnahme fördert Fettablagerungen am Herz

Beitrag von WernerSchell » 02.07.2020, 17:05

Deutsches Ärzteblatt vom 02.07.2020:
Studie: Übermäßige Zuckeraufnahme fördert Fettablagerungen am Herz
Minneapolis – Ein exzessiver Zuckerkonsum führt nicht nur zu Fettpolstern an den Hüften und im Bauchbereich. Eine prospektive Beobachtungsstudie an jungen Erwachsenen im European Journal of Preventive Cardiology (2020; DOI: 10.1177/2047487320931303) zeigt, dass auch das perikardiale Fettgewebe zunimmt, das als unabhängiger Risikofaktor für Herzkrankheiten eingestuft wird.
Wenn ein Mensch mehr Zucker aufnimmt, als der Stoffwechsel benötigt, kommt es innerhalb kurzer Zeit zur Bildung von freien Fettsäuren, die im Fettgewebe gespeichert werden. Die üblichen Depots sind das subkutane und das viszerale Fettgewebe. Fett wird jedoch auch in der Umgebung der Organe angelagert, beispielsweise des Herzmuskels. Kardiologen betrachten diese perikardialen Fettablagerungen als riskant, da in der Nachbarschaft die Koronargefäße verlaufen, deren Verkalkung eine wesentliche Ursache für Herzinfarkte ist.
... (weiter lesen unter) .... > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/33 ... 75-1ffs0nv
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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