Über- und Unterversorgung - Empfehlungen der DGG

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Streit um Sündensteuern - Das könnte die Zuckerdebatte befeuern

Beitrag von WernerSchell » 02.05.2019, 06:38

Ärzte Zeitung vom 02.05.2019:

Nanny State Index
Streit um Sündensteuern

Deutschland legt innerhalb der EU am wenigsten die regulatorischen Daumenschrauben an, wenn es um Prävention in puncto Alkohol, Tabak, E-Dampf und Zucker geht, so eine aktuelle Untersuchung. Das könnte die Zuckerdebatte befeuern. >>> http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test

Strategietag Zucker
Im Kampf gegen ungesunde Ernährung ist Eile geboten

Immer mehr adipöse Kinder – es muss etwas geschehen. Hamburg hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, aber auch die Bundesebene ist gefordert. >>> http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Gegen Zucker wie gegen Rauchen vorgehen!

Beitrag von WernerSchell » 06.06.2019, 06:15

Ärzte Zeitung vom 06006.2019:
UK-Denkfabrik
Gegen Zucker wie gegen Rauchen vorgehen!

Gegen Lebensmittel mit hohem Zucker-Gehalt sollte ähnlich entschlossen vorgegangen werden wie gegen das Rauchen. Das fordert eine britische Denkfabrik. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Beim Thema Zucker endet der Konsens

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2019, 06:23

Ärzte Zeitung vom 07.06.2019:
Gesundheitsministerkonferenz
Beim Thema Zucker endet der Konsens

Die Gesundheitsminister der Länder wollen mehr junge Erwachsene zur Masernimpfung bewegen – und bitten den Bund um Hilfe. Uneins war sich die Konferenz in der Frage, wie der Zuckerkonsum reduziert werden soll. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Was hilft am besten gegen zu viel Zucker in Getränken?

Beitrag von WernerSchell » 12.06.2019, 17:33

Was hilft am besten gegen zu viel Zucker in Getränken?
Karies, Diabetes, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit – Getränke mit hohem Zuckergehalt sind für diese Krankheiten ein zentraler Faktor. Wie kriegt man eine Gesellschaft aber dazu, gesündere Getränke zu trinken? Eine aktuelle wissenschaftliche Meta-Studie hat verschiedene Methoden miteinander verglichen. Am erfolgversprechendsten sind leicht verständliche Kennzeichnungen. Zum Beispiel die Ampel-Kennzeichnung: Rot – besonders viel Zucker, Grün – wenig Zucker. Sie wird bereits erfolgreich in Großbritannien eingesetzt. Oder Smileys oder Emojis – sie können auch Kinder leicht verstehen. Eine der am wenigsten erfolgreichen Maßnahmen: die Methode, auf die Bundesministerin Julia Klöckner setzt – die freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie, Zucker zu reduzieren. Quarks-Reporterin Sabrina Loi über wissenschaftliche Erkenntnisse und politisches Handeln | audio > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... r-100.html

Mehr:
"Wie schädlich ist Zucker?" – ein quarks.de-Beitrag von heute | quarks.de > https://www.quarks.de/gesundheit/ernaeh ... st-zucker/
"Zucker – 7 Dinge, die Sie wissen sollten" – eine Quarks-Sendung vom 08.12.2015 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... n-100.html

Quelle: Mitteilung vom 12.06.2019
Quarks-Team
quarks@wdr.de
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Versteckter Zucker: Achtung, hier sind 75 Zuckerfallen!

Beitrag von WernerSchell » 20.07.2019, 06:30

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Versteckter Zucker: Achtung, hier sind 75 Zuckerfallen!
Nicht wenige Lebensmittel sind mit ihrem versteckten Zucker heimliche Zuckerbomben. Wir nennen die größten Zuckerfallen und die Zutatenlisten-Begriffe, hinter denen sich ebenfalls Zucker verbirgt.
von Jochen Harberg
Inhalt
Wie viel Zucker ist okay? > https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesun ... tml#topic1
Versteckter Zucker: 20 "gefährliche" Lebensmittel > https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesun ... tml#topic2
Was ist mit Zuckeraustauschstoffen? > https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesun ... tml#topic3
7 weitere wichtige Zucker-Artikel von FIT FOR FUN > https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesun ... tml#topic4

... (weiter lesen unter) ... > https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesun ... 13833.html

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Siehe auch unter >>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 70#p107370
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Gesundheitsproblem: Mangelernährung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen

Beitrag von WernerSchell » 10.10.2019, 09:08

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Gesundheitsproblem: Mangelernährung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen
Auswertung der nutritionDay-Daten für den 14. DGE-Ernährungsbericht zeigt Handlungsbedarf

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(dge) In deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind bis zu 30 % der Patienten und bis zu 25 % der Bewohner mangelernährt. Dies ergab die Auswertung der nutritionDay-Daten, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) als Vorveröffentlichung zum 14. DGE-Ernährungsbericht1 herausgibt.
Während international zahlreiche Studien zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen vorliegen, ist die Datenlage in Deutschland spärlich. Ziel des von der DGE und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) gemeinsam initiierten und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Vorhabens für den 14. DGE-Ernährungsbericht war es daher, die Ernährungssituation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen zu bewerten und international zu vergleichen. Dafür wurden die von 2006 bis 2018 erhobenen nutritionDay-Daten zur Häufigkeit von Mangelernährung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen in Kliniken und Pflegeheimen in Deutschland erstmals systematisch ausgewertet. „Die Ergebnisse zeigen deutlich Handlungsbedarf auf. Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind dringend erforderlich, um der Entwicklung von Mangelernährung vorzubeugen und bestehende Ernährungsprobleme angemessen zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie hat das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit nutritionDay Wien, DGEM und DGE durchgeführt.

Defizite bei Ernährungsstrukturen und Fachkompetenz
Im europäischen Vergleich schneiden deutsche Einrichtungen hinsichtlich standardmäßig vorhandener Ernährungsstrukturen deutlich schlechter ab: 2018 verfügten nur 10 % der deutschen Kliniken und 30 % der Pflegeheime über eine Diätassistenz, in den anderen teilnehmenden Ländern Europas waren es 63 % und 86 %. Ein Ernährungsteam bzw. eine Ansprechperson für Ernährung gab es in 58 % der Kliniken und 45 % der teilnehmenden Wohnbereiche in Pflegeheimen in Deutschland, in Europa waren es 82 % bzw. 71 %. Dabei zeigte sich, dass Ernährungsmaßnahmen wie die Gabe von angereicherter Kost oder Trinknahrung deutlich häufiger ergriffen wurden, wenn Ernährungsfachkräfte verfügbar und ein routinemäßiges Screening auf Mangelernährung etabliert waren. Ernährungsmaßnahmen wurden zwar mit zunehmender Schwere der Mangelernährung häufiger eingesetzt, dennoch erhielt selbst bei schwerer Mangelernährung nur ein Teil der Betroffenen eine Intervention. Mit abnehmender Essmenge und mit schlechter werdendem Ernährungszustand nahmen die Mortalität und im Krankenhaus auch die weitere Aufenthaltsdauer zu. Ein Viertel der teilnehmenden Stationen führte klinische Ernährung ohne Richtlinien oder Standards durch. Da am nutritionDay vermutlich vor allem ernährungsmedizinisch interessierte und engagierte Institutionen teilnehmen, ist davon auszugehen, dass sich die Situation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen insgesamt noch schlechter darstellt.

Dringend notwendig: Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung
Um die Ernährungsversorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu verbessern, empfehlen die Autoren ernährungsmedizinische Leitlinien und Standards flächendeckend zu implementieren und umzusetzen. Die routinemäßige Erfassung der Ernährungssituation bei Klinikaufnahme sollte flächendeckend erfolgen, um Mangelernährung bzw. das Risiko dafür zu identifizieren. Um eine gute ernährungsmedizinische Versorgung sicherzustellen, ist qualifiziertes Personal – von ernährungsmedizinisch ausgebildeten Ärzten über Pflegekräfte bis zur Diätassistenz und interdisziplinären Ernährungsteams – in jeder Einrichtung in ausreichendem Umfang zwingend notwendig. Die ernährungsmedizinische Fachkompetenz ist auszubauen, z. B. indem ernährungsmedizinische Inhalte stärker in die Ausbildung von Gesundheitsberufen integriert werden. Als Grundvoraussetzung für eine bedarfsdeckende Ernährung muss ein hochwertiges, attraktives Essensangebot in Kliniken und Pflegeheimen zum Standard jeder Institution gehören. Das beinhaltet auch texturmodifizierte Kostformen sowie angereicherte Mahlzeiten mit hoher Energie- und Nährstoffdichte, um Menschen mit Mangelernährung bzw. Risiko für Mangelernährung eine ausreichende Energie- und Nährstoffaufnahme zu ermöglichen.

Für den 2020 erscheinenden 14. DGE-Ernährungsbericht stellt die DGE vorab die Ergebnisse einzelner BMEL-geförderter Forschungsvorhaben mit besonderer Aktualität vor. Das Kapitel 2 „Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland“ ist als Vorveröffentlichung zum 14. DGE-Ernährungsbericht online verfügbar.

Hintergrundinformationen
Die DGE erstellt den DGE-Ernährungsbericht alle vier Jahre im Auftrag des BMEL. Die wissenschaftsbasierten DGE-Ernährungsberichte beschreiben und bewerten die Entwicklung der Ernährungssituation in Deutschland. Der Bundes-regierung dienen die Forschungsergebnisse und Aussagen als Entscheidungs-hilfe für ihre gesundheits- und ernährungspolitischen Maßnahmen. Weitere In-formationen zu den DGE-Ernährungsberichten sind in einem FAQ-Papier zu-sammengestellt.

Der nutritionDay ist ein weltweit durchgeführtes Projekt zur Sensibilisierung für das Thema Mangelernährung in Kliniken und Pflegeheimen. Seit über 10 Jahren findet jährlich eine Fragebogenerhebung statt, die einen Überblick über die Ernährungsversorgung in den teilnehmenden Einrichtungen gibt und einen nati-onalen und internationalen Vergleich ermöglicht. Der Termin für den nächsten nutritionDay ist der 7. November 2019. Weitere Informationen zum nutritionDay-Projekt und die Möglichkeit zur Teilnahme gibt es unter www.nutritionday.org.
1Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): 14. DGE-Ernährungsbericht – Vorveröffentlichung Kapitel 2. Bonn (2019); https://www.dge.de/14-dge-eb/vvoe/kap2
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Den Pressetext finden Sie unter:
https://www.dge.de/presse/pm/gesundheit ... egeheimen/
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Für Rückfragen der Redaktion kontaktieren Sie bitte:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Autorin:Astrid Donalies
www.dge.de/presse/kontakt/
DGE (Presseinfos) im Internet:
https://www.dge.de
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Quelle: Pressemitteilung vom 10.10.2019
Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: +49 228 / 3776-600
Telefax: +49 228 / 3776-800
Geschäftsführerin: Dr. Kiran Virmani

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Deutsches Ärzteblatt vom 10.10.2019:
Kritik an gravierender Fehl- und Mangelernährung in Kliniken und Pflegeheimen
Bonn – Deutliche Verbesserungen bei der Ernährung in Krankenhäusern und Pflegeheimen fordert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Der Grund: In deutschen Kliniken seien bis 30 Prozent der Patienten und in Pflegeheimen bis zu 25 Prozent der... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/30 ... 975-pz66qk
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Mangelernährung in Kliniken und Pflegeheimen: BVMed sieht dringenden Handlungsbedarf

Beitrag von WernerSchell » 15.10.2019, 09:54

BVMed-Pressemeldung 84/19
https://www.bvmed.de/mangelernaehrung-i ... ungsbedarf


Mangelernährung in Kliniken und Pflegeheimen: BVMed sieht dringenden Handlungsbedarf

Berlin | Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, sieht beim Thema Mangelernährung in Kliniken und Pflegeheimen dringenden Handlungsbedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat jüngst festgestellt, dass in deutschen Kliniken bis zu 30 Prozent der Patienten und in Pflegeheimen bis zu 25 Prozent der Bewohner mangelernährt sind. "Diese Zahlen sind alarmierend und bestätigen das, was Ernährungsexperten seit Langem sagen. Wir müssen uns dem Thema verstärkt widmen. Wir benötigen ein verpflichtendes Ernährungsscreening in Kliniken und Pflegeheimen und die Einführung verbindlicher Qualitätskriterien in den Versorgungsprozess. Enterale Ernährungstherapien können dabei einen wichtigen Beitrag leisten", sagte BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Die Zahlen stammen aus einer Auswertung der DGE und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) für den im nächsten Jahr erscheinenden 14. DGE-Ernährungsbericht. Dieser Bericht erscheint alle vier Jahre im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Fachgesellschaften haben die Auswertung zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen jetzt vorab veröffentlicht (siehe Deutsches Ärzteblatt vom 10. Oktober 2019, www.aerzteblatt.de/nachrichten/106592) (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106592). Laut der Untersuchung schneiden deutsche Einrichtungen hinsichtlich standardmäßig vorhandener Ernährungsstrukturen im europäischen Vergleich schlecht ab: 2018 verfügten nur 10 Prozent der deutschen Kliniken und 30 Prozent der Pflegeheime über eine Diätassistenz. In den anderen teilnehmenden Ländern Europas waren es 63 Prozent und 86 Prozent.

Der BVMed sieht es positiv, dass das wichtige Thema der Mangelernährung von der DGE aufgegriffen wurde. Damit wird ein in Fachkreisen bekannter, aber sonst eher ignorierter Tatbestand aufgegriffen und aufgearbeitet. Die DGE stellt dabei positive Effekte für das Patientenwohl fest, wenn sich Einrichtungen des Themas annehmen und Verbesserungen anstreben.

Der BVMed betonte dabei den Nutzen von enteralen Ernährungstherapien. Mit rechtzeitig eingeleiteten ernährungstherapeutischen Maßnahmen können der Ernährungs- und Allgemeinzustand verbessert und eine Mangelernährung verhindert werden. Die häufigsten Gründe für einen therapiebedürftigen Ernährungszustand sind ein erhöhter Nährstoffbedarf, beispielsweise bei Krebserkrankungen oder chronischen Erkrankungen, und die gleichzeitig unzureichende Nährstoffaufnahme. Eine Mangelernährung schwächt das Immunsystem, führt zu Muskelabbau und somit zum Verlust wichtiger motorischer Fähigkeiten. Dies wiederum kann Folgeerkrankungen nach sich ziehen oder den Heilungsprozess insgesamt verzögern. Speziell bei Kindern ist die enterale Ernährungstherapie auch unter dem Aspekt der körperlichen und geistigen Entwicklung durchzuführen. "Trink- und Sondennahrungen müssen also an die spezielle Krankheitssituation des Patienten angepasst sein. Denn nur wenn die individuelle Entwicklungssituation und die Stoffwechselfunktion berücksichtigt werden und die Nahrung auch resorbiert werden kann, erfüllt sie ihren therapeutischen Zweck", so die BVMed-Experten vom Fachbereich Künstliche Ernährung.

Der BVMed weist zudem auf den wichtigen Beitrag hin, den Homecare-Unternehmen im Rahmen der medizinischen enteralen Ernährung leisten können. Homecare-Unternehmen ermöglichen den Patienten eine individuelle und fachgerechte Versorgung mit enteraler Nahrung in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung. Ziel der Homecare-Versorgung ist es, den betroffenen Patienten zu Hause ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Von der Unterstützung und dem Schnittstellenmanagement der Homecare-Unternehmen können Patienten, deren Angehörige und Ärzte profitieren.

Um Mangel- und Unterernährung beherrschbar zu machen, unterstützt der BVMed die DGE-Forderung nach einem obligatorischen Ernährungsscreening in Kliniken und Pflegeheimen. Außerdem plädiert der BVMed für die Einführung verbindlicher Qualitätskriterien in den Versorgungsprozess sowie für die Versorger. Trotz eines gesetzlichen Auftrags habe der GKV-Spitzenverband noch immer keine Qualifikationsanforderungen an sonstige Leistungserbringer definiert, die mit enteraler Ernährung versorgen. Hier sieht der BVMed konkreten Handlungsbedarf, solche Präqualifizierungs-Anforderungen zu definieren. Der BVMed hat hierzu dem GKV-Spitzenverband bereits konkrete Vorschläge übermittelt.

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Pressetext online unter:
https://www.bvmed.de/mangelernaehrung-i ... ungsbedarf

Pressearchiv:
https://www.bvmed.de/pressemeldungen

V.i.S.d.P.:
Manfred Beeres M.A.
Leiter Kommunikation/Presse
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie Reinhardtstr. 29 b D - 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 246 255-20
Fax: +49 (0)30 246 255-99
E-Mail: beeres@bvmed.de
Internet: http://www.bvmed.de
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Wissenschaftler fordern Zuckerabgabe auf Softdrinks

Beitrag von WernerSchell » 27.10.2020, 13:28

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3. Zuckerreduktionsgipfel: Wissenschaftler fordern Zuckerabgabe auf Softdrinks

- Großbritannien erreicht mit Softdrinksteuer Zuckersenkung um 34 Prozent in 2 Jahren
- Freiwillige Senkung in Deutschland ist bisher minimal


Anlässlich des 3. Zuckerreduktionsgipfels fordert die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten DANK verbindliche Maßnahmen gegen den hohen Konsum gezuckerter Softdrinks in Deutschland. „Freiwillige Vereinbarungen zeigen bei Softdrinks eine zu geringe Wirkung“, sagt DANK-Sprecherin Barbara Bitzer, „es braucht daher eine Abgabe, um die Hersteller zu mehr Innovation zu bewegen.“ Großbritannien ist es mit einer solchen Softdrinksteuer gelungen, den durchschnittlichen Zuckergehalt in Softdrinks binnen 2 Jahren um durchschnittlich 34 Prozent zu senken (1). „Wir brauchen eine solche Maßnahme endlich auch in Deutschland zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.“

In Deutschland sieht die Nationale Reduktionsstrategie für Softdrinks eine weniger als halb so starke Zuckerreduktion vor, wie sie Großbritannien bereits erreicht hat. Bis 2025 soll der Zuckergehalt hierzulande nur um durchschnittlich 15 Prozent sinken. Viele Softdrinks werden auch danach noch deutlich zu viel Zucker enthalten. Bedeutsam ist auch nicht nur der Durchschnittswert, sondern welches Angebot der Kunde insgesamt zur Verfügung hat und was real gekauft wird. Beides verbessert sich nachweislich durch eine Zuckersteuer.

So ist in Portugal durch eine Steuer das Angebot an stark gezuckerten Produkten von zuvor 60,9 Prozent auf 36,8 Prozent aller Softdrinks gesunken (2). In Großbritannien hat sich der Absatz von mittel und stark gezuckerten Getränken durch die Softdrinksteuer halbiert. Zugleich ist der Verkauf von Wasser und zuckerarmen Getränken um 40 Prozent gestiegen. Die Mehrzahl der britischen Getränkehersteller sieht mittlerweile positive Auswirkungen der Zuckersteuer auf ihr Unternehmen – sie verkaufen mehr neue, zuckerärmere Produkte. Auch Deutschland sollte daher das große gesundheitsfördernde Potential einer Softdrinksteuer nutzen.

Literatur:

(1) Bandy KL et al: Reductions in sugar sales from soft drinks in the UK from 2015 to 2018. BMC Medicine (2020) 18:20: https://doi.org/10.1186/s12916-019-1477-4
(2) Goiana da Silva F et al. (2018): The future of the sweetened beverages tax in Portugal. Lancet Public Health 3 (12): https://doi.org/10.1016/S2468-2667(18)30240-8

Kontakt:

Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
c/o Deutsche Diabetes Gesellschaft
Barbara Bitzer (Sprecherin)
Albrechtstraße 9, 10117 Berlin
Telefon 030 / 3 11 69 37 0
Telefax 030 / 3 11 69 37 20
E-Mail info@dank-allianz.de

Pressestelle Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Christina Seddig
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-652, Fax: 0711 8931-167
seddig@medizinkommunikation.org

Quelle: Pressemitteilung vom 27.10.2020
Christina Seddig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten
https://idw-online.de/de/news756575
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Wissenschaftler fordern Zuckerabgabe auf Softdrinks

Beitrag von WernerSchell » 27.10.2020, 13:29

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3. Zuckerreduktionsgipfel: Wissenschaftler fordern Zuckerabgabe auf Softdrinks

- Großbritannien erreicht mit Softdrinksteuer Zuckersenkung um 34 Prozent in 2 Jahren
- Freiwillige Senkung in Deutschland ist bisher minimal


Anlässlich des 3. Zuckerreduktionsgipfels fordert die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten DANK verbindliche Maßnahmen gegen den hohen Konsum gezuckerter Softdrinks in Deutschland. „Freiwillige Vereinbarungen zeigen bei Softdrinks eine zu geringe Wirkung“, sagt DANK-Sprecherin Barbara Bitzer, „es braucht daher eine Abgabe, um die Hersteller zu mehr Innovation zu bewegen.“ Großbritannien ist es mit einer solchen Softdrinksteuer gelungen, den durchschnittlichen Zuckergehalt in Softdrinks binnen 2 Jahren um durchschnittlich 34 Prozent zu senken (1). „Wir brauchen eine solche Maßnahme endlich auch in Deutschland zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.“

In Deutschland sieht die Nationale Reduktionsstrategie für Softdrinks eine weniger als halb so starke Zuckerreduktion vor, wie sie Großbritannien bereits erreicht hat. Bis 2025 soll der Zuckergehalt hierzulande nur um durchschnittlich 15 Prozent sinken. Viele Softdrinks werden auch danach noch deutlich zu viel Zucker enthalten. Bedeutsam ist auch nicht nur der Durchschnittswert, sondern welches Angebot der Kunde insgesamt zur Verfügung hat und was real gekauft wird. Beides verbessert sich nachweislich durch eine Zuckersteuer.

So ist in Portugal durch eine Steuer das Angebot an stark gezuckerten Produkten von zuvor 60,9 Prozent auf 36,8 Prozent aller Softdrinks gesunken (2). In Großbritannien hat sich der Absatz von mittel und stark gezuckerten Getränken durch die Softdrinksteuer halbiert. Zugleich ist der Verkauf von Wasser und zuckerarmen Getränken um 40 Prozent gestiegen. Die Mehrzahl der britischen Getränkehersteller sieht mittlerweile positive Auswirkungen der Zuckersteuer auf ihr Unternehmen – sie verkaufen mehr neue, zuckerärmere Produkte. Auch Deutschland sollte daher das große gesundheitsfördernde Potential einer Softdrinksteuer nutzen.

Literatur:

(1) Bandy KL et al: Reductions in sugar sales from soft drinks in the UK from 2015 to 2018. BMC Medicine (2020) 18:20: https://doi.org/10.1186/s12916-019-1477-4
(2) Goiana da Silva F et al. (2018): The future of the sweetened beverages tax in Portugal. Lancet Public Health 3 (12): https://doi.org/10.1016/S2468-2667(18)30240-8

Kontakt:

Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
c/o Deutsche Diabetes Gesellschaft
Barbara Bitzer (Sprecherin)
Albrechtstraße 9, 10117 Berlin
Telefon 030 / 3 11 69 37 0
Telefax 030 / 3 11 69 37 20
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Quelle: Pressemitteilung vom 27.10.2020
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Verbändebündnis fordert verbindliche Maßnahmen zur Zuckerreduktion

Beitrag von WernerSchell » 27.10.2020, 13:31

Verbändebündnis fordert verbindliche Maßnahmen zur Zuckerreduktion

(27.10.20) Der AOK-Bundesverband, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sowie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordern wirkungsvollere Maßnahmen von der Bundesregierung, um den hohen Zuckerkonsum in Deutschland in den Griff zu bekommen. Die Zwischenergebnisse der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten seien deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es zur Begründung. Der vom Ernährungsministerium bisher favorisierte Kurs freiwilliger Vereinbarungen mit Industrie und Handel sei unzureichend.

Weitere Informationen:
https://aok-bv.de/presse/pressemitteilu ... 24026.html

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Quelle: Pressemitteilung vom 27.10.2020
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
https://www.aok-bv.de
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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