Darmkrebs - Patienteninformationen ....

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Darmkrebsscreening startet

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2019, 16:18

Darmkrebsscreening startet

Es gibt sie schon länger, die Früherkennung und Vorsorge für Darmkrebs. Doch ab 2019 haben sich einige Dinge geändert: Männer haben dann bereits ab 50 Anspruch auf eine solche Untersuchung – Darmspiegelung oder immunologischer Stuhltest – und bekommen ab Juli eine persönliche Einladung per Post. Danach werden Männer und Frauen ab 55 Jahren angeschrieben. Das mit der Post ist neu und man erhofft sich davon mehr Teilnehmer. Denn obwohl Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern und Frauen in Deutschland ist, nutzen immer noch relativ wenige dieses Programm. Der häufigste Grund für die Nichtteilnahme am Darmkrebsscreening – Beschwerdefreiheit. Eine verbesserte Information scheint lebensnotwendig zu sein. Quarks-Reporterin Christina Sartori bewertet die Neuerungen | audio > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... t-100.html

Mehr:
"So funktioniert die Früherkennung von Darmkrebs " ein Quarks.de-Beitrag vom 24.09.2018 | quarks.de > https://www.quarks.de/gesundheit/medizi ... darmkrebs/
"Echte Krebsvorsorge gibt es bei Darmkrebs" ein Quarks-Beitrag vom 22.09.2017 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... s-104.html

Quelle: Mitteilung vom 03.04.2019
Quarks-Team - quarks@wdr.de
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Darmkrebsscreening für alle über 49

Beitrag von WernerSchell » 18.04.2019, 06:15

Ärzte Zeitung vom 18.04.2019:
Ab Karfreitag
Darmkrebsscreening für alle über 49

Ab dem 19. April können Ärzte die Darmkrebsfrüherkennung für alle gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren abrechnen. Männern ab 50 haben nun Anspruch auf zwei Koloskopien, Frauen weiterhin ab 55. Mindestabstand: zehn Jahre. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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DGVS ruft dazu auf, neue Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung zu nutzen

Beitrag von WernerSchell » 03.05.2019, 08:27

US-Studie: Unzureichende Früherkennung bei zwei Drittel der Darmkrebstoten
DGVS ruft dazu auf, neue Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung zu nutzen


Berlin, Mai 2019 – Mitte April 2019 sind die neuen Regelungen zur Darmkrebsfrüherkennung in Kraft getreten: Männer haben nun bereits ab dem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie. Ab Juli 2019 werden zusätzlich alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr von ihren Krankenkassen zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening eingeladen. Wie bedeutend die Früherkennung ist, zeigt eine aktuelle Auswertung von US-Daten: In etwa 76 Prozent der Darmkrebstodesfälle waren die Betroffenen zuvor überhaupt nicht oder nur unzureichend auf Darmkrebs gescreent worden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt daher, die erweiterten Früherkennungsangebote unbedingt zu nutzen.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 60 000 Menschen neu an Darmkrebs. Er ist hierzulande bei Frauen die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs sieht vor, dass Männer und Frauen zwischen 50 und 54 Jahren einmal jährlich einen immunologischen Test (iFOBT) auf okkultes, also nicht sichtbares, Blut im Stuhl von den Krankenkassen erstattet bekommen. Ab 55 Jahren haben Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf einen immunologischen Test, sofern sie keine Darmspiegelung durchführen lassen. Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode – mit der höchsten Sensitivität und Spezifität – zur Früherkennung von Darmkrebs. Neu ist, dass Männer nun bereits ab 50 Jahren, nicht mehr erst ab 55 Jahren, Anspruch auf die Vorsorgedarmspiegelung haben. Denn Männer erkranken häufig früher als Frauen. Frauen wird die Vorsorgedarmspiegelung ab dem Alter von 55 Jahren von den Krankenkassen erstattet. Die Untersuchung sollte alle zehn Jahre wiederholt werden. „Dank der Verabreichung eines Beruhigungsmittels verläuft eine Darmspiegelung völlig stress- und schmerzfrei. Sie wird ambulant durchgeführt, und der Patient wird zu Beginn der Untersuchung in einen Dämmerschlaf versetzt, aus dem er erst nach Abschluss der Untersuchung wieder geweckt wird“, sagt Professor Dr. med. Christian Trautwein, Mediensprecher der DGVS und Direktor der Medizinischen Klinik III der RWTH Aachen.

Wie wichtig die regelmäßige Darmkrebsfrüherkennungsuntersuchung ist, zeigen erneut Zahlen aus den USA: Bei der Auswertung von 1750 Darmkrebstodesfällen in Kalifornien stellte sich heraus, dass etwa zwei Drittel der Verstorbenen keine ausreichende Darmkrebsfrüherkennung durchlaufen hatten. Etwa 34 Prozent hatten nie an einem Screening per Koloskopie oder Bluttest teilgenommen. Weitere 33 Prozent hatten Früherkennungsangebote wahrgenommen, diese dann aber nicht in den empfohlenen Abständen wiederholt. Etwa acht Prozent hatten auffällige Testergebnisse nicht weiter abklären lassen. Demgegenüber hatten rund 24 Prozent der an Darmkrebs Verstorbenen die Früherkennung leitliniengereicht durchgeführt. Grund für den tödlichen Ausgang ihrer Erkrankung könnte etwa sein, dass Tests falsch-negative Ergebnisse lieferten, so die Vermutung der Autoren. In der Untersuchung berücksichtigt wurden Menschen im Alter zwischen 55 und 90 Jahren, die zwischen 2006 und 2012 an Darmkrebs verstorben waren.

„Kaum ein anderes Früherkennungsprogramm ist so wichtig und effizient wie die Darmkrebsfrüherkennung mit immunologischem Test und Koloskopie“, sagt PD Dr. med. Christian Pox, Chefarzt der Medizinischen Klinik St. Joseph-Stift-Bremen, einer der Koordinatoren der DGVS-Leitlinie Kolorektales Karzinom. Darmkrebs wächst sehr langsam, meist über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Während einer Darmspiegelung erkennt der Arzt Krebsvorstufen oder Polypen, aus denen sich ein bösartiger Tumor entwickeln kann und entfernt diese, bevor der Krebs überhaupt entsteht. „Das Deutsche Krebsforschungszentrums hat für Deutschland berechnet, dass durch das Darmkrebs-Screening hierzulande zwischen 2003 und 2012 etwa 180 000 Darmkrebserkrankungen verhindert wurden“, so Pox. Diese Erfolge zeigten, wie richtig der eingeschlagene Weg einer umfassenden Darmkrebsfrüherkennung sei. „Wir appellieren daher mit Nachdruck, diese wichtige und kostenfreie Untersuchung wahrzunehmen“, so DGVS-Mediensprecher Trautwein.

Quellen:
-Gemeinsamer Bundesausschuss GBA, Pressemitteilung „Organisiertes Darmkrebsscreening startet“, 18.4.2019. https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/791/
-Doubeni CA et al. Modifiable Failures in the Colorectal Cancer Screening Process and Their Association With Risk of Death. Gastroenterology 2019; 156:63–74, https://doi.org/10.1053/j.gastro.2018.09.040

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) wurde 1913 als wissenschaftliche Fachgesellschaft zur Erforschung der Verdauungsorgane gegründet. Heute vereint sie mehr als 6000 Ärzte und Wissenschaftler aus der Gastroenterologie unter einem Dach. Die DGVS fördert sehr erfolgreich wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und Fortbildungen und unterstützt aktiv den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein besonderes Anliegen ist der DGVS die Entwicklung von Standards und Behandlungsleitlinien für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane – zum Wohle des Patienten

Quelle: Pressemitteilung vom 03.05.2019
Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V.
Pressestelle
Juliane Pfeiffer
Tel.: 0711 8931-693
Fax: 0711 8931-167
pfeiffer@medizinkommunikation.org
www.dgvs.de
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Neue Erkenntnisse zum Zusammenhang von Übergewicht und Krebs

Beitrag von WernerSchell » 21.05.2019, 10:47

Medizinische Universität Innsbruck

Neue Erkenntnisse zum Zusammenhang von Übergewicht und Krebs

Übergewicht erhöht das Risiko für Dickdarm- oder Gebärmutterkrebs. Geht es nach einer neuen Studie der Medizinischen Universität Innsbruck muss dieser oft bestätigte Zusammenhang nun unter neuen Vorzeichen gesehen werden. Das Team um den Medizin-Statistiker Hanno Ulmer konnte nachweisen, dass der bei Übergewicht erhöhte und für die Insulinresistenz maßgebliche TyG (Triglyzerid-Glukose)-Index zwar das Risiko für Tumoren im Verdauungstrakt, nicht aber das Risiko für gynäkologische Krebsformen erklärt.

„Endometriumkrebs hat nichts mit hohen Blutfett- und Zuckerwerten zu tun“. Das ist die überraschende, der gängigen Lehrmeinung widersprechende Erkenntnis einer soeben im International Journal of Epidemiology veröffentlichen multizentrischen Kohortenstudie unter der Leitung von Hanno Ulmer und Josef Fritz von der Sektion für Medizinische Statistik und Informatik der Medizinischen Universität Innsbruck, die im Rahmen des europäischen Kooperationsprojektes Me-Can (Metabolic syndrome and Cancer) durchgeführt wurde. Die Ergebnisse werden außerdem auf der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO 2019) Anfang Juni in Chicago vorgestellt.

TyG-Index als geeigneter Vermittler
Metabolische Faktoren wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte oder Insulinresistenz wurden mit Krebserkrankungen bereits in Zusammenhang gebracht. So stehen gastrointestinale Krebsformen wie Dickdarm, Leber- und Nierenkrebs, aber auch die Entstehung gynäkologischer Tumoren mit Übergewicht und der damit assoziierten Insulinresistenz in Verbindung. In der Innsbrucker Studie wurden die Daten von über 500.000 Proband*innen aus sechs europäischen Kohorten zusammengefasst und analysiert, die durchschnittlich 17 Jahre lang im Hinblick auf deren Lebensstil und auftretende Krebserkrankungen beobachtet wurden. In diesem Zeitraum kam es zu 16.000 bekanntermaßen mit Übergewicht assoziierten Krebsfällen, wie Darm-, Leber-, Nieren-, Pankreas- und Gallenblasenkrebs (gastrointestinale Tumoren) sowie Gebärmutter- und Eierstockkrebs und post-menopausalem Brustkrebs (gynäkologische Tumoren).
„Um mögliche kausale Zusammenhänge darstellen zu können, haben wir uns einer neuen Kennzahl bedient, dem TyG-Index. Dieser spezielle Stoffwechsel-Marker ist das Produkt aus Triglyzeriden und Glukose und somit ein einfach verfügbares Maß für die Insulinresistenz, das zudem in hohem Maß mit dem Goldstandard zur Bestimmung der Insulinresistenz, dem Clamp-Test, übereinstimmt“, erklären die federführenden Studienautoren Josef Fritz und Hanno Ulmer. Die Insulinresistenz, also die verminderte Sensitivität der Körperzellen auf das Hormon Insulin und Vorstufe von Diabetes Typ II, wird in Fachkreisen als Erklärung für die Verbindung von Übergewicht und Krebs diskutiert. Denn das Wachstums-stimulierende Hormon Insulin regt die Zellteilung an und kann somit auch das Tumorwachstum begünstigen.

Bestätigung für Darmkrebs, Gegenbeweis bei Gebärmutterkrebs
Übergewicht ist häufig mit erhöhten Triglyzerid- und Glukosewerten assoziiert. „Die Ergebnisse unserer multizentrischen Kohortenstudie belegen“, so Ulmer, „dass ein hoher TyG-Index signifikant mit einem erhöhten Risiko für gastrointestinale Tumoren korreliert. Dazu kommt, dass der TyG-Index auch zu circa 25 Prozent den Einfluss von Übergewicht auf die Krebsentstehung erklärt.“ Die Innsbrucker Forscher können somit eine nachdrückliche Bestätigung für den krebsfördernden Einfluss von Übergewicht auf Leber-, Nieren-, Pankreas- und Dickdarmkrebs erbringen.
Eine zweite Erkenntnis aus der Studie sorgt jedoch für Überraschung. Entgegen der in der medizinischen Literatur vertretenen Ansicht, wonach die Wahrscheinlichkeit, ein Endometriumkarzinom oder post-menopausalen Brustkrebs zu entwickeln, bei Frauen mit einer Insulinresistenz deutlich erhöht ist, konnte das Team um Ulmer diesen Zusammenhang nicht bestätigen. „Gynäkologische Krebsarten sind zwar mit Übergewicht assoziiert, jedoch nicht mit dem TyG-Index erklärbar. Das heißt: erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte stehen in keinem kausalen Zusammenhang mit der Entstehung gynäkologischer Tumoren. Der Einfluss der Östrogene auf das Krebsgeschehen dürfte also doch größer sein, als angenommen“, schließt Ulmer.

Metabolisches Syndrom und Krebs
Im Rahmen des Me-Can (Metabolic syndrome and Cancer)-Projektes analysieren Forscher*innen um Hanno Ulmer, Leiter der Sektion für Medizinische Statistik und Informatik an der Medizinischen Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit Wissenschafter*innen aus Norwegen und Schweden seit 2006 systematisch relevante Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren und der Entstehung von Tumoren. Die statistischen Analysen basieren auf Daten von über 550.000 Erwachsenen, die in den Jahren von 1972 bis 2006 in Österreich, Schweden und Norwegen gesammelt wurden. Der österreichische Datenbeitrag stammt dabei aus den vom Arbeitskreis für Vorsorge und Sozialmedizin im Rahmen des Vorarlberg Health Monitoring and Promotion Programmes (VHM&PP) seit über 25 Jahren systematisch dokumentierten Gesundenuntersuchungen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanno Ulmer
Sektion für Medizinische Statistik und Informatik
Tel.: +43 512 9003 72900
E-Mail: Hanno.Ulmer@i-med.ac.at

Originalpublikation:
https://doi.org/10.1093/ije/dyz053

Weitere Informationen:
https://www.i-med.ac.at/pr/presse/2019/24.html [Pressebild zum Download]

Quelle: Pressemitteilung vom 21.05.2019
Doris Heidegger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Universität Innsbruck
https://idw-online.de/de/news716054
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Bilder aus dem Darm - Kapsel-Endoskopie wird einfacher

Beitrag von WernerSchell » 02.09.2019, 06:12

Ärzte Zeitung vom 02.09.2019:
Bilder aus dem Darm
Kapsel-Endoskopie wird einfacher

Größerer Bildausschnitt, schärfere Bilder und eine effizientere Auswertung – das verspricht eine Kapsel zur endoskopischen Untersuchung des Dünndarms, die das Fraunhofer IZM nun vorgestellt hat. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Darmspiegelung: Risiken nehmen im Alter zu

Beitrag von WernerSchell » 23.09.2020, 16:57

NDR - Visite

Darmspiegelung: Risiken nehmen im Alter zu

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Sie ist eine Erfolgsgeschichte in der Medizin: Mit der Darmspiegelung entdecken und behandeln Ärzte Krebs schon im Vorstadium, also bevor er ausbricht. Sie hat schon viele Leben gerettet, Komplikationen sind eher selten. Und doch birgt die Koloskopie - besonders im fortgeschrittenen Alter - einige Risiken und Nebenwirkungen.

Im Alter höhere Komplikationsrate nach Darmspiegelung
Eine kanadische Studie hat jetzt rund 38.000 Fälle ausgewertet. Das Ergebnis: Die Komplikationsrate ist bei über 75-Jährigen mehr als doppelt so hoch wie bei Jüngeren. In 30 Tagen nach der Darmspiegelung mussten 2,6 Prozent der unter 75-Jährigen wegen gravierender Komplikationen im Krankenhaus behandelt werden, bei den über 75-Jährigen waren es 6,8 Prozent. Komplikationen können sein:
Blutungen nach der Koloskopie
Durchstoßen der Darmwand
Übertritt von Mageninhalt in die Atemwege
Narkose-Unverträglichkeit
Herz-Kreislauf-Probleme

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko:
Adipositas
Rauchen
Lebererkrankungen

Darmspiegelung: Risiko und Nutzen abwägen

Quelle und weitere Informationen (u.a. Videobeitrag) > https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ng152.html
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