Krankenstände in Deutschland

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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Krankenstände in Deutschland

Beitrag von WernerSchell » 26.09.2018, 08:03

Krankenstände in Deutschland

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Der Deutsche Bundestag hat mit der Drucksache 19/4332 vom 14.09.2018 auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Krellmann, Susanne Ferschl, Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Krankenstände in Deutschland (> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/040/1904049.pdf ) geantwort.

Die Antwort ist unter folgender Adresse nachlesbar > http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/043/1904332.pdf

+++
Dazu informierte die Ärzte Zeitung am 21.09.2018:
Bundesregierung
Immer mehr Krankschreibungen

Der Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist zuletzt stark angestiegen. Die Regierung beziffert sogar den volkswirtschaftlichen Schaden. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr

+++
Die Rheinische Post berichtete am 21.09.2018:
Debatte um Arbeitsbedingungen
Krankmeldungen stark gestiegen

Berlin Von 2008 bis 2016 nahm der Krankenstand in Unternehmen und Behörden um 60 Prozent zu, danach ging er leicht zurück. Vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems plagen die Arbeitnehmer. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf 75 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.
... (weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/politik/deutschlan ... d-33152775
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Erwerbstätigkeit von Älteren - Defizite bei alternsgerechten Arbeitsbedingungen

Beitrag von WernerSchell » 01.10.2018, 06:02

Erwerbstätigkeit von Älteren in fast allen EU-Ländern deutlich gestiegen - Pressemitteilung Hans-Böckler-Stiftung
Aber weiter Defizite bei alternsgerechten Arbeitsbedingungen


Erwerbstätigkeit von Älteren in fast allen EU-Ländern deutlich gestiegen

In fast allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist die Erwerbsbeteiligung von Älteren in der letzten Dekade deutlich gewachsen. Besonders kräftig war die Zunahme in Deutschland, wo die Erwerbstätigenquote bei 55- bis 64-jährigen Männern zwischen 2005 und 2016 um rund 20 und unter Frauen in dieser Altersgruppe sogar um knapp 26 Prozentpunkte anstieg. Insgesamt waren in der Bundesrepublik 2016 knapp 69 Prozent der Älteren erwerbstätig (siehe auch die Infografik; Link unten). Starke Zuwächse gab es unter anderem auch in den Niederlanden, Italien, Österreich und Polen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie*.

Die Erwerbstätigkeit älterer Frauen stieg überall kräftiger an als die der Männer, doch in 25 Ländern legte auch diese zu. Lediglich in Griechenland, Zypern und Spanien arbeitete 2016 ein geringerer Anteil der Männer zwischen 55 und 64 als 2005 (siehe auch Abbildung 3 in der Studie; Link unten). Angesichts der heftigen Wirtschaftskrise, die zahlreiche EU-Länder in der Zwischenzeit durchliefen, zeige sich damit ein neuer, stabilerer Trend in der Beschäftigung Älterer, konstatieren die Studienautoren Prof. Dr. Martin Brussig und Arthur Kaboth vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Anders als in früheren Rezessionen wurden Ältere nicht mehr "bei hoher Arbeitslosigkeit vom Arbeitsmarkt verdrängt". Die von der Politik in vielen Ländern durchgesetzte Verlängerung der Lebensarbeitszeit wurde also auch durch die Krise nicht unterbrochen.

Gleichwohl ist die Erwerbstätigenquote der über 55-Jährigen in allen EU-Ländern weiterhin deutlich niedriger als die der Jüngeren. Die Differenz reicht von rund 10 Prozent in Schweden und etwa 15 Prozent in Dänemark oder Deutschland bis zu mindestens 30 Prozent in vielen osteuropäischen Ländern sowie in Frankreich, Österreich, Belgien und Luxemburg (Abbildung 4 in der Studie). Das für 2010 festgelegte "Lissabon-Ziel" der EU von mindestens 50 Prozent Erwerbstätigenquote unter Älteren erreichten bei den Männern im Jahr 2016 24 Mitgliedsstaaten (2005: 16). Lediglich Luxemburg, Griechenland, Kroatien und Slowenien lagen darunter. In Deutschland betrug die Quote bei Männern knapp 74 Prozent. Deutlich schlechter fällt die Bilanz bei den Frauen aus: Trotz oft relativ kräftiger Zuwächse erfüllten 2016 hier lediglich zehn EU-Länder die 50-Prozent-Quote (2005: vier). In Deutschland waren 63,5 Prozent der Frauen zwischen 55 und 64 Jahren erwerbstätig.

In fast allen Ländern zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Erwerbsbeteiligung und Qualifikation: Ältere Frauen und Männer mit geringerer Qualifikation haben deutlich seltener eine Erwerbsbeschäftigung als höher Qualifizierte. Die IAQ-Forscher raten deshalb, Qualifizierungen und berufliche Weiterbildungen deutlich stärker als bisher zu fördern - und zwar nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Beschäftigten.

Trotz des Anstiegs sieht Studienautor Brussig zudem noch große Defizite bei der Gestaltung alternsgerechter Arbeitsbedingungen und der sozialstaatlichen Absicherung: "Wir wissen aus unserer Forschung, dass sich gleichzeitig die soziale Ungleichheit beim Altersübergang vergrößert hat. Ein guter Teil der älteren Erwerbstätigen hangelt sich über Phasen von prekärer Teilzeit-Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit Richtung Rente. Das passiert insbesondere in körperlich anspruchsvollen Berufen und bei gesundheitlichen Einschränkungen. Wenn der Trend zur zunehmenden Alterserwerbstätigkeit dauerhaft stabilisiert werden soll, müssen Arbeitsbedingungen verbessert werden und passgenaue Lösungen für Menschen gesucht werden, die ,zu krank für die Arbeit und zu gesund für die Rente' sind." Außerdem hält es der Experte für zwingend notwendig, die Vereinbarkeit zwischen Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen zu verbessern.

*Arthur Kaboth, Martin Brussig: Alterserwerbsbeteiligung in Europa auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Aufschwung? Altersübergangsreport 01/2018. Download: http://www.iaq.uni-due.de/

Siehe auch Infografik: https://www.boeckler.de/116100_116107.htm

Quelle: Pressemitteilung vom 27.09.2018
Kontakt in der Hans-Böckler-Stiftung
Dr. Dorothea Voss
Leiterin Abteilung Forschungsförderung
Tel.: 0211-7778-194
E-Mail: Dorothea-Voss@boeckler.de
Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de
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Viele Fehltage wegen psychischer Störungen

Beitrag von WernerSchell » 27.03.2019, 07:58

Ärzte Zeitung online, 26.03.2019
Binnen zehn Jahren
Doppelt so viele Fehltage wegen psychischer Störungen

Psychische Probleme sorgen für viele Fehltage in Deutschland. Ihre Zahl hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt, so das Bundesarbeitsministerium. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm.
BERLIN. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Belastungen ist 2017 erstmals um zwei Prozent im Vergleich zu 2016 zurückgegangen. Im Zeitraum von 2007 bis 2017 hatten sich diese Ausfalltage dagegen auf 107 Millionen Fehltage mehr als verdoppelt.
Das geht aus der Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.
2017 gingen bei Männern 21 Prozent aller Ausfalltage auf psychische Störungen oder Verhaltensstörungen zurück, bei Frauen waren es 14 Prozent.
... (weiter lesen unter) ... http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test

+++
Rheinische Post vom 27.03.2019:
Psychische Erkrankungen verursachten 107 Millionen Fehltage
(weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/leben/gesundheit/p ... d-37706783
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Corona-Pandemie - Deutlich mehr Krankschreibungen

Beitrag von WernerSchell » 02.04.2020, 16:29

BARMER

Corona-Pandemie - Deutlich mehr Krankschreibungen

Berlin, 2. April 2020 – Die Anzahl der Krankschreibungen unter den neun Millionen Versicherten der BARMER ist aufgrund akuter Atemwegserkrankungen in den vergangenen Wochen massiv angestiegen. Während in der zehnten Kalenderwoche (2. bis 6. März) 95.000 BARMER-Versicherte mit Atemwegsproblemen arbeitsunfähig waren, traf dies in der zwölften Kalenderwoche (16. bis 20. März) bereits auf 135.000 BARMER-Versicherte zu. Dies entspricht einem Anstieg von rund 42 Prozent innerhalb von nur zwei Wochen. Seit der elften Kalenderwoche können niedergelassene Ärzte Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache krankschreiben. Die AU-Bescheinigung kommt dann entweder per Post oder kann nach Rücksprache in der Arztpraxis abgeholt werden.

AU-Bescheinigung online versenden
Um den Aufwand möglichst gering zu halten und soziale Kontakte in Corona-Zeiten zu minimieren, können Versicherte der BARMER die Krankschreibung fotografieren und über die BARMER-App der Kasse zusenden. „Die jetzt vorliegenden Zahlen zu den Krankschreibungen aufgrund der Corona-Pandemie werden erst der Anfang sein. In den kommenden Wochen dürfte die Zahl noch deutlich zunehmen. Deshalb ist es gut und richtig, dass mit der telefonischen Krankschreibung ein unbürokratischer Weg gefunden wurde, der die Ärzte entlastet und das Infektionsrisiko minimiert“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER.

Alle Infos zur Corona-Pandemie: www.barmer.de/coronavirus

Quelle: Pressemitteilung vom 02.04.2020
Presseabteilung der BARMER
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 30 04 99 14 21
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 33 30 04 99 80 31
E-Mail: presse@barmer.de
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Corona-Pandemie - „Stabilisierung der Kaufkraft wird zentrale Starthilfe sein“

Beitrag von WernerSchell » 02.04.2020, 16:39

Hans Böckler Stiftung


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„Stabilisierung der Kaufkraft wird zentrale Starthilfe sein“
IMK prognostiziert BIP-Rückgang um 4,0 Prozent 2020 und Wachstum um 2,4 Prozent 2021


Die Corona-Pandemie treibt die Wirtschaft in diesem Jahr in eine tiefe Rezession – sowohl in Deutschland und Europa als auch weltweit. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird im Jahresdurchschnitt 2020 um 4 Prozent schrumpfen, so die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.* Dabei könnte es noch schlimmer kommen: Voraussetzung für den Rückgang von „nur“ 4 Prozent ist, dass die aktuell herrschenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland ab Anfang Mai wieder gelockert werden – was die Forscher derzeit für realistisch halten. 2021 würde die Wirtschaftsleistung dann wieder um 2,4 Prozent im Jahresmittel wachsen. Das IMK ist optimistisch, dass unter diesen Bedingungen die umfangreichen Stabilisierungsmaßnahmen von Bund und Ländern den Schaden auf dem Arbeitsmarkt zumindest begrenzen können: Die Zahl der Arbeitslosen steigt nach der Prognose in diesem Jahr um durchschnittlich rund 150.000 und 2021 um weitere 100.000 Personen, die Arbeitslosenquote nimmt moderat auf 5,3 und 5,5 Prozent im Jahresdurchschnitt zu (alle weiteren Daten unten).

„Bund und Länder, aber auch die europäische Zentralbank, haben auf vielen Feldern schnell das Richtige getan, um die ökonomischen Folgen dieser dramatischen Krise zu mildern“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK. Kurzfristigen Verbesserungsbedarf sehen die Wissenschaftler aber noch an zwei wichtigen Punkten: Erstens sollten das Arbeitslosengeld I und vor allem das Kurzarbeitergeld temporär aufgestockt werden, um die Einkommensverluste von Betroffenen zu begrenzen. Wo möglich, seien dafür tarifliche Regelungen zielführend. In besonders betroffenen Branchen, in denen Unternehmen einen fast kompletten Umsatzeinbruch und wenig Spielräume hätten, könnte alternativ „über eine Erhöhung der Ersatzleistung aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit nachgedacht werden, möglicherweise auch nach Einkommen gestaffelt, so dass vor allem niedrige Einkommen aufgestockt werden“, schreiben die Wissenschaftler. Zweitens sollten die Euro-Länder gemeinsame Schuldverschreibungen ausgeben, um auch finanziell schlechter ausgestatteten Mitgliedsstaaten des Euroraums eine wirksame Antikrisenpolitik zu ermöglichen.

Insbesondere die Stabilisierung der Kaufkraft durch höheres Kurzarbeitergeld sei sehr wichtig, da die neue Prognose mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sei, betont Dullien. Verschiebe sich die Lockerung der Kontaktsperre etwa von Anfang Mai auf Anfang Juli, drohe ein mehr als doppelt so starker Einbruch des BIPs wie jetzt vorhergesagt. „Es wird extrem wichtig sein, die Wirtschaft so schnell wie möglich wieder auf Touren zu bringen. Dabei spielt der private Konsum eine entscheidende Rolle, er ist die zentrale Starthilfe für den Konjunkturmotor. Die Menschen sollten also Geld in der Tasche haben, wenn die Läden wieder öffnen“, sagt Dullien.

Kerndaten der Prognose für 2020 und 2021 (siehe auch Tabelle 3 im Report; Link unten)

– Arbeitsmarkt –
Die lange positive Entwicklung bei der Beschäftigung kommt durch die Corona-Pandemie zu einem abrupten Ende. „Ein teilweiser oder sogar vollständiger Stillstand der deutschen Wirtschaft und des Arbeitsmarkts stellen eine nie dagewesene Situation“ mit enormen Risiken dar, schreiben die Experten des IMK. Allerdings stimme das bislang schnelle und abgestimmte Handeln von Regierung und Sozialpartnern hoffnungsvoll, dass der tiefe wirtschaftliche Einbruch nicht in gleichem Maße auf die Beschäftigung durchschlage. Im zweiten und dritten Quartal 2020 werde die Zahl der Erwerbstätigen zwar merklich sinken, im Jahresdurchschnitt sei der Verlust mit 0,1 Prozent allerdings moderat. Im kommenden Jahr geht die Erwerbstätigkeit trotz prognostizierter wirtschaftlicher Erholung noch einmal um 0,3 Prozent zurück, weil der Arbeitsmarkt zeitversetzt reagiert.

Die Zahl der Arbeitslosen steigt 2020 um etwa 150.000 Personen, so dass im Jahresdurchschnitt rund 2,42 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent. Für 2021 erwartet das IMK, dass die Arbeitslosenzahl um weitere 100.000 Personen im Jahresdurchschnitt zunimmt. Die Quote steigt auf 5,5 Prozent.

– Außenhandel –
Auch die meisten wichtigen Handelspartner durchlaufen 2020 durch die Corona-Pandemie eine tiefe Rezession, an die sich laut IMK-Prognose 2021 aber eine gewisse Erholung anschließt. So sinkt das BIP in der gesamten EU in diesem Jahr um 4,0 Prozent, im kommenden Jahr steigt es um 1,8 Prozent. In den USA schrumpft die Wirtschaft 2020 um 3,1 Prozent, 2021 wächst sie dann wieder um 2,0 Prozent, in Japan liegen die Werte bei -3,3 und 0,7 Prozent. Die chinesische Wirtschaft wird nach der IMK-Prognose in diesem Jahr stagnieren (minimale BIP-Zunahme um 0,1 Prozent), 2021 dann um 9,0 Prozent zulegen. Die weltwirtschaftliche Krise trifft die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr schwer. Das IMK rechnet mit einem Rückgang der Exporte um 6,7 Prozent. Die Importe brechen ebenfalls ein und nehmen um 5,5 Prozent ab. Im kommenden Jahr erholt sich der Außenhandel dann wieder, ohne dass die Verluste zunächst vollständig wettgemacht werden: Die Exporte nehmen im Jahresmittel 2021 um 4,0 Prozent zu, die Importe um 5,2 Prozent.

– Investitionen –
Auch die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen brechen infolge des Corona-Schocks ein und sinken 2020 um 4,4 Prozent im Jahresdurchschnitt. 2021 nehmen sie dann um 3,0 Prozent zu. Die Bauinvestitionen bleiben in der Krise relativ robust, wobei Wohnungsbau und öffentliche Vorhaben zulegen, während der Wirtschaftsbau lahmt. Unter dem Strich nehmen die Bauinvestitionen 2020 um jahresdurchschnittlich 2,8 Prozent und 2021 um 2,4 Prozent zu.

– Einkommen und Konsum –
Die verfügbaren Einkommen gehen im Jahresdurchschnitt 2020 real um 1,4 Prozent zurück. 2021 nehmen sie um 1,2 Prozent zu. Die realen privaten Konsumausgaben schrumpfen laut IMK in diesem Jahr sogar um durchschnittlich 2,0 Prozent, weil neben den Einkommensrückgängen die zeitweilige Schließung von Gastronomie, Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen durchschlägt. Die Sparquote steigt in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte (auf 11,4 Prozent) und sinkt in 2021 wieder auf das Niveau von 2019. Für das kommende Jahr prognostizieren die Ökonomen bei den privaten Konsumausgaben dann eine reale Zunahme um 1,6 Prozent

– Inflation und öffentliche Finanzen –
Die Verbraucherpreise steigen etwas langsamer als 2019 und bleiben weit unter der Zielinflationsmarke der EZB: 2020 und 2021 nehmen sie um 1,1 bzw. 1,2 Prozent zu.

Die Ausgaben der Sozialversicherungen steigen in der Krise, Bund und Länder reagieren auf den tiefen wirtschaftlichen Einbruch in diesem Jahr mit umfangreichen finanziellen Hilfsmaßnahmen. „Dieser expansive finanzpolitische Kurs ist der Situation angemessen und zur konjunkturellen Stabilisierung auch absolut notwendig“, schreiben die Experten des IMK. Da 2020 auch die Steuereinnahmen voraussichtlich um ungefähr ein Prozent zurückgehen, ergibt sich nach acht Jahren mit Überschüssen ein gesamtstaatliches Budgetdefizit von gut 93 Milliarden Euro oder 2,8 Prozent des BIP. Allerdings wird bei diesen Zahlen ein großer Teil der von der Bundesregierung und den Landesregierungen auf den Weg gebrachten Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen und Selbständige wie Steuerstundungen und Soforthilfe noch nicht berücksichtigt, weil keine ausreichenden Details über die Programme vorliegen. Unter Beachtung dieser Maßnahmen wird das gesamtstaatliche Defizit eher in der Größenordnung von 5 Prozent des BIP liegen. Im kommenden Jahr wird sich die erwartete konjunkturelle Belebung positiv auf die öffentlichen Haushalte auswirken. Es bleibt aber zunächst bei einem Defizit von dann 86 Milliarden Euro oder 2,5 Prozent des BIP. Eine Neuverschuldung ist angesichts einer zuvor stetig gesunkenen Schuldenstandsquote und sehr niedriger Zinsen kein Problem, betonen die Forscher.

*Sebastian Dullien, Alexander Herzog-Stein, Peter Hohlfeld, Christoph Paetz, Sabine Stephan, Thomas Theobald, Silke Tober, Sebastian Watzka: Virus-Pandemie stürzt Weltwirtschaft in tiefe Rezession.


IMK Report Nr. 157, April 2020
Prognose der weltwirtschaftlichen Entwicklung 2020/2021
Download (pdf) > https://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_157_2020.pdf

SYSTEMRELEVANT - Der Wirtschafts-Podcast zur Corona-Krise
Mehr zur Prognose erfahren Sie von IMK-Direktor Sebastian Dullien in der ersten Folge von SYSTEMRELEVANT. Diesen können Sie künftig ein bis zweimal die Woche und in Kürze auch über Spotify, iTunes und die gängigen Podcast-Apps hören.
anhören > https://www.boeckler.de/de/podcasts-22421.htm


Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Dullien, Wissenschaftlicher Direktor IMK ›
Peter Hohlfeld, IMK-Konjunkturexperte ›
Rainer Jung, Leiter Pressestelle ›

Pressemitteilung vom 02.04.2020
Hans-Böckler-Stiftung - Pressestelle
Hans-Böckler-Str. 39 - 40476 Düsseldorf
Telefon +49 211 7778 148
E-Mail: presse@boeckler.de

> https://www.boeckler.de/de/pressemittei ... -22537.htm
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Krankschreibungen wegen Covid-19: Altenpflege deutlich über dem Durchschnitt

Beitrag von WernerSchell » 08.07.2020, 15:11

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Krankschreibungen wegen Covid-19: Altenpflege deutlich über dem Durchschnitt

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(08.07.20) Von März bis Mai 2020 haben mehr als 1.280 je 100.000 Beschäftigte in der Altenpflege im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Im Schnitt aller Beschäftigten waren es knapp 480 je 100.000 Beschäftigte, die bei der AOK versichert sind. Altenpflegekräfte mussten laut der Auswertung auch deutlich häufiger im Krankenhaus behandelt werden.

Weitere Informationen: https://www.aok-bv.de/presse/pressemitt ... 23755.html

Quelle: Mitteilung vom 08.07.2020
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
https://www.aok-bv.de


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Siehe auch:

Wissenschaftliches Instituts der AOK (WIdO)

Krankschreibungen und Krankenhaus-Aufenthalte von Beschäftigten in der Lock-down-Phase: Gesundheitsberufe besonders stark von Covid-19 betroffen

Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren von März bis Mai 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zeigt, dass in diesem Zeitraum 1.283 je 100.000 Beschäftigte in der Altenpflege im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt haben. Damit liegt die Betroffenheit dieser Pflegekräfte mehr als das 2,5-fache über dem Durchschnittswert von 474 Betroffenen je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte. Gleichzeitig gab es bei Beschäftigten in der Altenpflege auch häufiger Krankenhausbehandlungen im Zusammenhang mit Covid-19: Je 100.000 Beschäftigte wurden 157 Personen mit dieser Diagnose in einer Klinik behandelt – der Vergleichswert aller AOK-Mitglieder liegt bei 91 je 100.000 Beschäftigen. Beschäftigte in der Fleischverarbeitung wurden mit 173 je 100.000 Beschäftigte am häufigsten im Zusammenhang mit Covid-19 in ein Krankenhaus eingewiesen. Bestimmte Beschäftigtengruppen, die auch in Pandemiezeiten weiter zur Arbeit gegangen sind, scheinen stärker von Covid-19 betroffen zu sein. Dies sind vor allem Berufe mit Kontakt zu anderen Menschen. Aber auch Berufe in der Fleischverarbeitung oder der Lagerwirtschaft waren stark betroffen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Unterschiede zwischen den Berufsgruppen durch Infektionsherde in einzelnen Betrieben in den kommenden Wochen und Monaten noch deutlicher abzeichnen werden.
Zehn Berufsgruppen mit den höchsten und niedrigsten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid 19, Beschäftigte mit Arbeitsunfähigkeit je 100.000 AOK-Mitglieder von März bis Mai 2020

> mehr > https://www.wido.de/newsletter/newslett ... f8e32cc55b
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Corona-Ungleichheiten: Riskante Gesundheitsberufe, relative Sicherheit im Homeoffice

Beitrag von WernerSchell » 10.07.2020, 16:44

Blogbeitrag von Professor Dr. Stefan Sell vom 09.07.2020:

Corona-Ungleichheiten: Riskante Gesundheitsberufe, relative Sicherheit im Homeoffice. Krankschreibungen und Krankenhaus-Aufenthalte von Beschäftigten im Kontext von Covid-19
... (weiter lesen unter) ... > https://aktuelle-sozialpolitik.de/2020/ ... ichheiten/
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Mehrheit der Unternehmen will Homeoffice dauerhaft ausweiten

Beitrag von WernerSchell » 27.07.2020, 07:18

ifo Institut: Mehrheit der Unternehmen will Homeoffice dauerhaft ausweiten

(Quelle: ifo-Institut) Knapp über die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen in Deutschland wollen Homeoffice dauerhaft stärker etablieren. Dies zeigt eine Studie des ifo Instituts, die im aktuellen ifo Schnelldienst erscheint. Die Studie basiert unter anderem auf Auswertungen von Daten aus aktuellen ifo Unternehmensbefragungen und einer Mitgliederbefragung des Netzwerks LinkedIn. „Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs Homeoffice bedeuten“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien und Koautor der Studie.
Daten aus der ifo-Befragung zeigen, dass drei Viertel der Unternehmen in Deutschland zur Bewältigung der Krise Teile ihrer Belegschaft ins Homeoffice geschickt haben. In einer Umfrage unter den Mitgliedern des beruflichen Netzwerks LinkedIn gaben knapp die Hälfte der Mitglieder in Deutschland an, aufgrund der Pandemie ins Homeoffice gewechselt zu sein. „Für viele Unternehmen ging die Umstellung mit beträchtlichen Investitionen in digitale Infrastruktur und neue Kommunikationstechnologie einher. Diese Neuorganisation der Arbeit wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vollständig rückgängig gemacht werden“, führt Falck aus. 56 Prozent der Beschäftigten in Deutschland könnten laut der ifo Studie zeitweise von zu Hause arbeiten. Vor der Corona-Pandemie wurde nur etwa die Hälfte dieses Potenzials ausgenutzt.
Zudem zeigt eine Auswertung von Stellenanzeigen und Jobsuchenden auf LinkedIn, dass die Aufrufe von Stellen, die zur Arbeit im Homeoffice ausgeschrieben sind, um mehr als das Doppelte gestiegen sind. „Dass Jobs in Zukunft vollständig ins Homeoffice verlagert werden, dürfte dennoch die Ausnahme bleiben“, erläutert Jean-Victor Alipour, Koautor der ifo-Studie und ergänzt: „Zum einen wissen wir, dass der Mangel an sozialen Kontakten im Homeoffice dauerhaft eine Belastung sein kann, zum anderen lässt sich kreativer Austausch und der Transfer von Ideen und Wissen nicht vollständig ins Digitale verlagern. Es ist wahrscheinlicher, dass sich hybride Arbeitsmodelle zwischen Präsenzarbeit und Homeoffice durchsetzen werden. Durch sie lassen sich die Vorzüge von Autonomie und Flexibilität im Homeoffice und die des sozialen Austauschs im Betrieb vereinen.“

Quelle: 26.07.2020
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Beratgerstraße 36
44149 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de
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Krankenstand in Deutschland bleibt trotz Corona-Krise stabil bei 4,2 Prozent

Beitrag von WernerSchell » 03.08.2020, 10:14

Presseteam der DAK-Gesundheit

Die Corona-Krise hinterlässt Spuren im Krankenstand: Im ersten Halbjahr 2020 ist fast jeder fünfte Fehltag (18,3 Prozent) im Job auf eine Atemwegserkrankung zurückzuführen. Insgesamt bleibt der Krankenstand im ersten Halbjahr 2020 jedoch stabil bei 4,2 Prozent, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab. Die DAK-Gesundheit begrüßt die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) kürzlich beschlossene Krankschreibung per Videosprechstunde. Lesen Sie mehr in unserer Pressemitteilung,


1. Halbjahr 2020: Krankenstand in Deutschland bleibt trotz Corona-Krise stabil bei 4,2 Prozent
• DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von 2,2 Millionen Beschäftigten und begrüßt Krankschreibung per Video
• Anstieg der Fehltage bei Erkältungen und Depressionen, Rückgang der Fehlzeiten bei Verletzungen


Die Corona-Krise hinterlässt Spuren im Krankenstand: Im ersten Halbjahr 2020 ist fast jeder fünfte Fehltag (18,3 Prozent) im Job auf eine Atemwegserkrankung zurückzuführen. Die Anzahl der Fehltage steigt in dieser Krankheitsgruppe um 12 Prozent auf 140 Tage je 100 Beschäftigte. Auf COVID-19 entfallen drei Fehltage. Einen Anstieg von sieben Prozent gibt es bei psychischen Erkrankungen, insbesondere bei Depressionen. Insgesamt bleibt der Krankenstand im ersten Halbjahr 2020 jedoch stabil bei 4,2 Prozent – so das Ergebnis einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit. Grund ist vor allem ein leichter Rückgang der Fehlzeiten durch Verletzungen. Zudem sind weniger Beschäftigte wegen Krankheit arbeitsunfähig als im Vorjahreshalbjahr. Die Mehrheit (68 Prozent) hat in den ersten sechs Monaten 2020 keine einzige Krankmeldung.
Trotz Corona-Krise hat jeder DAK-versicherte Beschäftigte durchschnittlich genauso viele Fehltage wie im Vorjahreshalbjahr: 7,6 Tage. Im Monatsvergleich war der Krankenstand 2020 vor allem im Lockdown-Monat März mit 5,5 Prozent erhöht. Im April ging er bereits zurück, und in den Monaten Mai und Juni erreichte er mit 3,4 beziehungsweise 2,4 Prozent Tiefstände. „Entgegen der Erwartungen ist ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab“, erklärt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Das zeigt, dass einfache Lösungen für das Krankschreibungs-Geschehen sehr sinnvoll sind.“ Die DAK-Gesundheit begrüßt deshalb die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) kürzlich beschlossene Krankschreibung per Videosprechstunde. „Wir müssen nicht nur bei COVID-19, sondern bei vielen Erkrankungen generell die Ansteckungsgefahr für das Praxispersonal und für andere Patienten mit bedenken. Wenn neue Formen der Kommunikation die persönliche Begegnung in der Arztpraxis ersetzen, ist das ein wichtiger Fortschritt.“
Über die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr 2020 lassen sich auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle stehen Muskel-Skelett-Probleme. Sie sind für jeden fünfte Fehltag (20,7 Prozent) von Arbeitnehmern verantwortlich. Danach folgen Atemwegserkrankungen mit 18,3 Prozent und an dritter Stelle psychische Leiden mit 16,7 Prozent. Bei den Atemwegsproblemen gibt es einen Anstieg um zwölf Prozent. Das Niveau liegt aber mit 140 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer unter dem des Grippejahres 2018. Damals führten Erkrankungen des Atemsystems die Krankenstands-Statistik auf Platz 1 an. „Auch dies zeigt, dass sich die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Epidemie bewährt haben,“ so Andreas Storm.
Ein Blick auf konkrete Diagnosen zeigt bei akuten Infektionen der oberen Atemwege ein deutliches Plus von 30 Prozent. Bezogen auf 100 Versicherte sind es 74 Fehltage, im Vorjahreshalbjahr waren es 57. Für akute Atemwegsinfektionen gab es in der Hochphase der Corona-Krise die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung. Die Dauer eines durchschnittlichen Erkrankungsfalls ist bei dieser Diagnose im ersten Halbjahr 2020 mit 7,7 Tagen vergleichsweise lang.
Mehr Fehltage als im Vorjahreshalbjahr entfallen zudem auf Depressionen. Bezogen auf 100 Versicherte sind es 52,8 Fehltage, ein Zuwachs von sieben Prozent (1. Halbjahr 2019: 49,2 Fehltage). Weniger Fehltage weist die Analyse der DAK-Gesundheit für Verletzungen aus: Bezogen auf 100 Versicherte sind es bei den Verletzungen an einer nicht näher bezeichneten Körperregion mit sieben statt neun Fehltagen ein Fünftel weniger.
Ein Bundesvergleich macht deutlich: In den östlichen Bundesländern sind Beschäftigte im ersten Halbjahr 2020 häufiger und länger krankgeschrieben als in den westlichen Bundesländern. Arbeitnehmer haben im Osten durchschnittlich 9,3 Fehltage, ihre Kollegen im Westen nur 7,4 Tage. Im Osten ist auch die Gruppe derjenigen größer, die sich in den ersten sechs Monaten mindestens einmal krankschreiben lassen müssen: Rund 38 Prozent haben hier im 1. Halbjahr wenigstens eine Krankschreibung, im Westen nur 32 Prozent.
Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von 2,2 Millionen DAK-versicherten Beschäftigten für das erste Halbjahr 2020 aus.

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Psychische Belastung bei Beschäftigten während der Pandemie erkennen und wirksam gegensteuern

Beitrag von WernerSchell » 10.08.2020, 06:14

Psychische Belastung bei Beschäftigten während der Pandemie erkennen und wirksam gegensteuern

(Quelle: DGUV) Arbeitsverdichtung, Existenznot, die Umstellung auf Homeoffice und die ständige Angst vor einer Infektion - viele Beschäftigte stehen während der Coronavirus-Pandemie unter hohem psychischem Druck. Führungskräften stellt sich daher die Frage, wie sie die Gesundheit ihrer Beschäftigten über den Infektionsschutz hinaus erhalten und verbessern können. Zwei neue Handlungshilfen unterstützen Arbeitgebende und Verantwortliche für Sicherheit und Gesundheit in den Betrieben, die psychische Belastung während der Pandemie im Blick zu behalten.
Die Reaktionen der Beschäftigten auf diese außergewöhnlichen Umstände im Arbeitsalltag sind vielfältig. "Einige klagen über Kopfschmerzen und Schlafmangel, fühlen sich auch nach freien Tagen müde und ausgelaugt", sagt Esin Taşkan-Karamürsel, eine der Autorinnen der Handlungshilfen und Leiterin des Sachgebiets Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Es treten aber nicht nur körperliche Probleme auf. "Manchen Menschen fällt es schwer, nach dem Arbeitstag abzuschalten. Sie wälzen auch nach Feierabend Probleme, fühlen sich ständig unter Druck und sind gegenüber Kolleginnen und Kollegen ungeduldig und reizbar." Einigen falle es schwer, sich zu konzentrieren und sie machen Flüchtigkeitsfehler.
Wie gut Beschäftigte mit den neuen Herausforderungen bei der Arbeit zurechtkommen, hängt von der Gestaltung der Arbeitsbedingungen ab. Beide Handlungshilfen - eine zu psychischer Belastung und Beanspruchung von Beschäftigten im Gesundheitsdienst, die andere branchenübergreifend - stellen in jeweils einer Checkliste möglichen Gefährdungen die empfohlenen Schutzmaßnahmen gegenüber. Betriebe können die Checklisten herunterladen, Verantwortlichkeiten darin vermerken und eintragen, wer für die Kontrolle der Wirksamkeit der eigenen Maßnahmen zuständig ist. "Ein praktisches Instrument, mit dem wir Arbeitgebenden und Verantwortlichen für Sicherheit und Gesundheit eine Orientierung geben möchten, wie sie ihre Beschäftigten am besten schützen können", so Taşkan-Karamürsel.
Wer die psychische Gesundheit seiner Beschäftigten stärken will, sollte mit gutem Beispiel vorangehen. "Menschen bleiben eher gesund, wenn sie ihre Arbeitssituation als verstehbar, handhabbar und sinnvoll begreifen. Erst, wenn die Führungskraft selbst diese drei Aspekte für sich positiv beantworten kann, ist sie in der Lage, dies auch den Angestellten zu vermitteln." Darüber hinaus können Betriebe ihre Beschäftigten auf Unterstützungs- und Beratungsangebote hinweisen. "Das können Angebote des zuständigen Unfallversicherungsträgers sein oder auch Seelsorger und externe Kriseninterventionsteams", sagt Esin Taşkan-Karamürsel.
Sowohl die Handlungshilfe Fachbereich Aktuell "Psychische Belastung und Beanspruchung von Beschäftigten im Gesundheitsdienst während der Coronavirus-Pandemie" > http://www.dguv.de/cmsbs-restproxy/t/nl ... h=&i=8w1m3 als auch die branchenübergreifend anwendbare Fachbereich Aktuell "Psychische Belastung und Beanspruchung von Beschäftigten während der Coronavirus-Pandemie" > http://www.dguv.de/cmsbs-restproxy/t/nl ... h=&i=8w1m4 sind in der Publikationsdatenbank der DGUV als PDF herunterladbar.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.08.2020
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Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz – Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen

Beitrag von WernerSchell » 10.08.2020, 06:19

Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz – Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen

(Quelle: DGUV) Zu Beginn der Corona-Krise haben sich Bund und Länder um ein abgestimmtes Vorgehen im Umgang mit der Corona-Pandemie bemüht. Mit den Lockerungen zerfällt dieser Konsens immer mehr. Die gesetzliche Unfallversicherung betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Denn der bundesweit einheitliche SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist bereits in Konkurrenz zu einer Vielzahl von verschiedenen Regelungen in Ländern und Landkreisen getreten. Eine Technische Regel ist zwar in der Abstimmung, aber noch nicht verabschiedet. Dazu erklärt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen:
"Die Bundesländer haben in den vergangenen Wochen Maßnahmen, die die Infektionsgefahr eindämmen, schrittweise zurückgenommen. Wie diese Lockerungen im Einzelnen aussehen, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die gesetzliche Unfallversicherung blickt mit zunehmender Sorge auf diese Entwicklung. Voneinander abweichende Regelungen gefährden die Akzeptanz in Betrieben und Einrichtungen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in der Bildung. Wenn zum Beispiel in der branchenspezifischen Umsetzung des bundeseinheitlichen Arbeitsschutzstandards für Frisöre die Reinigung mit Haushaltsreiniger empfohlen wird, ein örtliches Gesundheitsamt aber auf einem Desinfektionsreiniger besteht, dann sorgt das für Verunsicherung und Ärger. Was gilt nun? Was ist notwendig?
In den vergangenen Monaten haben die Unfallversicherungsträger zusammen mit den betroffenen Branchen Konkretisierungen und Handlungshilfen zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard entwickelt. Diese helfen den Betrieben und Einrichtungen bei der Arbeit unter Bedingungen der Pandemie. Unsere Aufsichtspersonen überwachen die Umsetzung dieser Standards und beraten vor Ort zu betriebsspezifischen Umsetzungsmöglichkeiten. Derzeit entsteht eine neue Technische Regel. Die Regel wird den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard grundsätzlich konkretisieren. Sie wird zudem auf die branchenspezifischen Konkretisierungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der gesetzlichen Unfallversicherungsträger verweisen. Wir arbeiten intensiv mit an der Erstellung dieser Regel. Das ist unser Beitrag, um die Corona-Pandemie einzudämmen und die Aktivitäten in Wirtschaft und Bildung wieder hochzufahren.
Doch wie passt ein bundesweiter Arbeitsschutzstandard zu einer Vielzahl von regionalen Einzelbestimmungen? Wir fürchten, ohne einen gemeinsamen Rahmen geht das Handeln der Unfallversicherung ins Leere. Arbeitsschutz muss auch weiterhin Gesundheitsschutz bleiben. Dazu sind aus unserer Sicht folgende Schritte notwendig:
• Die politisch Verantwortlichen setzen einen gemeinsamen Handlungsrahmen, in dem die Maßnahmen zur Minimierung der Infektionszahlen ebenso wie die Schritte zur Lockerung der Auflagen koordiniert werden.
• Grundlage des Handlungsrahmens sind weiterhin wissenschaftliche Erkenntnisse – unter steter Berücksichtigung neuer Forschungsergebnisse.
• Alle relevanten Institutionen auf Bundes- wie auf regionaler Ebene tauschen sich aus, um unter Anerkennung der politischen, epidemiologischen und rechtlichen Lage den gemeinsamen Handlungsrahmen an die aktuelle Lage anzupassen und weiter zu entwickeln. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen können hierbei ihre branchenspezifische Nähe und Erfahrungen einbringen, um gemeinsam für die jeweilige Branche passende praxisgerechte Lösungen zu entwickeln.
Die voraussichtlich demnächst veröffentlichte Technische Regel zur grundsätzlichen Konkretisierung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Technische Regel sollte dann schnell evaluiert werden, um auf neue Erkenntnisse und sich ändernde Rahmenbedingungen eingehen zu können."

Quelle: Pressemitteilung vom 09.08.2020
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Gefahr für eine zweite Corona-Welle steigt - Stärkerer Anstieg der Krankschreibungen bei Jüngeren

Beitrag von WernerSchell » 10.08.2020, 16:11

BARMER

Gefahr für eine zweite Corona-Welle steigt
Stärkerer Anstieg der Krankschreibungen bei Jüngeren


Berlin, 10. August 2020 – Bei jungen Menschen sind die Krankschreibungen wegen einer COVID-19-Infektion in den letzten Wochen wieder deutlich angestiegen. Das geht aus einer neuen Auswertung der BARMER hervor. Innerhalb von vier Wochen (vom 21. Juni bis 18. Juli) sind demnach die Fallzahlen in der Gruppe der bis 39-Jährigen um 31 Prozent gestiegen, von 744 auf 978 BARMER-Versicherte. „Die Corona-Pandemie ist keineswegs ausgestanden. Ganz im Gegenteil, die Gefahr einer zweiten Welle baut sich offensichtlich immer mehr auf. Wenn die Abstands- und Hygieneregeln zunehmend missachtet werden, kann das Menschenleben gefährden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub. Insbesondere jüngere Menschen müssten sich wieder verstärkt an die Corona-Regeln halten, denn in der Gruppe ab 40 Jahren seien die Fallzahlen nahezu konstant geblieben. Diese seien im selben Zeitraum von 1.942 krankgeschriebenen BARMER-Versicherten um ein Prozent auf 1.964 Betroffene gestiegen. Die meisten Corona-Krankschreibungen über alle Altersklassen hinweg habe es in der 29. Kalenderwoche in Nordrhein-Westfalen mit 727 Betroffenen und in Bayern mit 607 Erkrankten gegeben.

Corona-Fallzahlen steigen vor allem im Süden
Die Gesamtzahlen der Corona-Krankschreibungen haben sich den Ergebnissen der Auswertung zufolge regional sehr unterschiedlich entwickelt. Den größten Anstieg über alle Altersklassen hinweg verzeichnete von der 26. auf die 29. Kalenderwoche Baden-Württemberg mit einem Plus von 33 Prozent von 240 auf 318 krankgeschriebenen BARMER-Versicherten. Es folgten Schleswig-Holstein mit einem Zuwachs von 31 Prozent (von 54 auf 71 Betroffene) und Bayern mit 28 Prozent (von 475 auf 607 Krankgeschriebene). Dagegen gingen in Brandenburg (minus 18 Prozent) und Sachsen (minus zehn Prozent) die Fallzahlen deutlich zurück. Ein leichter Rückgang um fünf Prozent lag auch in Nordrhein-Westfalen vor, von 765 auf 727 Erkrankte. „Es gibt viele Gründe für Unterschiede bei den regionalen Infektionsraten. Umso wichtiger ist es, der zunehmenden Sorglosigkeit mit gezielten Informationen zu begegnen und weiterhin sehr achtsam zu sein“, sagt Straub.

Die Grafiken stehen zum Download bereit unter www.barmer.de/p015714

Quelle: Pressemitteilung vom 10.08.2020
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DAK-Psychoreport 2020: rasanter Anstieg der Arbeitsausfälle

Beitrag von WernerSchell » 15.09.2020, 12:43

DAK

DAK-Psychoreport 2020: rasanter Anstieg der Arbeitsausfälle
Zahl der Fehltage seit dem Jahr 2000 um 137 Prozent gestiegen / Krankmeldungen wegen Depressionen am häufigsten


In Deutschland ist die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen rasant gestiegen. Von 2000 bis 2019 gab es bei den Fehltagen aufgrund von psychischen Erkrankungen insgesamt einen Anstieg um 137 Prozent. Frauen waren wesentlich häufiger wegen Seelenleiden krankgeschrieben als ihre männlichen Kollegen. Das sind zentrale Ergebnisse des Psychoreports 2020 der DAK-Gesundheit.

Der aktuelle DAK-Psychoreport ist eine Langzeit-Analyse, für die das IGES Institut die anonymisierten Daten von über zwei Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet hat. Demnach erreichten die Krankschreibungen von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Leiden im Jahr 2019 mit rund 260 Fehltagen pro 100 Versicherte einen Höchststand. Der Blick auf die Einzel-Diagnosen zeigt, dass Depressionen und Anpassungsstörungen die meisten Ausfalltage verursachten. 2019 gingen 105 Fehltage je 100 Versicherte auf das Konto von Depressionen, bei den Anpassungsstörungen waren es 59. Auf Platz drei rangierten neurotische Störungen mit 26 Fehltagen je 100 Versicherte. Angststörungen kamen auf 19 Fehltage je 100 Versicherte.

„Psychische Erkrankungen sind nicht nur eine große Belastung für die Betroffenen, sie stellen unsere ganze Gesellschaft vor enorme Herausforderungen“, kommentiert DAK-Vorstandschef Andreas Storm die Ergebnisse. Vor allem die Ausfalltage wegen Anpassungsstörungen haben in den vergangenen Jahren rasant zugenommen: Seit 2000 hat sich ihre Anzahl bezogen auf 100 Versicherte vervierfacht. Storm begrüßt die Pläne der Bundesregierung, eine Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu starten. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte vor einer Woche gesagt, im Kampf gegen das Problem müssten Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsschutz und Gesundheits- sowie Familienpolitik Hand in Hand gehen. „Zentral ist, dass auch Arbeitgeber psychische Belastungen und Probleme aus der Tabuzone holen und ihren Mitarbeitern Hilfe anbieten“, so Storm. „Beim betrieblichen Gesundheitsmanagement steht unsere Kasse Firmen zur Seite und unterstützt die Versorgung und Wiedereingliederung psychisch belasteter und kranker Arbeitnehmer.“

Wie der DAK-Report zeigt, nahmen die Fehlzeiten für psychische Erkrankungen bei beiden Geschlechtern mit dem Alter kontinuierlich zu. Frauen hatten 2019 erneut wesentlich mehr Fehltage wegen Seelenleiden als ihre männlichen Kollegen (328 Fehltage je 100 Versicherte gegenüber 203 Fehltage bei Männern).

Die öffentliche Verwaltung hatte 2019 überproportional viel Arbeitsausfall aufgrund psychischer Erkrankungen. Die Branche lag mit 382 Fehltagen je 100 Beschäftigte 47 Prozent über dem DAK-Durchschnitt. Ebenfalls viele Fehltage wegen Seelenleiden hatten zudem das Gesundheitswesen mit 338 Fehltagen und der Bereich Verkehr, Lagerei und Kurierdienste (249 Tage).

Bei den Fehltagen durch psychische Erkrankungen gab es deutliche regionale Unterschiede: Während im Saarland im vergangenen Jahr 340 Fehltage je 100 Versicherte mit den entsprechenden Diagnosen begründet wurden, waren es in Baden-Württemberg lediglich 207 Fehltagen je 100 Versicherte. Berlin und Brandenburg belegten mit 303 und 301 Fehltagen je 100 Versicherte die Plätze zwei und drei der Statistik.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert 5,6 Millionen Menschen.

Quelle: Pressemitteilung vom 15.09.2020
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