Digitale Bildung für Seniorinnen und Senioren

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Digitale Bildung für Seniorinnen und Senioren

Beitrag von WernerSchell » 09.06.2020, 06:02

BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.

Digitale Bildung für Seniorinnen und Senioren
Verbraucherschutzministerium stärkt Digital-Kompass mit weiteren Standorten


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In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach digitalen Lernangeboten für ältere Menschen stark gestiegen. Die Standorte des Digital-Kompass sind hierfür wichtige Anlaufstellen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz werden nun weitere Standorte aufgebaut.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) investiert in eine bessere digitale Bildung für ältere Menschen. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Deutschland sicher im Netz (DsiN) erhalten für das gemeinsame Projekt Digital-Kompass Fördermittel für den Aufbau von 25 zusätzlichen Standorten.

Digitale Hilfestellungen für Senioren

„Unser Ziel ist, dass Seniorinnen und Senioren in allen Lebenslagen aktiv an der Gesellschaft teilhaben können“, so Staatssekretär Prof. Dr. Kastrop. „Der Digital-Kompass vermittelt älteren Menschen digitale Fertigkeiten, damit sie die Chancen der Digitalisierung nutzen können und zugleich vor den Risiken gewappnet sind. Gerade während der Coronavirus-Krise bieten vor allem digitale Kommunikationskanäle vielen älteren Menschen die Möglichkeit, ihre Beziehung zu Familie und Freunden lebendig zu halten. Insgesamt leistet das Projekt mit seinen vielfältigen Informations- und Dialogangeboten einen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität, Selbstbestimmung und Partizipation im Alter.“

Mit der zusätzlichen Unterstützung soll die kostenlose Beratung für ältere Menschen rund um Internet, Medien, Kommunikation und digitale Alltagshelfer an 100 Standorten deutschlandweit angeboten werden.

Ausbau der Internet-Standorte in ländlichen Gegenden

Die Digital-Kompass Standorte werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern betrieben. So gibt es Anlaufstellen in Mehrgenerationenhäusern, Einrichtungen von Wohlfahrtsverbänden, Bibliotheken, Volkshochschulen und bei Seniorencomputerclubs.
„Niemand darf abgehängt werden“, sagt Digital-Kompass Projektleiter Joachim Schulte von Deutschland sicher im Netz. „Mit der neuen Förderung werden wirSeniorinnen und Senioren im ländlichen Raum noch besser unterstützen können.“

„Wir werden auch dafür sorgen, dass die bestehenden Anlaufstellen ihre Angebote trotz der aktuell schwierigen Umstände aufrechterhalten können“, betont Katharina Braun, Projektleiterin bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.

Organisationen, die Digital-Kompass-Standort werden möchten, wenden sich bitte per E-Mail an info@digital-kompass.de

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Über den Digital-Kompass
Der Digital-Kompass stellt kostenfreie Angebote für Seniorinnen und Senioren rund um Internet und Co. bereit. Derzeit entstehen 100 Standorte, an denen Internetlotsen älteren Menschen ermöglichen, digitale Angebote auszuprobieren. Der Digital-Kompass ist ein Projekt der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Deutschland sicher im Netz e.V. in Partnerschaft mit der Verbraucher Initiative mit Förderung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. www.digital-kompass.de

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)
Deutschland sicher im Netz e.V. engagiert sich für Schutz, Sicherheit und Vertrauen in der digitalen Welt bei Verbrauchern und im Mittelstand. Getragen von Unternehmen, Verbänden und gesellschaftlichen Organisationen, entwickelt und betreibt DsiN bundesweit Projekte für konkrete Hilfestellungen im privaten und beruflichen Alltag. Schirmherr von DsiN ist der Bundesinnenminister. www.sicher-im-netz.de

Über die BAGSO
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt über ihre 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.06.2020
Barbara Stupp
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V
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53111 Bonn
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Digitale Grundversorgung in Alten- und Pflegeheimen sicherstellen

Beitrag von WernerSchell » 18.06.2020, 16:28

BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.

Digitale Grundversorgung in Alten- und Pflegeheimen sicherstellen
Stellungnahme der BAGSO zum Digitaltag 2020


Digitalisierung in den Heimen.JPG
Digitalisierung in den Heimen.JPG (19.74 KiB) 1624 mal betrachtet

Alle Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen müssen noch in diesem Jahr die Möglichkeit der digitalen Teilhabe erhalten. Das fordert die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen anlässlich des ersten bundesweiten Digitaltags am 19. Juni in einer Stellungnahme.

Bislang steht den Bewohnerinnen und Bewohnern in den meisten der etwa 12.000 Alten- und Pflegeheime kein WLAN zur Verfügung. Ihnen fehlt damit bereits eine zentrale Voraussetzung für digitale Kommunikation.

„Aus der Corona-Krise lernen heißt, dass die digitale Grundversorgung endlich auch in Alten- und Pflegeheimen sichergestellt werden muss“, sagte die stellvertretende BAGSO Vorsitzende Dr. Regina Görner. „Digitale Kontakte können persönliche Begegnungen nicht ersetzen, sie sind aber eine wichtige Ergänzung. Einem beachtlichen Teil der Bewohnerinnen und Bewohner und ihren Angehörigen erlauben sie einen regelmäßigen Kontakt, nicht zuletzt auch wenn sie weit entfernt leben.“

Fünf Schritte sind aus Sicht der BAGSO notwendig, um Menschen in Pflegeeinrichtungen den Zugang zu digitaler Kommunikation zu ermöglichen. So ist jedes Alten- und Pflegeheim bis Ende 2020 mit WLAN für die Bewohnerinnen und Bewohner auszustatten, ebenso mit den notwendigen Geräten wie Tablets und Smartphones. Um Menschen ohne Vorkenntnisse die digitale Kommunikation zu erleichtern, sollten in Zukunft alle Geräte mit einer einheitlichen, selbsterklärenden Software ausgestattet sein. Zudem werden Helferinnen und Helfer für das Erlernen des Umgangs gebraucht.

Stellungnahme „Digitale Grundversorgung in Alten- und Pflegeheimen sicherstellen“ > https://www.bagso.de/fileadmin/user_upl ... heimen.pdf

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Quelle: Pressemitteilung vom 18.06.2020
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Gemeinsam in die digitale Zukunft - Jeder Siebte fühlt sich digital abgehängt

Beitrag von WernerSchell » 19.06.2020, 06:39

Jeder Siebte fühlt sich digital abgehängt

Digitaltag Bild.JPG
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Mit der Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft können nicht alle Schritt halten. Jeder Siebte (15 Prozent) empfindet das Tempo als zu schnell. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, wie die Initiative „Digital für alle“ anlässlich des ersten bundesweiten Digitaltags mitteilte. Andererseits verläuft die Digitalisierung für knapp die Hälfte (47 Prozent) zu langsam, ein Drittel (36 Prozent) hält das Tempo für genau richtig. Weitere Ergebnisse der Studie zum Thema digitale Teilhabe finden sich unter www.digitaltag.eu/studie. „Die Digitalisierung teilt die Gesellschaft nicht zwangsläufig in Gewinner und Verlierer. Sie eröffnet Chancen und Potenziale für jede und jeden. Es muss darum gehen, Zugänge für wirklich alle zu eröffnen. Diesen großen Umbruch müssen wir gemeinsam gestalten und alle Menschen in die Lage versetzen, sich souverän und sicher, selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen“, sagte Digitaltag-Projektleiterin Anna-Lena Hosenfeld.

1 Tag, 10 Kategorien, 1.300 Aktionen
Der Digitaltag ist ein bundesweiter Aktionstag für digitale Teilhabe und findet am 19. Juni 2020 erstmals statt. Unter www.digitaltag.eu/aktionen können Interessierte aus mehr als 1.300 digitalen Aktionen auswählen – von Webcasts, Webinaren und Live-Streams über Online-Beratungen, virtuelle Führungen und Tutorials bis hin zu Hackathons. Das Programm kann nach Themenkategorien gefiltert und im Volltext durchsucht werden. Am Digitaltag führen unter www.digitaltag.eu ab 8:45 Uhr Projektleiterin Hosenfeld und Linda van Rennings in einem Livestream durch den Tag. Dabei gibt es unter anderem eine Schalte zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Gewinner des „Preises für digitales Miteinander“ virtuell in Schloss Bellevue empfangen wird. Die Veranstaltung ist ebenfalls im Livestream zu sehen. Informationen zu den Preisträgern und weitere Hintergründe zu der mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Auszeichnung finden sich unter www.digital-miteinander.de.

Digitale Teilhabe nachhaltig fördern
Trägerin des Digitaltags ist die Initiative „Digital für alle“, in der 28 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind. Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Digitaltag am 19. Juni 2020 Menschen in ganz Deutschland miteinander verbinden und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen.
Nach der Premiere am 19. Juni 2020 wird der Digitaltag jährlich stattfinden. Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, zu den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten, und zum Preis für digitales Miteinander gibt es unter www.digitaltag.eu.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.06.2020
Kontakt
DFA Digital für alle GmbH
Albrechtstr. 10
10117 Berlin
030 27576-260
info@digitaltag.eu
> https://digitaltag.eu/news/jeder-siebte ... abgehaengt


+++

Digitaltag Wege aus der Einsamkeit.JPG
Digitaltag Wege aus der Einsamkeit.JPG (10.87 KiB) 1604 mal betrachtet
>>> https://www.wegeausdereinsamkeit.de/


Gemeinsam in die digitale Zukunft
Facebook, “Wege aus der Einsamkeit e.V.” und weitere Partner nehmen den Digitaltag am 19. Juni 2020 zum Anlass, eine neue Videoserie für Senioren zu starten. Die Video-Reihe erklärt älteren Menschen einfach und verständlich, wie sie Smartphones in ihrem Alltag nutzen können – für mehr digitale Teilhabe. > https://digitaleslernzentrum.fb.com/de/lernvideos/

Siehe auch:
Forum Seniorenarbeit NRW - Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit und Engagement im Alter > https://forum-seniorenarbeit.de/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Achter Altersbericht vorgelegt - Digitalisierung bietet großes Potenzial für ältere Menschen

Beitrag von WernerSchell » 12.08.2020, 11:30

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Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 054 Veröffentlicht am 12.08.2020
> https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/ ... hen/159744


Digitalisierung bietet großes Potenzial für ältere Menschen
Bundesseniorenministerin Giffey legt dem Kabinett den Achten Altersbericht vor


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Die Digitalisierung bietet älteren Menschen viele Chancen, um möglichst lange ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können. Das ist eines der zentralen Ergebnisse aus dem Achten Altersbericht der Bundesregierung, den Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey vorgestellt hat. Vom Bundeskabinett wurde heute dazu eine Stellungnahme beschlossen.

Die interdisziplinär zusammengesetzte Achte Altersberichtskommission unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Kruse hatte den Auftrag herauszuarbeiten, welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten können. Die Kommission beendete ihre Arbeit bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Erkenntnisse der Sachverständigen sind gerade jetzt aber besonders wertvoll. Denn sie zeigen, welchen Einfluss die rasant fortschreitende Digitalisierung auf das Leben älterer Menschen hat und welche Möglichkeiten das Unterstützungspotenzial digitaler Technik gerade in Krisenzeiten bietet.

Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey: „Die Digitalisierung birgt gerade auch für ältere Menschen ein riesiges Potenzial, das wir noch viel stärker ausschöpfen müssen. Es geht nicht nur um das Skypen mit den Enkelkindern oder Einkaufen übers Internet. Entscheidend dafür ist, dass wir die digitalen Angebote stärker an den Bedürfnissen ausrichten und die älteren Menschen dabei unterstützen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Zugleich gilt es, die digitale Kluft, die es innerhalb der älteren Generation gibt, abzubauen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Seniorinnen und Senioren abgehängt werden, dass ihnen der Zugang zu digitalen Angeboten und damit auch zur Teilhabe versperrt ist“.

Der Achte Altersbericht befasst sich mit Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien sowie mit deren Auswirkungen vor allem in den Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, soziale Integration, Gesundheit, Pflege und auch mit dem Leben im Quartier. Darüber hinaus unterstreicht er die Bedeutung von digitaler Souveränität, die Voraussetzung ist für digitale Teilhabe. Anregungen geben die Sachverständigen auch zum Umgang mit ethischen Fragen, die beim Einsatz von digitalen Technologien entstehen können.

In ihrer Stellungnahme zeigt die Bundesregierung auf, dass bereits vielfältige Maßnahmen eingeleitet wurden, um in den von den Sachverständigen angesprochenen Bereichen gute Teilhabemöglichkeiten gerade auch für ältere Menschen zu schaffen und die angemahnten Infrastrukturen auf den Weg zu bringen. Sachverständige und Bundesregierung betonen gleichermaßen die Bedeutung der Einstellung der älteren Menschen, denn es liegt auch in der Hand der älteren Menschen selbst, digitalen Technologien mit Offenheit gegenüberzutreten.

Die aktuelle Pandemie-Situation bietet somit auch eine Chance, sich mit den Vorteilen und Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Technik vielleicht erstmals auseinanderzusetzen.

Die Altersberichterstattung geht zurück auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1994. Er gibt der Bundesregierung auf, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von älteren Menschen in Deutschland zu erstellen. Erarbeitet werden die Berichte von unabhängigen Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden. Bislang sind folgende Altersberichte erschienen:

1993: Erster Altersbericht „Die Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland“
1998: Zweiter Altersbericht „Wohnen im Alter“
2001: Dritter Altersbericht „Alter und Gesellschaft“
2002: Vierter Altersbericht „Risiken, Lebensqualität und Versorgung Hochaltriger – unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen“
2006: Fünfter Altersbericht „Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen“
2010: Sechster Altersbericht „Altersbilder in der Gesellschaft“
2016: Siebter Altersbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“
Link zum Achten Altersbericht: www.bmfsfj.de/altersbericht
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Seniorenorganisationen fordern „Digitalpakt Alter"

Beitrag von WernerSchell » 12.08.2020, 12:33

BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V

Seniorenorganisationen fordern „Digitalpakt Alter"
Stellungnahme der BAGSO zum Achten Altersbericht der Bundesregierung


Der Zugang zum Internet muss für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Alter gewährleitet sein. Das ist aus Sicht der BAGSO das zentrale Ergebnis des Achten Altersberichts der Bundesregierung „Ältere Menschen und Digitalisierung“, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Altersberichtskommission hat die große Bedeutung der Digitalisierung für das Leben älterer Menschen in den Fokus gerückt. Die BAGSO fordert in ihrer Stellungnahme zum Altersbericht - analog zum „DigitalPakt Schule“ - einen „Digitalpakt Alter“.
„Teilhabe und Teilnahme am konkreten Leben bedeuten Lebensqualität – auch in den Jahren obendrauf. Bescheid wissen, mitreden und mitmachen helfen. Und die neuen Medien sind dabei eine zusätzliche Chance. Auch bei Krankheit und Immobilität können die digitalen Kontakte eine große Hilfe sein“, so der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering.
Nach Ansicht der BAGSO müssen älteren Menschen in allen Kommunen niedrigschwellige Angebote zum Erwerb von digitalen Kompetenzen offen stehen, die die Vielfalt der älteren Generationen berücksichtigen. Die Verfügbarkeit des Internets ist für alle zu gewährleisten, unabhängig von Wohnort, Wohnform und finanziellen Möglichkeiten. Dies gilt insbesondere auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die aufgrund mangelnder Internetverbindungen bislang häufig von digitaler Teilhabe ausgeschlossen sind.
Zugleich fordert die BAGSO in ihrer Stellungnahme das Recht auf ein Leben ohne Internet. Analoge Zugänge und Angebote wie z.B. bei Behördenangelegenheiten, Fahrscheinkauf, Bankgeschäften und vielem mehr, müssen weiterhin ohne Nachteile wie erhöhte Servicegebühren verfügbar sein.
Für den Einsatz von digitalen Technologien in der Pflege befürwortet die BAGSO die Empfehlung der Altersberichtskommission, diese immer nur unterstützend, niemals jedoch als Ersatz einzusetzen. Ethische Fragen sollten frühzeitig und unter Einbeziehung der Betroffenen diskutiert werden.
Der Achte Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“ wurde von einer Expertenkommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Andreas Kruse ausgearbeitet. Die BAGSO stand als Vertretung der Betroffenen im engen fachlichen Austausch mit der Altersberichtskommission.


Stellungnahme „Ältere Menschen und Digitalisierung" >>> https://www.bagso.de/fileadmin/user_upl ... ierung.pdf

Über die BAGSO
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt über ihre rund 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.08.2020
Kontakt
Stefanie Adler
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V
Noeggerathstr. 49
53111 Bonn
Tel.: 0228 24 99 93 33
E-Mail: adler@bagso.de

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