Lebenserwartung: Der Kopf ist wichtiger als das Portemonnaie

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Je älter Kinder werden, desto weniger bewegen sie sich – doch die urbane Umgebung kann diesen Effekt stark beeinflussen

Beitrag von WernerSchell » 20.12.2019, 15:42

Bild

Je älter Kinder werden, desto weniger bewegen sie sich – doch die urbane Umgebung kann diesen Effekt stark beeinflussen

Mit jedem gewonnenen Lebensjahr bewegen sich Kinder täglich zwei Minuten weniger. Was nach einem kleinen Effekt klingt, addiert sich im gesamten Zeitraum des Aufwachsens zu 20 Minuten verlorener Aktivität pro Tag – knapp einem Drittel der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Verhindern können das bestimmte stadtplanerische Maßnahmen – zumindest zum Teil.

Toben, rennen, spielen – Kinder bewegen sich in der Regel gerne. Das bereitet ihnen nicht nur Freude, sondern schützt sie auch vor Übergewicht, Diabetes und vielen anderen Gesundheitsproblemen im späteren Leben. Das zeigen zahlreiche Studien. Körperliche Aktivität gilt als eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen vor chronischen Krankheiten. Doch von dieser wertvollen „Medizin“ bekommen Kinder im Laufe ihres Heranwachsens immer weniger.

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in einer Studie, die sie vor Kurzem in der Fachzeitschrift International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity veröffentlicht haben. Das Besondere daran: Sie stützen sich dabei auf eine Langzeituntersuchung der IDEFICS / I.Family-Kohorte – vergleichbare Studien beruhen sonst meist nur auf Querschnittsdaten und können darum keinen zeitlichen Verlauf darstellen.

Die Daten zeigen, dass sich Kinder mit etwa vier Jahren im Schnitt knapp 60 Minuten am Tag moderat bis intensiv bewegen. Bis sie 14 Jahre alt sind, sinkt dieser Wert auf durchschnittlich etwa 40 Minuten. Pro Lebensjahr entspricht das zwei Minuten täglicher Aktivität, die verloren geht. Demnach erreichen Kinder mit vier Jahren im Durchschnitt noch die Empfehlung der WHO, mit 14 Jahren fehlt ihnen schon knapp ein Drittel davon. Ein ähnlicher Effekt zeigt sich bei der leichten Bewegung: Diese fällt im selben Zeitraum von etwas mehr als 350 Minuten täglich auf knapp 150 Minuten.

„Das Besondere an unseren Daten ist, dass wir bei ca. 2.500 Kindern aus Studienzentren in Deutschland, Italien und Schweden eine Entwicklung über die Zeit von 3 bis 15 Jahren aufzeigen konnten“, sagt Dr. Christoph Buck, Wissenschaftler am BIPS und Erstautor der Studie. „So konnten wir aufzeigen, dass bei Kindern die Bewegung mit steigendem Lebensalter abnimmt – und welche Faktoren im urbanen Raum diesen Effekt abschwächen.“

Dazu haben die Wissenschaftler die Messungen von Bewegungssensoren mit Daten zur Wohndichte, der Landnutzung, dem Straßennetzwerk, der Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und gestalteter Freiflächen wie Spielplätzen oder Parks verknüpft. Dabei zeigt sich: Die Verfügbarkeit öffentlicher Freiflächen war für die Förderung von moderater und intensiver Bewegung in der Kindheit relevanter, während im Jugendalter die Wohnungs- und die Vernetzungsdichte an Bedeutung gewannen.

„Die Erkenntnis, dass Spielplätze Kindern dazu anregen, sich mehr zu bewegen, kommt natürlich nicht überraschend“, sagt Dr. Buck. „Der Effekt ist allerdings sehr deutlich und das Ergebnis sollte Politikern und Städteplanern noch einmal aufzeigen, wie wichtig diese Orte für ein gesundes Aufwachsen sind und dass es wichtig ist, sie instand zu halten und für Kinder attraktiv zu gestalten. Ab einem Alter von acht bis zehn Jahren wird dann eine sichere Infrastruktur von Fuß- und Fahrradwegen immer wichtiger. Diese fördert nicht nur die Aktivität im Alltag, sondern kann eine von Eltern unabhängige Mobilität unterstützen, um früh einen aktiven und gesunden Lebensstil zu etablieren.“

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie klärt die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken auf und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 95 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Buck, Christoph, Dr. rer. nat.
Abteilung: Biometrie und EDV
Tel.: +49 (0)421 218-56944
Fax: +49 (0)421 218-56941
buck(at)leibniz-bips.de

Originalpublikation:
Buck C, Eiben G, Lauria F, Konstabel K, Page A, Ahrens W, Pigeot I, on behalf of the IDEFICS and I.Family consortia. Urban moveability and physical activity in children: Longitudinal results from the IDEFICS and I.Family cohort. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. 2019; https://doi.org/10.1186/s12966-019-0886-2

Quelle: Pressemitteilung vom 20.12.2019
Rasmus Cloes Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS
https://idw-online.de/de/news729404
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Klöckner will Ernährungsbildung an Schulen verbessern

Beitrag von WernerSchell » 14.01.2020, 08:07

Deutsches Ärzteblatt vom 14.01.2020:
Klöckner will Ernährungsbildung an Schulen verbessern
Berlin – Bundesernährungsministerin Julia Klöckner will die Ernährungsbildung in Schulen verbessern. Dazu will die CDU-Politikerin Ende März zu einem Runden Tisch einladen, wie ihr Ministerium mitteilte. Dabei soll ein Konzept zur Stärkung der... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/32 ... 975-q420g3

Anmerkung:
Die für notwendig erachtete Ernährungsbildung an Schulen spricht eindeutig für das von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk geforderte Schulfach Gesundheit!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Weniger Zucker, mehr Bewegung: Präventionsprogramm „fit4future Kids“ macht Grundschüler fitter

Beitrag von WernerSchell » 19.02.2020, 14:01

DAK Gesundheit
Presseteam der DAK-Gesundheit

Das gemeinsame Präventionsprogramm „fit4future Kids“ von Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit macht Grundschüler nachweislich gesünder. Drei Jahre nach dem Beginn der bundesweiten Initiative ernähren sich die Schüler bewusster, bewegen sich mehr und streiten weniger mit Mitschülern. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung der Technischen Universität München. Lesen Sie mehr in der nachfolgenden Pressemeldung:

Weniger Zucker, mehr Bewegung: Präventionsprogramm „fit4future Kids“ macht Grundschüler fitter
TU München untersucht Wirkung der bundesweiten Initiative von Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit


Das gemeinsame Präventionsprogramm „fit4future Kids“ von Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit macht Grundschüler nachweislich gesünder. Drei Jahre nach dem Beginn der bundesweiten Initiative ernähren sich die Schüler bewusster, bewegen sich mehr und streiten weniger mit Mitschülern. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung der Technischen Universität München. Dazu wurden deutschlandweit 2.500 Kinder zu Beginn der zweiten Klasse befragt und über die folgenden drei Jahre wissenschaftlich begleitet. Aufgrund der positiven Ergebnisse in Grundschulen wird „fit4future“ in diesem Jahr auch auf Kitas ausgeweitet. Bereits jetzt profitieren seit 2016 mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler an 2.000 Grund- und Förderschulen in Deutschland vom Präventionsprojekt unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

„Im Projektverlauf von ‚fit4future‘ zeigen sich zahlreiche positive Effekte im Bereich des Gesundheitsverhaltens und der sportmotorischen Fitness der Kinder – ein tolles Ergebnis“, sagt Prof. Dr. Martin Halle, Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin an der TU München. Vor allem bei der Ernährung gibt es deutliche Verbesserungen: So ging der regelmäßige Verzehr von Süßigkeiten ebenso zurück wie der Konsum von zuckerhaltigen Getränken. Während zu Beginn der zweiten Klasse über ein Viertel (28,1 Prozent) der Kinder angab, täglich Süßigkeiten zu essen, waren es am Ende der vierten Klasse nur noch 17,6 Prozent. Der tägliche Konsum von zuckerhaltigen Getränken ging um fast sechs Prozent zurück. „Nach drei Jahren ‚fit4future‘ wird deutlich, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, zu den Ergebnissen.

Auch zeigen sich besondere Fortschritte im Bereich der körperlichen Fitness und der Koordination. Waren zu Beginn des Programms 11,6 Prozent der Kinder täglich mehr als eine Stunde körperlich aktiv, waren es am Ende der zweiten Klasse 20,7 Prozent. Positiv sind auch die Resultate im Bereich Stressbewältigung und Sozialkompetenz: Nach drei Jahren „fit4future“ gaben signifikant mehr Schüler als zu Beginn des Programms an, keinen Streit mit Mitschülern zu haben oder von ihnen geärgert worden zu sein. Dies lässt sich vermutlich auf die verbesserten und regelmäßigen Spiel- und Bewegungsangebote, die durch das Präventionsangebot geschaffen wurden, zurückführen.

Nachholbedarf gibt es laut Evaluationsbericht vor allem bei der Mediennutzung: Die Zeit, die Kinder und Jugendliche vor Computer, Smartphone und anderen digitalen Geräten verbringen, ist deutlich zu hoch und steigt im Verlauf der Jahre sogar noch an. Aus diesem Grund wird „fit4future Kids“ in diesem Jahr das Thema Medienkonsum besonders in den Fokus rücken.

„Unser Programm zeigt Wirkung, es macht Kinder fitter für die Zukunft. Ich bin sehr stolz darauf, dass ‚fit4future‘ nach drei Jahren einen so großen Unterschied im Leben der Kinder macht“, sagt Dr. Hans-Dieter Cleven, Gründer der Cleven-Stiftung, zu dem positiven Evaluationsergebnis. Noch zu Beginn der Initiative im Jahr 2016 ergab die DAK-Studie „Gesundheitsfalle Schule“, dass rund 70 Prozent der Lehrkräfte in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg von Gesundheitsproblemen bei den Schülern feststellten. „Dem Bewegungsmangel treten wir mit ‚fit4future‘ konsequent entgegen. Noch sind wir aber nicht am Ziel und wollen unsere Präventionsbemühungen weiter intensivieren“, erklärt auch Andreas Storm,
Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Mit ‚fit4future Kita‘ weiten wir unser Präventionsangebot deshalb nun auf Kindertagesstätten aus.“ Bereits im vergangenen Jahr startete „fit4future Teens“ an 400 weiterführenden Schulen, im Schuljahr 2020/2021 werden weitere 400 Schulen eingebunden. Damit ist „fit4future“ ein Programm für das gesamte junge Leben (3 bis 19 Jahre).

Der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit zeigt, dass Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Kindern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. Auch die Häufigkeit psychischer Erkrankungen steigt in der Altersgruppe der bis Fünfjährigen immer weiter an. Deshalb schließen die Cleven-Stiftung und die DAK-Gesundheit diese Lücke der Prävention ab diesem Jahr mit der Ausweitung des Präventionsprogramms auf Kindertagesstätten. Die bewährten Maßnahmen von „fit4future“ werden hierfür an den Lebensraum Kita und die Bedürfnisse der Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren angepasst. Durch spielerische und kindgerechte Angebote werden dabei die Weichen so früh wie möglich in Richtung eines langfristigen und gesunden Lebensstils gestellt.

Das Projekt startet in diesem Jahr in 200 Kitas. Weitere 200 Kitas kommen dann im Jahr 2021 hinzu. Aktuell werden noch Bewerbungen von Kindertagesstätten für Hamburg, Leipzig, Nürnberg, Schwerin, Mainz, Köln, Esslingen und Neumünster auf kita.fit-4-future.de entgegengenommen. Zu „fit4future Teens“ erhalten interessierte Schulen unter www.teens.fit-4-future.de Informationen und das Bewerbungsformular.
Das Programm „fit4future“ trägt dem Präventionsgesetz Rechnung und setzt auf die Säulen Bewegung, Ernährung und Brainfitness/Stressbewältigung, die in einzelnen Modulen spielerisch und zielgruppengerecht behandelt werden. Diese sensibilisieren die Teilnehmer in Bewegungs- und Ernährungsfragen, behandeln aber auch Themenkomplexe wie Internetnutzung und Computerspiele. Neben der Förderung der körperlichen und geistigen Fitness für Kinder beinhaltet „fit4future“ zusätzlich Ansätze zur Verhältnisprävention in sechs Themenbereichen. Ebenso spielt die Einbindung der Lehr- und pädagogischen Fachkräfte eine zentrale Rolle: Deren Gesundheitszustand wird ebenfalls seitens der TU München abgefragt. Denn nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die Pädagogen sollen in ihrer Vorbildfunktion von diesem umfangreichen Präventionsprogramm profitieren.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert rund 5,7 Millionen Menschen. Die Cleven-Stiftung ist seit 2005 mit dem Projekt „fit4future“ im Einsatz für gesunde Schulen. Mehr zu „fit4future“: www.dak.de/fit4future und www.fit-4-future.de

Quelle: Pressemitteilung vom 19.02.2020
DAK-Gesundheit
Pressestelle
Telefon: 040/2396-1409
E-Mail: presse@dak.de


Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Bewegungsmangel - Studie: Immer mehr Deutsche sitzen zu viel

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2020, 16:25

Ärzte Zeitung vom 26.08.2020:
Bewegungsmangel
Studie: Immer mehr Deutsche sitzen zu viel

Immer mehr Menschen in Deutschland und Europa verbringen zu viel Zeit im Sitzen. Vor allem unter Jüngeren gibt es viele Bewegungsmuffel. Das Problem fange schon in der Schule an, klagt ein Experte.
Madrid / Münster. Immer mehr Menschen sitzen in Deutschland trotz Fitness-Boom jeden Tag viel zu lange auf dem Sofa, auf dem Bürostuhl oder im Auto – und gefährden dadurch ihre Gesundheit. Der Anteil jener, die nach eigenen Angaben täglich mehr als viereinhalb Stunden im Sitzen verbringen, kletterte zwischen 2002 und 2017 um 7,4 Prozent, wie Forscher der spanischen Universidad Rey Juan Carlos (URJC) berichten (BMC Public Health 2020; online 26. August). Nach dieser Studie gehörten in Deutschland zuletzt 57,2 Prozent der Männer und 50,2 Prozent der Frauen zu den „Dauersitzern“.
... (weiter lesen unter) ... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... 07343DEF78
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Bewegungsmangel – Ein gesundheitlicher Risikofaktor

Beitrag von WernerSchell » 28.08.2020, 06:46

Bild

Bewegungsmangel – Ein gesundheitlicher Risikofaktor

Prof. Dr. habil. Michael Tiemann publiziert Beitrag in Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit.


Bild


„Mangelnde körperliche Aktivität zählt global und national zu den bedeutendsten gesundheitlichen Risikofaktoren überhaupt und rückt zunehmend mehr in den gesundheitlichen und gesundheitspolitischen Fokus“, weiß Prof. Dr. habil. Michael Tiemann, Professor für Sportwissenschaften an der SRH Hochschule für Gesundheit. Er publiziert zum Thema „Mangelnde körperliche Aktivität – Prävalenz, Bedeutung und Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung“ aktuell im Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit. Der Beitrag gibt LeserInnen einen zusammenfassenden Überblick über die Prävalenz körperlicher bzw. mangelnder körperlicher Aktivität in Deutschland, deren Bedeutung für die individuelle und öffentliche Gesundheit (Public Health), damit verbundene wirtschaftliche Kosten sowie entsprechende Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung.

Bewegungsmangel ist einer der wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren, der zu einer Verringerung der Lebenserwartung und der Lebensqualität sowie einer deutlichen Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit wichtiger nicht-übertragbarer Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Brust- und Darmkrebs führt. Somit betrifft der Risikofaktor Bewegungsmangel sowohl die individuelle als auch die öffentliche Gesundheit (Public Health).

In der Veröffentlichung wird deutlich, dass es systematischer Strategien und Interventionen bedarf, um die durch mangelnde körperliche Aktivität verursachten Kosten sowie das Gesundheitsrisiko für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Deutschland zu reduzieren. Prof. Dr. habil. Michael Tiemann ergänzt: „Dabei kommt es insbesondere auch darauf an, Menschen, die bislang wenig körperlich aktiv waren, für Bewegung und einen aktiven Lebensstil zu begeistern und ihnen den Zugang zu entsprechenden Maßnahmen zu erleichtern.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. habil. Michael Tiemann
Professor für Sportwissenschaften,
Studiengang Physiotherapie, B. Sc.

E-Mail: michael.tiemann@srh.de
Campus Leverkusen
Telefon: + 49 2171 74382-01

Quelle: Pressemitteilung vom 21.08.2020
SRH Hochschule für Gesundheit Marketing / PR
SRH Hochschule für Gesundheit
https://idw-online.de/de/news752849



Bild

Der Beitrag „Mangelnde körperliche Aktivität – Prävalenz, Bedeutung und Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung“ ist folgender Adresse nachlesbar >>> https://link.springer.com/referencework ... 793-8_29-1
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 24751
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Lebenserwartung für neugeborene Mädchen 83,4 Jahre, für Jungen 78,6 Jahre

Beitrag von WernerSchell » 29.09.2020, 07:35

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 377 vom 29.09.2020

Lebenserwartung für neugeborene Mädchen 83,4 Jahre, für Jungen 78,6 Jahre / Modellrechnung zur künftigen Lebenserwartung ergibt noch deutlich höhere Werte

WIESBADEN – Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt für neugeborene Mädchen aktuell 83,4 Jahre und für neugeborene Jungen 78,6 Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Sterbetafel
2017/2019 weiter mitteilt, ist die Lebenserwartung in Deutschland damit gegenüber der letzten Berechnung (für den Zeitraum 2016 bis 2018) bei Mädchen und Jungen jeweils um rund 0,1 Jahre gestiegen.
+++
Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Herausgeber:
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
www.destatis.de/kontakt
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Gesperrt