Weltgesundheitstag am 07.04.2019

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Weltgesundheitstag am 07.04.2019

Beitrag von WernerSchell » 04.04.2019, 07:16

7. April 2019
Weltgesundheitstag

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Am 7. April 1948 wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet. Sie koordiniert die Arbeit der Vereinten Nationen im internationalen öffentlichen Gesundheitswesen und hat ihren Sitz in Genf. Bereits im Jahr der Gründung wurde in der ersten Sitzung die Schaffung eines Weltgesundheitstages gefordert, der seit 1950 jedes Jahr am 7. April stattfindet. Dabei geht es nicht nur allgemein um die Stärkung des Grundrechts auf Gesundheit, sondern stets auch um ein konkretes gesundheitliches Thema. So soll die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf aktuelle Herausforderungen im Gesundheitsbereich gelenkt werden.

Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts kann ein Teil der Menschheit das Grundrecht auf Gesundheit nicht wahrnehmen. So sterben jeden Tag weltweit fast 15.000 Kinder im Alter von unter fünf Jahren – die meisten an Krankheiten, die vermieden oder behandelt werden könnten. Und viele Tausend Frauen sterben bei Schwangerschaft und Geburt, weil es für sie keine ausreichende medizinische Betreuung gibt.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt sich weltweit dafür ein, diesen Zustand zu verändern. Denn die Bekämpfung der Armut ist ohne eine Verbesserung der Gesundheit ebenso unmöglich, wie eine nachhaltige Entwicklung insgesamt. Deutschland unterstützt deshalb sowohl eine Vielzahl von Gesundheitsprojekten in seinen Kooperationsländern als auch internationale Organisationen in Bereichen mit überregionaler Bedeutung, etwa bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten oder dem Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten.

Quelle: https://www.bmz.de/de/service/termine/2 ... dheit.html

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Weitere Informationen zum Weltgesundheitstag:

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Der Weltgesundheitstag

Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Ziel ist es dabei, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

Viele von der WHO vorgegebene Themen waren vorrangig den zum Teil dramatischen gesundheitlichen Verhältnissen in Entwicklungsländern

Quelle: gewidmet. Hiermit war der Appell an die Industrieländer verbunden, den ärmeren Ländern durch personelle und finanzielle Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der WHO bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen.

Andere Themen, wie Impfschutz, Ernährung, Rauchen, Unfälle und Familiengesundheit, waren für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen aktuell und relevant.

Mit der 1977 eingeleiteten "Gesundheit für alle"-Strategie der WHO rückten zunehmend Themen mit strategischer Bedeutung für die Entwicklung von nationalen Gesundheitssystemen, wie primäre Gesundheitsversorgung, Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung, in den Blickpunkt.


Der Weltgesundheitstag in Deutschland

Der Weltgesundheitstag wurde in Deutschland 1954 zum ersten Mal aufgegriffen. Seitdem wird er jedes Jahr im Auftrag des jeweils für Gesundheit zuständigen Ressorts von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (von 1954-1969 unter dem Namen "Bundesausschuss für gesundheitliche Volksbelehrung, von 1969 bis 1992 als "Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung", von 1992 bis 2007 "Bundesvereinigung für Gesundheit e. V." ) fachlich vorbereitet und organisiert.

Die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Themen sind bei der Umsetzung regelmäßig auf die Situation in Deutschland ausgerichtet und entsprechend interpretiert worden. Vielfältige Akzentverlagerungen spiegeln dabei die jeweils spezifischen gesundheitspolitischen Interessen und Vorstellungen in Deutschland wieder.

Auch der Charakter der zentralen Veranstaltung anlässlich des Weltgesundheitstages in Deutschland hat sich über die letzten 50 Jahre gewandelt. Prägte in frühen Jahren ein Festakt mit hochrangigen Politikern und ausgewählten Fachleuten das Veranstaltungsformat, wird seit Mitte der 90er Jahre ein größeres Fachpublikum angesprochen, das in verschiedenen Foren zum Thema des jeweils aktuellen Weltgesundheitstages diskutiert.

Quelle: https://www.weltgesundheitstag.de/cms/index.asp?wgt-who
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In rund zehn Jahren könnte jeder Mensch Zugang zu medizinischer Versorgung haben

Beitrag von WernerSchell » 04.04.2019, 07:21

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In rund zehn Jahren könnte jeder Mensch Zugang zu medizinischer Versorgung haben

Interview zum Weltgesundheitstag mit dem Präsidenten des World Health Summit Prof. Dr. Detlev Ganten

Der diesjährige Weltgesundheitstag am 7. April steht erneut unter dem Motto: „Allgemeine Gesundheitsversorgung“. Über die Hälfte der Weltbevölkerung hat laut Weltgesundheitsorganisation WHO und Weltbank keinen oder kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Bis 2030 soll Gesundheitsversorgung für alle gewährleistet sein – ein ambitioniertes Ziel.

Wie dieses Ziel umgesetzt werden kann, erklärt der Präsident des World Health Summit Prof. Dr. Detlev Ganten:

Warum ist allgemeine Gesundheitsversorgung wichtig?

Detlev Ganten: Allgemeine Gesundheitsversorgung heißt, dass jeder Mensch Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen kann, ohne in finanzielle Not zu geraten. Es darf nicht sein, dass Menschen ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Familie aufs Spiel setzen, nur weil sie krank werden. Zumal es in manchen Gegenden noch nicht mal ausreichende medizinische Versorgung gibt. Das Ziel ist und muss sein, dass alle Menschen überall Zugang zu bezahlbarer und qualitativ guter Gesundheitsversorgung haben.

Bisher sind viele Millionen Menschen medizinisch nicht oder kaum versorgt - was muss getan werden, um die Situation zu verbessern?

DG: Die Politik muss unbedingt erkennen, dass Gesundheit ein politisches Thema ist, das ganz oben auf die Agenda gehört. Gesundheit ist eines der Grundbedürfnisse der Menschen, ein Menschenrecht – das müssen Politiker erkennen und danach handeln. Gesundheit ist das höchste Gut, nicht nur für den Einzelnen sondern für die ganze Gesellschaft.

Ist das Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 allen Menschen den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, überhaupt realistisch?

DG: Es ist ein ehrgeiziges Ziel, keine Frage, aber innerhalb der nächsten zehn Jahre können wir es schaffen, die Gesundheitsversorgung der Menschen zumindest erheblich zu verbessern. Dazu müssen allerdings die einzelnen Länder in die Verantwortung genommen werden. Sie müssen die entsprechenden Strukturen etablieren und dann auch umsetzen. Diese Strukturen müssen gut funktionieren, auch um Gesundheitskrisen wie Epidemien zu verhindern.

Gibt es denn konkrete Beispiele wo es gut funktioniert?

DG: Ja, in Runda. In dem ostafrikanischen Land sind rund 90 Prozent der Bevölkerung krankenversichert. Die Regierung hat nach dem Genozid das Errichten eines funktionierenden Gesundheitssystems ganz oben auf die Agenda gesetzt. Das zeigt, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist.

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Prof. Dr. Detlev Ganten ist Präsident des World Health Summit, den er 2009 gegründet hat. Das Ziel: Die Verbesserung der Weltgesundheit. Ganten ist Facharzt für Pharmakologie und Molekulare Medizin und zudem einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er war Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Mitglied im Nationalen Ethikrat und Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Der World Health Summit findet vom 27. -29. Oktober 2019 in Berlin statt (Kosmos, Karl- Marx-Allee 131a). Er steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker und gilt mit rund 2.500 Teilnehmern aus 100 Ländern als das wichtigste strategische Forum für weltweite Gesundheitsfragen. Zentrale Themen beim WHS 2019 sind unter anderem allgemeine Gesundheitsversorgung, digitale Gesundheit und Klimapolitik.

Der gesamte World Health Summit ist presseöffentlich.

Informationen zu Themen und Sprechern des World Health Summit 2019:
www.worldhealthsummit.org

Informationen zum Weltgesundheitstag und Allgemeine Gesundheitsversorgung > https://mail.worldhealthsummit.org/d?o0 ... optio7y410

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2019
Kontakt
Katherine Lindemann | Press and Public Relations Officer
communications@worldhealthsummit.org | +49 30 450 572114
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Weltgesundheitstag am 07.04.2019: Neuorientierung, gute Ideen und Mut zu echten Innovationen sind nötig

Beitrag von WernerSchell » 04.04.2019, 08:45

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Neuorientierung, gute Ideen und Mut zu echten Innovationen sind nötig

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weist anlässlich des bevorstehenden Weltgesundheitstags 2019 am 7. April auf die Herausforderungen und ungelösten Probleme im deutschen Gesundheitswesen hin. „Unser Gesundheitssystem gilt nach außen hin als umfassend, leistungsfähig und verlässlich. Und es kostet sehr viel Geld. Wer es allerdings in Anspruch nimmt, stellt in der Regel schnell fest, wo die Lücken und Qualitätsdefizite in der Versorgung liegen“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Vom Fachkräftemangel über geringe Gesundheitskompetenz der Bevölkerung, Hygienemängel, ökonomische Fehlanreize, Versorgungsbrüche an Sektorengrenzen, Folgen ungesunder Lebensweise, Auswirkungen von Klima- und Umweltveränderungen bis hin zu der Bedrohung durch multiresistente Erreger sind zentrale Herausforderungen ungelöst. Und die verfügbaren Human- und Finanzressourcen sind begrenzt, auch in Deutschland. Wir müssen deshalb endlich hin zu mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen, zu einer konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen, die Hilfe suchen, zur Neuausrichtung interprofessioneller Zusammenarbeit im System und zum Abbau von Sektorengrenzen und Doppelstrukturen. Gerade das Potenzial der Pflegeberufe und ihre hohe Kompetenz im Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Menschen sind eine Chance, die besser als bisher genutzt werden muss. Andere Länder haben uns das längst vorgemacht – insbesondere in der Primärversorgung und im Sinne von erweiterten Rollen für die Pflegeberufe (Advanced Practice Nursing). Dieses Neuland sollten wir endlich betreten“, fordert die DBfK-Präsidentin.

Nach einer Meldung des Statistischen Bundesamts vom 21. März 2019 beliefen sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland in 2017 auf 375,6 Milliarden Euro oder 4 544 Euro je Einwohnerin beziehungsweise Einwohner. Wie Destatis weiter mitteilt, entspricht dies einem Anstieg um 4,7 % oder 16,9 Milliarden Euro gegenüber 2016. Der Anteil der Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag somit bei 11,5 %. Die Gesundheitsausgaben überschritten damit erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer Anstieg auf 387,2 Milliarden Euro geschätzt, das wären 3,1 % mehr als im Jahr 2017.
Zum Weltgesundheitstag 2019 macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Thema „Universal Health Coverage“ auf die Bedeutung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung aufmerksam und setzt ihre Kampagne aus 2018 fort. Laut WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus muss eine universelle Gesundheitsversorgung dafür sorgen, dass jeder Mensch medizinische Versorgung in Anspruch nehmen kann, ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten. Sicherzustellen ist, dass jeder die medizinische Versorgung erhält, die er braucht und wann immer er sie braucht.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.04.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
presse@dbfk.de
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Flächendeckende Gesundheitsversorgung für alle Menschen sicherstellen

Beitrag von WernerSchell » 06.04.2019, 05:57

0274 / 5. April 2019
Pressemitteilung von Achim Kessler


Flächendeckende Gesundheitsversorgung für alle Menschen sicherstellen

„Armut, Krieg, Vertreibung und Flucht, krank machende Lebens- und Arbeitsbedingungen - das Recht auf Gesundheit und bestmögliche Gesundheitsversorgung wird durch die derzeitigen sozialen und politischen Verhältnisse mit Füßen getreten“, erklärt Achim Kessler, gesundheitsökonomischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE zum Weltgesundheitstag. Kessler weiter:

„Weltweit ist der Zugang zu medizinischer Versorgung und damit die Chancen auf Gesundheit sehr ungleich verteilt. Sogar in einem reichen Land wie Deutschland spielt die Ungleichheit von Lebensbedingungen eine Rolle für die Gesundheit. Die mittlere Lebenserwartung bei der Geburt unterscheidet sich zwischen der niedrigsten und der höchsten Einkommensgruppe deutlich: der Unterschied macht bei Frauen mehr als vier Jahre, bei Männern sogar mehr als acht Jahre aus.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung muss sicherstellen, dass jeder Mensch eine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen kann. Linke Gesundheitspolitik bedeutet nicht nur, für eine flächendeckende, gute Gesundheitsversorgung einzutreten, sondern auch, die Ursachen von Ungleichheit zu bekämpfen. Wir müssen den Verhältnissen entgegentreten, die Armut und soziale Ungleichheit schaffen und verfestigen. Gesundheit ist ein Menschenrecht und alle Menschen müssen Zugang zu bestmöglicher Gesundheitsversorgung bekommen.“

F.d.R. Evelyn Waldt
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Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer Tel. 030/227-52801, Mobil 0151/282 02 708 Stellv. Pressesprecherin: Caroline Heptner Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/576 92 455 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
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Versorgung sichern durch erweiterte und spezialisierte Rollen der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 13.05.2019, 14:33

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Versorgung sichern durch erweiterte und spezialisierte Rollen der Pflege

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat am vergangenen Freitag die Fachtagung „Advanced Nursing Practice – erweiterte Pflegepraxis nach internationalem Vorbild etablieren“ durchgeführt. Als roter Faden zog sich hindurch: Was ist erforderlich, damit dies auch im deutschen Gesundheitssystem gelingt? Internationale Studien belegen eine hochwertige Versorgung durch Advanced Nurse Practitioner (APN), die sowohl in Krankenhäusern als auch in der Primärversorgung erweiterte pflegerische Rollen übernehmen. Sie werden auch in Deutschland dringend benötigt, wegen der veränderten Versorgungsbedarfe (z.B. bei chronischen Erkrankungen) oder der Ausdünnung der Hausarztpraxen.

DBfK-Präsidentin Christel Bienstein erklärte: „Viele Aufgaben, die in Deutschland von Ärzt/innen ausgeführt werden, gehören in Skandinavien, Finnland, den USA oder Australien zu den Handlungsfeldern akademisch ausgebildeter Pflegefachpersonen. Es ist dringend notwendig, auch in Deutschland die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Nurse Practitioner (NP) tätig werden können.“ Dafür wird eine Verankerung im Berufsrecht, im Leistungsrecht sowie eine haftungsrechtliche Absicherung der Pflegeexperten APN benötigt. Die Qualifizierung und Zertifizierung dieser Pflegefachpersonen muss einheitlich geregelt werden. Eine Harmonisierung der Bildungswege ist unabdingbar sowie die Klärung wichtiger Fragen: Welche Handlungsfelder können von Pflegeexperten APN übernommen werden? In welchem Maße können sie bei der Diagnostik und Therapie mitwirken oder eigenständig Teile übernehmen? Welche Medikamente können von Pflegeexpert/innen APN verordnet werden? Wo endet ihre Kompetenz? Es ist dringend nötig, dass die Berufsgruppe Pflege autonom und ihren Kompetenzen entsprechend eingesetzt wird. Eine hochqualifizierte evidenzbasierte pflegerische Versorgung hat enorm positive Auswirkungen auf die Patientenoutcomes, wie internationale Studien seit langem belegen.
Staatssekretär Westerfellhaus verwies in seinem Grußwort auf die Bedeutung einer hochqualifizierten pflegerischen Versorgung, um Patientensicherheit zu gewährleisten.

Der DBfK hat 2014 das ‚Netzwerk Erweiterte Pflegepraxis‘ gegründet (https://www.dbfk.de/de/expertengruppen/ ... praxis.php). Es richtet sich an Pflegeexperten/innen mit akademischem Abschluss, die am „Krankenbett“, mit Patient/innen ambulant oder stationär, in der Schmerztherapie, der Psychiatrie, bei der Diabetesbehandlung, im Wundmanagement oder der Onkologie tätig sind. Sie bieten den Patient/innen eine erweiterte und hoch spezialisierte pflegerische Versorgung für ihr individuelles Gesundheitsproblem an.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.05.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
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