Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2019 - Dem Gesundheitsamt obliegt der gesundheitliche Bevölkerungsschutz

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2019 - Dem Gesundheitsamt obliegt der gesundheitliche Bevölkerungsschutz

Beitrag von WernerSchell » 07.03.2019, 15:52

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Erstmals Tag des Gesundheitsamtes am 19. März

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Wer entscheidet bei einem Masernausbruch vor Ort über die Maßnahmen zur Bekämpfung? Wer kümmert sich um die infektionshygienische Überwachung der Kliniken? Wer erhebt Daten zur Bewertung der gesundheitlichen Situation von Schulanfängern? Wer berät die Politik vor Ort bei Gesundheitsfragen? Die Arbeit der rund 400 kommunalen Gesundheitsämter in Deutschland ist vielfältig, unverzichtbar - und nicht ausreichend gewürdigt. "Dabei ist das Gesundheitsamt eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung", betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich des ersten "Tags des Gesundheitsamtes" am 19. März 2019.

Das RKI arbeitet auf Bundesebene für den Schutz und die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung (Public Health) und hat den Tag des Gesundheitsamtes 2019 erstmals ausgerufen. Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank. Der 1745 im pfälzischen Rodalben geborene Arzt gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitswesens, der Sozialhygiene und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Sein Ziel war es, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, unter anderem durch eine staatliche Gesundheitsverwaltung und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen.

Krankenhäuser oder Arztpraxen kümmern sich um das Wohl des einzelnen Patienten. Im Unterschied zu diesem individualmedizinischen Ansatz haben die Gesundheitsämter die Bevölkerung im Blick. Damit hat der Öffentliche Gesundheitsdienst einen größeren Einfluss auf die Gesundheit, als vielen bewusst ist. "Eine ausreichende Finanzierung der Gesundheitsämter ist für eine gute gesundheitliche Situation der Bevölkerung unverzichtbar", unterstreicht Lothar H. Wieler. Die personelle Ausstattung der Gesundheitsämter sinkt seit Jahren. Aber kein noch so gutes Labornetzwerk oder Surveillancesystem reicht aus, um vor Ort Verdachtsfällen von Erkrankungen nachzugehen oder Quarantänemaßnahmen durchzuführen. Dazu wird qualifiziertes Personal und eine moderne Ausstattung benötigt und das in jedem Gesundheitsamt.

Einen Tag des Gesundheitsamtes oder "Local Health Authority Day" gab es bislang auch nicht auf internationaler Ebene. Leistungsfähige lokale Gesundheitsbehörden sind überall auf der Welt das Rückgrat der Gesundheit der Bevölkerung. Die Bekämpfung von Ausbruchsgeschehen ist dabei nur ein besonders sichtbarer Teil der Aufgaben lokaler Gesundheitsbehörden.

Für Deutschland beschreibt der Berufsverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst die Aufgaben auf seiner Internetseite wie folgt: "Die Bandbreite der Aufgaben reicht dabei von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien mit Kleinkindern, die Mütterberatungen, Kita- und Einschulungsuntersuchungen, Untersuchungen und Beratungen von Schwangeren und der Schwangerschaftskonfliktberatungen, Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene. Aufgaben sind die Beratungs- und Hilfsangebote für psychisch kranke Menschen, chronisch kranke sowie körperlich behinderte bzw. von Behinderung bedrohte Menschen, teils in Bereichen in denen niemand sonst tätig ist (subsidiär), bis hin zur Erstellung amtsärztlicher Gutachten und Zeugnisse von der Einstellung bis zur Dienstfähigkeit oder als wichtiger Teil des ÖGD die Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung und die Politikberatung. Nicht zu vergessen der zahnärztliche Bereich als ein hervorragendes Beispiel in der Prävention neben anderen im ÖGD."

Weitere Informationen: www.rki.de/tag-des-gesundheitsamtes

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Quelle: Pressemitteilung vom 07.03.2019
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Ein Keim kommt selten allein: Vortrag beim „Tag des Gesundheitsamts“

Beitrag von WernerSchell » 16.03.2019, 07:28

Rhein-Kreis-Neuss

Ein Keim kommt selten allein: Vortrag beim „Tag des Gesundheitsamts“

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Bildtext: Der Mikrobiologe und führende Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene, Professor Dr. Markus Egert, spricht beim „Tag des Gesundheitsamts“ in Grevenbroich. - Foto: B. Schilling

Rhein-Kreis Neuss. Antibiotika sowie Desinfektions- und Reinigungsmittel gehören zu den Segnungen der Zivilisation, doch ihr Einsatz muss mit Bedacht geschehen. Diese Auffassung vertritt der Mikrobiologe und führende Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene, Professor Dr. Markus Egert. In seinem Bestseller „Ein Keim kommt selten allein“ thematisiert er „das größte Keimhotel der Welt“, den Küchenschwamm, oder Mikroben auf Handys und Brille. In seinem Buch lernen sogar Kirchgänger und Fitnessstudio-Liebhaber ihre Infektionsrisiken und deren Vermeidung kennen.

Beim „Tag des Gesundheitsamts“ möchte Professor Egert interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen unterhaltsamen und spannenden Einblick „in das Reich der ungeliebten Mitbewohner“ geben. Seinen Vortrag beginnt der Hygiene-Experte am Dienstag, 19. März, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Kreishauses Grevenbroich, Auf der Schanze 4. Anmeldungen sind auf Grund des erwarteten großen Zuspruchs unter der Telefonnummer 0 21 81/601 53 01 erforderlich. Die Veranstaltung kann auch als offizielle Hygienebelehrung gebucht werden, ist dann allerdings nicht mehr kostenfrei.

Quelle: Pressemitteilung vom 07.03.2019
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Die dritte Säule gemeinsam stärken - Rudolf Henke zum ersten „Tag des Gesundheitsamtes“

Beitrag von WernerSchell » 19.03.2019, 08:27

Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
Pressemitteilung vom 19. März 2019


Die dritte Säule gemeinsam stärken
Rudolf Henke zum ersten „Tag des Gesundheitsamtes“


„Es ist höchste Zeit, die Bedeutung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes als dritte Säule im Gesundheitswesen hervorzuheben. Der heutige Tag ist eine gute Gelegenheit, das Aufgabenspektrum der kommunalen Gesundheitsbehörden aufzuzeigen und auf die Probleme hinzuweisen, die durch den ständig größer werdenden Personalmangel entstehen“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, anlässlich des „Tages des Gesundheitsamtes“ am 19. März, den das Robert-Koch-Institut in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerufen hat.

Die Arbeit der rund 400 Gesundheitsämter erfahre nicht die notwendige Wertschätzung in der Öffentlichkeit. Deutlich werde der Nutzen des ÖGD immer erst dann, wenn es um die Abwehr und Bekämpfung von schweren Infektionserkrankungen gehe, wie beispielsweise beim EHEC-Ausbruch 2011. Die Bekämpfung und Begrenzung von Ausbrüchen sei aber nur ein kleiner Teil der Aufgaben von Gesundheitsämtern in Deutschland. „Das Aufgabenspektrum ist breit gefächert und umfasst neben der Gefahrenabwehr auch Beratungs- und Unterstützungsangebote für Schwangere, Familien, Kita- und Einschulungsuntersuchungen, Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene sowie die Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung und Politikberatung“, betonte Henke.

„Die mangelnde Wertschätzung gegenüber dem Öffentlichen Gesundheitsdienst drückt sich auch in der Weigerung der öffentlichen Arbeitgeber aus, die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Gesundheitsbehörden ihren Kollegen in den Krankenhäusern tarifvertraglich gleichzustellen. Weil für die Ärzte in den Gesundheitsämtern keine arztspezifischen Tarifverträge existieren, erhalten sie im Vergleich zum Krankenhausbereich bis zu 1.000 Euro weniger Gehalt für ihre verantwortliche Aufgabe. Dadurch hat die Attraktivität des ÖGD dramatisch gelitten“, so Henke.

In vielen Ämtern führe der Ärztemangel zu einer permanenten Überlastung des vorhandenen Personals und drohe sich weiter zu verschärfen. Dagegen lasse sich bei gutem Willen durchaus etwas machen: „Die kommunalen Arbeitgeber müssen endlich bereit sein, über ihren Schatten zu springen und mit dem Marburger Bund tarifvertragliche Regelungen für die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst vereinbaren“, sagte Henke.
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Tag des Gesundheitsamts: Hochkarätige Veranstaltung über Mikroorganismen

Beitrag von WernerSchell » 21.03.2019, 12:02

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 172/2019
Datum: 21. März 2019


Tag des Gesundheitsamts: Hochkarätige Veranstaltung über Mikroorganismen

Rhein-Kreis Neuss. Lässt man Bakterien zwei Tage wachsen, ist ihre Biomasse 3000 Mal schwerer als die gesamte Erde. Diese und viele andere interessante Aussagen über Mikroorganismen vermittelte Professor Dr. Markus Egert als Fachmann für Haushaltshygiene beim „Tag des Gesundheitsamts“ im Kreishaus Grevenbroich.

Der renommierte Experte und Autor des Bestsellers „Ein Keim kommt selten allein“ führte aus, dass den Menschen allein 15 000 verschiedene Arten von Mikroben besiedeln. Das mikrobiologische „Eldorado“ sei jedoch die Küche. Vor allem in den dortigen Küchenschwämmen hat Egert 362 Arten von Bakterien festgestellt. Außerdem wartete er mit der erstaunlichen Feststellung auf, dass das Reinigen des Schwammes nur mehr krankmachende Bakterien hinterlässt.

Erst vor kurzem verdeutlichte Egerts „Weihwasser-Studie“ eine infektiologische Gefährdung für Kirchenbesucher. Der Professor fand 22 000 Keime pro Milliliter in der Segnungsessenz. Das Erzbistum Paderborn gab daraufhin spezielle Empfehlungen heraus.

Mehr als 80 Interessierte hörten den anschaulichen Vortrag des Referenten. Die Organisatoren, Verwaltungsleiterin Nadine Broisch und Patrick Vanbeselaere, waren sich mit Egert ebenso wie die Teilnehmer einig: Ein gutes Hygieneverhalten soll krankmachende Erreger reduzieren, gilt aber keineswegs der generellen Abtötung aller Mikroorganismen. Letztere sind nämlich primär gesundheitsfördernd und für die menschliche Gesundheit unerlässlich.

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