3,4 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2017

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3,4 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2017

Beitrag von WernerSchell » 18.12.2018, 08:19

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3,4 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2017

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WIESBADEN – Im Dezember 2017 waren in Deutschland 3,41 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Zahl der Pflegebedürftigen im Dezember 2015 bei 2,86 Millionen gelegen. Die starke Zunahme um 0,55 Millionen Pflegebedürftige (+19 %) ist allerdings zum großen Teil auf die Einführung des neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs ab dem 01.01.2017 zurückzuführen. Seitdem werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft, als vor der Umstellung.

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Gut drei Viertel (76 % oder 2,59 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon wurden 1,76 Millionen Pflegebedürftige in der Regel allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 0,83 Millionen Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, sie wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt. Knapp ein Viertel (24 % oder 0,82 Millionen Pflegebedürftige) wurde in Pflegeheimen vollstationär betreut.


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Ende 2017 waren 81 % der Pflegebedürftigen 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (35 %) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war weiblich (63 %).

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu sein. Während bei den 70- bis 74-Jährigen rund 6 % pflegebedürftig waren, wurde für die ab 90-Jährigen die höchste Pflegequote ermittelt: Der Anteil der Pflegebedürftigen an der Bevölkerung in diesem Alter betrug 71 %.

Weitere Ergebnisse der zweijährlichen Statistik – insbesondere auch zu Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten einschließlich des Personals – stehen in der Publikation "Pflegestatistik 2017 – Deutschlandergebnisse" sowie in den Tabellen zur Pflegestatistik (224) in der Datenbank GENESIS-Online (zum Beispiel Pflegebedürftige nach Art der Versorgung und Altersgruppen in 22400-0001) zur Verfügung.

Weitere Auskünfte:
Pflege, Telefon: +49 (0) 611 / 75 81 21,
Kontaktformular > https://www.destatis.de/kontakt.html

Weiteres:
Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Pflege vor: > https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... flege.html

Quelle: Pressemitteilung Nr. 501 vom 18.12.2018
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
www.destatis.de/kontakt
Erreichbarkeit: montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr.
https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... 1_224.html


+++
Ergänzende Informationen:

Heute wurden die Bericht zur Pflegestatistik 2017, Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung
1) Deutschlandergebnisse,
2) Ländervergleich - Pflegebedürftige,
3) Ländervergleich - Ambulante Pflegedienste,
4) Ländervergleich - Pflegeheime
veröffentlicht.
Die Berichte können hier heruntergeladen werden:
https://www.destatis.de/DE/Publikatione ... nisse.html
https://www.destatis.de/DE/Publikatione ... ftige.html
https://www.destatis.de/DE/Publikatione ... enste.html
https://www.destatis.de/DE/Publikatione ... heime.html
______________________________________
Heiko Schirrmacher
Pflege- und weitere Sozialstatistiken
Telefon +49 (0)611.758619
Telefax +49 (0)611.758983
heiko.schirrmacher@destatis.de
www.destatis.de
DESTATIS
wissen.nutzen. | Statistisches Bundesamt
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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In der Pflege wird an der falschen Stelle gespart

Beitrag von WernerSchell » 18.12.2018, 15:14

1056 / 18. Dezember 2018
Pressemitteilung von Pia Zimmermann


In der Pflege wird an der falschen Stelle gespart

„Die Pflegestatistik zeigt, dass die Politik aus dem Hause Spahn in die falsche Richtung geht“, erklärt Pia Zimmermann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Pflegepolitik, zur heute veröffentlichten Pflegestatistik für das Jahr 2017. Zimmermann weiter:

„Mehr als drei Viertel der Menschen mit Pflegebedarf werden zu Hause gepflegt. Die Bundesregierung aber hat weiterhin nur Brotkrumen für die ambulante Pflege übrig. Ambulante Dienste haben seit 2015 rund 20 Prozent mehr Menschen mit Pflegebedarf versorgt, die Anzahl der Einrichtungen steigt dabei nur um 5 Prozent. Das bedeutet für tausende Angehörige, dass sie keinen Pflegedienst mehr finden und die Versorgung selbst übernehmen müssen. Das Belastungslimit haben viele pflegende Angehörige bereits erreicht.

Ich fordere Minister Spahn auf, zum Fest der Familie endlich konkrete Maßnahmen zur Unterstützung pflegender Angehöriger und für eine flächendeckende Versorgung mit ambulanten Pflegediensten vorzulegen. Pflege ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben und keine Fußnote der Gesundheitspolitik.“

F.d.R. Christian Posselt
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Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer Tel. 030/227-52801, Mobil 0151/282 02 708 Stellv. Pressesprecherin: Caroline Heptner Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/576 92 455 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
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Anstieg von Pflegebedürftige um 19 Prozent in zwei Jahren

Beitrag von WernerSchell » 19.12.2018, 07:24

Ärzte Zeitung online, 19.12.2018
Statistische Bundesamt
Anstieg von Pflegebedürftige um 19 Prozent in zwei Jahren

WIESBADEN. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist binnen zwei Jahren um 550.000 auf 3,41 Millionen im Dezember 2017 gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Im Dezember 2015 lag die Zahl der Leistungsbezieher in der sozialen Pflegeversicherung noch bei 2,86 Millionen. Die starke Zunahme um 19 Prozent sei vor allem auf den weitergefassten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zurückzuführen, der seit Anfang 2017 gilt.
... (weiter lesen unter) ... https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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