Die Babyboomer gehen in Rente. Ein Drittel der Erwerbstätigen vor dem Ruhestand, Kommunen unter Druck.

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Die Babyboomer gehen in Rente. Ein Drittel der Erwerbstätigen vor dem Ruhestand, Kommunen unter Druck.

Beitrag von WernerSchell » 22.11.2018, 07:40

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
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Die Babyboomer gehen in Rente. Ein Drittel der Erwerbstätigen vor dem Ruhestand, Kommunen unter Druck.

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Quelle: https://www.berlin-institut.org/publika ... rente.html

Leere Eigenheime, Wohlstandsgefälle, soziale Isolation: Der Renteneintritt der geburtenstarken
Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre ab 2018 hat im schlimmsten Fall gravierende Auswirkungen
auf das kommunale Leben. Im besten Fall birgt der Ruhestand der Babyboomer aber ein immenses
Potenzial an politisch und gesellschaftlich Engagierten. Zu diesem Schluss kommt das
Thesenpapier „Die Babyboomer gehen in Rente. Was das für die Kommunen bedeutet“ des BerlinInstituts
für Bevölkerung und Entwicklung im Auftrag der Körber-Stiftung.

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»Dass die Babyboomer altern, bringt für die Kommunen in Deutschland massive Veränderungen mit
sich. Ob die Babyboomer für sie zur Belastung werden, weil sie Kosten verursachen und teilweise auf
Pflege angewiesen sein werden, oder ob die neuen Alten ihre Kompetenzen und Erfahrungen gewinnbringend
lokal einbringen, das haben die Kommunen selbst in der Hand«, so Reiner Klingholz, Direktor
des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

Um über den Übergang der Babyboomer in den Ruhestand zu beraten und Lösungen aus der internationalen
Praxis zu diskutieren, bringt das Körber Demografie-Symposium am 14. und 15. November in
Hamburg ein breites Fachpublikum aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen.

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Deutsche Kommunen stehen vor großen Herausforderungen

Wer sind die Babyboomer? Wie ist ihre sozioökonomische Situation? Und was bedeutet die Veränderung
ihrer Lebenssituation für deutsche Kommunen? Die Körber-Stiftung hat gemeinsam mit dem Berlin-Institut
für Bevölkerung und Entwicklung sechs Thesen zu den Auswirkungen des Ruhestands der
Babyboomer entwickelt:
1. Wirtschaft: Der Ruhestand der Babyboomer gefährdet den Wohlstand ihrer Heimatregionen.
2. Engagement: Die Babyboomer gestalten auch künftig das Zusammenleben in der Kommune mit –
aber zu ihren Bedingungen.
3. Wohnen: Viele Eigenheimen droht der Leerstand.
4. Sozialleben: Viele Babyboomer werden ohne eine Familie altern, ihnen droht im Alter soziale Isolation.
5. Pflege: Für die kommunalen Pflegenetzwerke sind die Babyboomer eine der größten Herausforderungen.
6. Soziale Sicherung: Einigen Frauen und Migranten aus der Babyboomer-Generation droht Altersarmut.

Die alternde Bevölkerung kann also zu einer großen Aufgabe für die deutschen Kommunen werden. Allerdings
gibt es sowohl in Deutschland als auch international gute Beispiele für Lösungen und Vorbilder
von Menschen und Organisationen, die den Wandel annehmen und als Chance begreifen.

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Weitere Informationen
• Interview mit Karin Haist, Leiterin bundesweite Demografie-Projekte der Körber-Stiftung
• Interview mit Reiner Klingholz, Direktor Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Material zum Download
• Thesenpapier: Die Babyboomer gehen in Rente. Was das für die Kommunen bedeutet. > https://www.berlin-institut.org/fileadm ... boomer.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 14.11.2018
Kontakt
Pressestelle Körber-Stiftung
Julian Claaßen
Telefon +49 40 80 81 92-233
claassen@koerber-stiftung.de
https://www.berlin-institut.org/fileadm ... eldung.pdf


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Deutschlands entscheidende Generation

Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder langsam auf die Beine kam und die Menschen mit neuer Zuversicht in die Zukunft blicken konnten, machte sich die neue Zeit auch demografisch bemerkbar. Die Menschen bekamen wieder mehr Nachwuchs: In den 1950er und 1960er Jahren kamen die sogenannten Babyboomer zur Welt, die heute als Kohorte rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen – also einen überproportional hohen Anteil stellen. 1964, zum Höhepunkt des Babybooms kamen in Deutschland Ost und West über 1,3 Millionen Kinder zur Welt. Heute sind es nur noch gut halb so viele.

Mehr alte Menschen

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Quelle und weitere Informationen > https://www.berlin-institut.org/newslet ... b4c5b2c013

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Kommunale Quartiershilfen statt "Pflege-Co-Piloten" ...
Pflege-Bevollmächtigter Andreas Westerfellhaus fordert "Pflege-Co-Piloten" > http://www.altenheim.net/Infopool/Nachr ... frpAXCtzyc - Dazu ergibt sich: Wir brauchen weder "Pflege-Co-Piloten", "Fall-Manager" noch "Dorfschwestern". Nötig sind kommunale Quartiershilfen, die v.a. alle Beratungs- und Unterstützungshilfen für die ambulante Versorgung pflegebedürftiger Menschen umfassen bzw. bündeln. Dies dient auch der Entlastung pflegender Angehöriger und wird dem Grundsatz "ambulant vor stationär" zielführend gerecht! Insoweit informiert u.a. ein Stament vom 14.08.2015 > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf
Die Quartiershilfen sollten aus Haushaltsmitteln von Kommunen, Ländern und Bund finanziert werden. Wie das konkret verteilt wird, wäre zwischen den Beteiligten auszuhandeln. Es handelt sich um eine Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft und die Umsetzung liegt im Interesse aller! Ich habe das in meinem Statement vom 06.07.2018 im Rahmen der Verbändeanhörung zum PpSG angesprochen > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf Es wird langfristig um ein zig-Milliarden-Projekt gehen müssen! Siehe aktuell auch die Probleme mit den "Baby-Boomern" > viewtopic.php?f=4&t=22924


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Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

Beitrag von WernerSchell » 22.11.2018, 07:43

Ärzte Zeitung vom 21.11.2018
Vorschlag des Pflegebevollmächtigten
Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

Etwa 1,5 Millionen Menschen werden zu Hause ohne Hilfe von Profis gepflegt. Überforderung, Vernachlässigung und nicht selten auch Gewalt sind die Folgen. Jetzt wird über Hilfe für die Helfer nachgedacht.
Von Anno Fricke
BERLIN. Mehr als sieben von zehn Pflegebedürftigen werden in den eigenen vier Wänden betreut. Millionenfach geschieht dies hinter verschlossenen Türen.
Nicht selten verbringen Pflegebedürftige und Pflegepersonen zehn Jahre und mehr gemeinsam in dieser Situation. Das birgt Aggressionspotenzial.
Vor allem die Beziehungsgeschichte der Partner oder Familienangehörigen biete Zündstoff für Gewalt in der Pflege, sagte Gabriele Tammen-Parr von der Beratungs-und Beschwerdestelle bei Konflikt und Gewalt in der Pflege älterer Menschen bei einer Veranstaltung des Pflegebevollmächtigten am Mittwoch in Berlin.
...
Westerfellhaus bringt "Pflege-Ko-Piloten" ins Spiel
... (weiter lesen unter) ... https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... eiden.html
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Die Babyboomer gehen in Rente. Ein Drittel der Erwerbstätigen vor dem Ruhestand, Kommunen unter Druck.

Beitrag von WernerSchell » 22.11.2018, 07:49

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) haben in ihrer heutigen Veranstaltung das Thema „Überforderung in der häuslichen Pflege von Anfang an vermeiden“ aufgegriffen und gemeinsam mit Betroffenen und Expertinnen und Experten darüber diskutiert, wie die häusliche Pflege am besten gestärkt werden kann. - Dazu informiert die unten angefügte Pressemitteilung.

Quelle: Mitteilung vom 21.11.2018
Barbara Stupp
Pressereferentin
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Thomas-Mann-Str. 2-4
53111 Bonn
Tel.: 0228 / 24 99 93 13
Fax: 0228 / 24 99 93 20
E-Mail: stupp@bagso.de
www.bagso.de

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Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege - Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)

Pressemitteilung
Nr. 4 21. November 2018


Gewalt in der häuslichen Pflege vermeiden: Pflegehaushalte müssen endlich die benötigte frühzeitige Unterstützung bekommen.

Mit der eigenen Pflegebedürftigkeit oder der eines Angehörigen umzugehen, ist oft nicht einfach. Viele pflegende Angehörige kommen an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Eine vom Pflege-bevollmächtigten geförderte Untersuchung der Goethe-Universität Frankfurt/Main zeigte auf, dass es in der häuslichen Pflege nicht nur in Einzelfällen zu Versorgungsmängeln und so-gar Gewalt kommt.
Darüber gesprochen wird aber kaum. Deshalb haben der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) das Thema in der Veranstaltung „Überforderung in der häusli-chen Pflege von Anfang an vermeiden“ aufgegriffen und gemeinsam mit Betroffenen und Ex-pertinnen und Experten darüber diskutiert, wie die häusliche Pflege am besten gestärkt werden kann.
Dabei wurde klar: Es gibt bereits heute gute Angebote, unter anderem von Pflegekassen, Kommunen, der Selbsthilfe und der Seniorenorganisationen mit ausgezeichneter Beratung und Begleitung. Aber diese Angebote stehen meist nicht flächendeckend zur Verfügung. Oft wird diese Hilfe erst zu spät gefunden oder angenommen. Dabei wären frühzeitige Beratung und Unterstützung der Schlüssel zur Prävention.
„Wenn es uns gelingt, frühzeitig die Türen für Unterstützung zu öffnen, dann werden Pflege-bedürftige und ihre Familien entlastet“, sagte der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering. „Die Kommunen sollten ihren älteren Bürgerinnen und Bürgern diese aufsuchende Beratung und Unterstützung anbieten – nicht erst bei bestehender Pflegebedürftigkeit.“
Staatssekretär Andreas Westerfellhaus stellte seinen Vorschlag vor, zur zielgenauen Stärkung der häuslichen Pflege einen Ko-Pilot (Koordination-Pflege im Lot) in Form wiederholter aufsuchender Begleitung und Beratung zu etablieren: „Unabhängige, hochqualifizierte Pflege Ko-Piloten könnten Pflegebedürftige und Pflegepersonen unterstützen und vertrauensvoll auf die Aufgaben und mögliche Konflikte vorbereiten.“ Der Pflege Ko-Pilot soll so Pflegebedürfti-gen und Pflegepersonen ermöglichen, ihre Bedürfnisse und Belange ins Gleichgewicht, ins Lot zu bringen und möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wänden zu führen.
Der Pflegebevollmächtigte: „Angelehnt ist diese Idee an die bereits bewährten Beratungs- und Betreuungsgespräche durch Hebammen bei den frischgebackenen Eltern. Ich habe aktuell ein Gutachten in Auftrag gegeben, wie die derzeitigen verpflichtenden Kontrollbesuche für Pfle-gegeldempfänger zu präventiven Ko-Pilot-Besuchen ausgebaut werden können. Die Ergebnisse erwarte ich für Anfang nächsten Jahres.“

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat bereits zu den Vorschlägen kurz Stellung genommen - siehe insoweit unter viewtopic.php?f=4&t=22924 Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege wurde in der Angelegenheit angeschrieben.

Kommunale Quartiershilfen statt "Pflege-Co-Piloten" ...
Pflege-Bevollmächtigter Andreas Westerfellhaus fordert "Pflege-Co-Piloten" > http://www.altenheim.net/Infopool/Nachr ... frpAXCtzyc - Dazu ergibt sich: Wir brauchen weder "Pflege-Co-Piloten", "Fall-Manager" noch "Dorfschwestern". Nötig sind kommunale Quartiershilfen, die v.a. alle Beratungs- und Unterstützungshilfen für die ambulante Versorgung pflegebedürftiger Menschen umfassen bzw. bündeln. Dies dient auch der Entlastung pflegender Angehöriger und wird dem Grundsatz "ambulant vor stationär" zielführend gerecht! Insoweit informiert u.a. ein Stament vom 14.08.2015 > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf
Die Quartiershilfen sollten aus Haushaltsmitteln von Kommunen, Ländern und Bund finanziert werden. Wie das konkret verteilt wird, wäre zwischen den Beteiligten auszuhandeln. Es handelt sich um eine Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft und die Umsetzung liegt im Interesse aller! Ich habe das in meinem Statement vom 06.07.2018 im Rahmen der Verbändeanhörung zum PpSG angesprochen > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf Es wird langfristig um ein zig-Milliarden-Projekt gehen müssen! Siehe aktuell auch die Probleme mit den "Baby-Boomern" > viewtopic.php?f=4&t=22924


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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Die Babyboomer - eine aktive Generation: erwerbstätig, engagiert, pflegend

Beitrag von WernerSchell » 11.12.2018, 16:17

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Die Babyboomer - eine aktive Generation: erwerbstätig, engagiert, pflegend

Die Babyboomer – die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1964 – wuchsen in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche auf. Wie hat sich dies auf das Erwerbsverhalten, das ehrenamtliche Engagement und die Fürsorgetätigkeiten und die materielle Lage dieser Generation(en) ausgewirkt? Ulrike Ehrlich und Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen stellten fest: die Babyboomer sind in höheren Anteilen erwerbstätig, häufiger engagiert als die Jahrgänge der Nachkriegszeit und übernehmen genauso häufig Pflegeaufgaben. Ihre materielle Lage unterscheidet sich jedoch kaum von der Vorgängergeneration und noch immer übernehmen Frauen häufiger unbezahlte Pflegeaufgaben.

Während der Sozialisation der Babyboomer gab es weitreichende gesellschaftliche Veränderungen: Insbesondere Frauen erhielten in zuvor ungekanntem Umfang Zugang zum Bildungssystem. Gleichzeitig gab es strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, das Modell des männlichen Ernährers neigte sich dem Ende zu, es gab wirtschaftliche Umbrüche und Krisen. Ulrike Ehrlich und Claudia Vogel gingen der Frage nach, ob es Veränderungen im Erwerbsverhalten, dem Engagement, den Fürsorgetätigkeiten und der materiellen Lage im Vergleich zur Vorgängergeneration kam und verglichen auf Basis des Deutschen Alterssurveys aus den Jahren 2014 und 2002 die jeweils 50- bis 59-Jährigen aus der Babyboomer- (1955 – 1964) und der Nachkriegsgeneration (1943 – 1952).
Im Alter von 50 bis 59 Jahren sind Babyboomer zu deutlich höheren Anteilen erwerbstätig als die früher geborene Nachkriegskohorte in diesem Alter. Insbesondere die Frauenerwerbstätigkeit zeigt einen starken Zuwachs um mehr als 10 Prozentpunkte (von rund 69% auf rund 81%), teilweise bei der Teilzeitbeschäftigung. Bei den Männern fällt der Zuwachs geringer aus (Anstieg von rund 78% auf rund 84%). Sehr deutliche Zuwächse gibt es auch im ehrenamtlichen Engagement. Bei den Frauen wuchs der Anteil der Engagierten von rund 12% auf 24%, bei den Männern von rund 18% auf rund 28%. Pflegeaufgaben übernehmen die Babyboomer ähnlich häufig wie die Nachkriegsgeneration, allerdings pflegen anteilig mehr als doppelt so viele Frauen dieser Altersgruppe als Männer (für die Babyboomer: 7,6 % der Frauen; 3,1% der Männer). Ein sozialer Wandel der geschlechtsspezifischen Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit hat sich nur teilweise vollzogen – zwar sind deutlich mehr Frauen erwerbstätig, aber nicht selten nur in Teilzeit, und noch immer übernehmen hauptsächlich sie die unbezahlten Pflegetätigkeiten.

In Bezug auf die materielle Lage gibt es nur geringe Unterschiede zwischen den verglichenen Generationen, inflationsbereinigt standen allen untersuchten Gruppen durchschnittlich um die 1900 Euro/Monat zur Verfügung. In beiden Generationen sind Frauen eher von Einkommensarmut betroffen als Männer, bei den Babyboomern sogar etwas mehr als in den Nachkriegsgeburtsjahrgängen.
Untersuchungen innerhalb der Babyboomer -Generation zeigen deutliche Ost-/Westunterschiede in den untersuchten Bereichen auf.

Die ausführlichen Analysen sind veröffentlicht in:
Ulrike Ehrlich & Claudia Vogel (2018): Babyboomer in Deutschland. Erwerbsverhalten, ehrenamtliches Engagement, Fürsorgetätigkeiten und materielle Lage. In: DZA aktuell, Deutscher Alterssurvey, Heft 01 /2018. Deutsches Zentrum für Altersfragen (Hrsg.).
https://www.dza.de/informationsdienste/dza-aktuell.html

Die Ergebnisse beruhen auf dem Deutschen Alterssurvey (DEAS) aus dem Jahr 2002 und 2014, einer bundesweit repräsentativen Studie der 40- bis 85-jährigen Wohnbevölkerung. Der DEAS wird seit 1996 in regelmäßigen Abständen unter wissenschaftlicher Leitung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) durchgeführt. Gefördert wird die Studie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Pressestelle des Deutschen Zentrums für Altersfragen
https://www.dza.de/presse.html

Quelle: Pressemitteilung vom 11.12.2018
Stefanie Hartmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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