Neues Konzept für die Qualitätsbeurteilung von Pflegeheimen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Neues Qualitäts- und Prüfsystem am Start: Die Qualität in den Pflegeheimen wird sich verbessern

Beitrag von WernerSchell » 07.10.2019, 06:04

Neues Qualitäts- und Prüfsystem am Start: Die Qualität in den Pflegeheimen wird sich verbessern

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(Quelle: GKV) Am 1. Oktober startete das neue Qualitäts‐ und Prüfsystem in der stationären Pflege. Das neue System wurde von Wissenschaftlern entwickelt und verknüpft die interne Qualitätssicherung der Einrichtungen mit der externen Qualitätsprüfung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung). Im Fokus steht die Frage: Wie gut ist der pflegebedürftige Mensch versorgt und werden seine individuellen Bedürfnisse angemessen berücksichtigt? Das neue System löst Schritt für Schritt die bisherigen Pflegenoten ab. Betroffene, Pflegekassen und Medizinischer Dienst bewerten den Neustart positiv.
„Das neue Qualitäts- und Prüfsystem wird die Pflegequalität verbessern. Im Mittelpunkt steht zukünftig die Frage, wie gut es einer Einrichtung gelingt, auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Pflegebedürftigen einzugehen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen zukünftig eine Fülle von Informationen über die Versorgungsqualität und über die Ausstattungsmerkmale in Pflegeeinrichtungen an die Hand. Es ist gut, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zukünftig die Qualität eines Pflegeheims besser erkennen können“, betont Dr. Monika Kücking, Leiterin der Abteilung Gesundheit des GKV‐Spitzenverbandes.
Die Medizinischen Dienste sehen im Neustart ebenfalls eine große Chance für die Weiterentwicklung der Pflegequalität. Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen), erläutert: „Der entscheidende Unterschied zum bisherigen Verfahren ist, dass wir nicht mehr einzelne Prüfkriterien prüfen, sondern anhand von Leitfragen die Qualität der Versorgung bewerten. Die MDK-Prüferinnen und Prüfer untersuchen in einer Stichprobe bei neun Bewohnerinnen und Bewohnern wie gut sie versorgt sind. Dafür sprechen sie mit den Pflegebedürftigen und schauen sich den Pflegezustand an. Darüber hinaus ist das Fachgespräch mit den verantwortlichen Pflegefachkräften wesentlicher Bestandteil des neuen Prüfverfahrens.“
Der Sozialverband VdK Deutschland bewertet das neue Qualitäts- und Prüfsystem ebenfalls positiv für die Verbesserung der Versorgungsqualität. Die gemeinsame Verantwortung von Pflegeeinrichtungen und Prüfinstitutionen werde gestärkt. „Die interne und externe Qualitätsprüfung müssen ineinandergreifen, um vollständige Wirkung zu zeigen. Mit dem neuen System können die Einrichtungen selbst Fehlerquellen erkennen. Die Prüfinstitutionen sind gefordert, die Heime auf Augenhöhe zu beraten. Die Versorgung pflegebedürftiger Menschen ist hochkomplex und erfordert auf beiden Seiten hohe Fachlichkeit“, sagt Dr. Ines Verspohl, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik beim Sozialverband VdK Deutschland.

Quelle: Mitteilung vom 06.10.2019
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Beratgerstraße 36
44149 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de

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Anmerkung der Moderation:
Das neue Prüfverfahren wird strenger, aber auch komplizierter. Die pflegerische Versorgung kann aber durch das neue Verfahren nicht verbessert werden. Denn dazu wären auskömmliche Stellenschlüssel und erheblich mehr Pflegefachkräfte erforderlich. Wegen des bestehenden Pflegenotstandes werden die vorhandenen Pflegekräfte mit neuen Aufgaben belastet. ... Und das wird möglicherweise erneut zu Lasten einer menschenwürdigen Pflege gehen.
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Statt Pflegenoten: Neue Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen

Beitrag von WernerSchell » 10.10.2019, 17:20

Statt Pflegenoten: Neue Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen

Das bisherige Noten-System für Pflegeheime wird am 1. November 2019 abgeschafft. An seine Stelle treten ausführlichere Informationen, die in drei Bereichen Auskunft geben. Sie erhalten dann Informationen über die Einrichtung, die Qualität der Pflege und Ergebnisse externer Prüfungen.

Das Wichtigste in Kürze:
Die sogenannten "Pflegenoten" werden abgeschafft und durch ein neues System ersetzt.
Die veröffentlichte Qualitätsdarstellung wird komplexer und komplizierter. Sie bekommen eine ausführlichere Darstellung verschiedener Qualitätsbereiche.
Das kann helfen, mehrere Einrichtungen miteinander zu vergleichen und sich dazu die Qualitätsbereiche herauszusuchen, die Ihnen besonders am Herzen liegen.
Entscheidend bleibt bei der Suche nach einem passenden Pflegeheim aber: Schauen Sie sich Einrichtungen selbst vor Ort an. Wir geben praktische Tipps dafür.


Die Prüfergebnisse werden in einer kompakten Übersicht dargestellt, die zusätzlich noch einen Vergleich zur vorangegangenen Prüfung enthält. Wie genau das aussieht, finden Sie auf den Seiten der Geschäftsstelle des Qualitätsausschusses Pflege. >>> https://www.gs-qsa-pflege.de/wp-content ... bnisse.pdf

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Quelle und weitere Informationen > https://www.verbraucherzentrale.nrw/wis ... imen-40434
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Qualitätssicherung: Neue Zeitrechnung für Pflegeheime

Beitrag von WernerSchell » 11.10.2019, 06:48

Deutsches Ärzteblatt vom 10.10.2019:
Qualitätssicherung: Neue Zeitrechnung für Pflegeheime
Seit zehn Jahren wird die Qualität der vollstationären Pflegeheime mit Pflegenoten bewertet. Diese stehen seit Beginn in der Kritik. Ab November 2019 sollen die Pflegenoten durch neue Qualitätsindikatoren sowie internen wie externen Qualitätsprüfungen abgelöst werden. Ein neues Kriteriensystem löst die alten Pflegenoten ab: Die Qualität der Pflege... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/30 ... 975-pz6ztg
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Freie Heim-Wahl gibt es "längst nicht mehr"

Beitrag von WernerSchell » 01.11.2019, 17:32

NTV

PANORAMA
FREITAG, 01. NOVEMBER 2019
Interview zum neuen Pflege-Tüv

Freie Heim-Wahl gibt es "längst nicht mehr"
Mit dem 1. November beginnt im Rahmen des neu überarbeiteten Pflege-Tüvs die Überprüfung von Pflegeheimen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Der deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt die Neuregelung, warnt im Interview mit n-tv.de jedoch auch: Auswählen kann man seinen Heimplatz schon lange nicht mehr.
… (weiter lesen unter) ... > https://www.n-tv.de/panorama/Freie-Heim ... 63417.html
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Gesundheitsminister erhofft sich aussagekräftigere Bewertung der Heime

Beitrag von WernerSchell » 01.11.2019, 18:08

Deutsches Ärzteblatt vom 01.11.2019:
Gesundheitsminister erhofft sich aussagekräftigere Bewertung der Heime
Berlin – Der neue Pflege-TÜV zur Bewertung von Heimen ist heute an den Start gegangen. Damit gebe es „ein besseres, aussagekräftigeres Bewertungssystem“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. „Es schafft Transparenz und damit... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q0avan


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Der nächste Neusser Pflegetreff wird zum Thema (kritisch) informieren. Dazu gibt es folgende Kurzhinweise:

Der 31. Neusser Pflegetreff wird am 27.11.2019 stattfinden. Themen: Pflegeberatung im Fokus - Pflegebedürftigkeit - was nun? Es wird über die neuen Pflegegrade und das Begutachtungsverfahren informiert. Im Übrigen sind ergänzende Hinweise zum Entlassmanagement im Krankenhaus und zum neuen Qualitätsprüfverfahren für stationäre Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Eintritt ist frei. Informationen unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =7&t=23347 bzw. http://www.wernerschell.de/aktuelles.php
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Der neue Pflege-TÜV wird mehr Bürokratie und weniger Zeit für die Bewohner bringen ...

Beitrag von WernerSchell » 02.11.2019, 07:53

Zum neuen ab 01.11.2019 geltenden Prüfverfahren für Heime wurde am 02.11.2019 in den sozialen Medien gepostet:

Der neue Pflege-TÜV soll mehr Transparenz und Vertrauen schaffen. Doch viele Pflegeheime fürchten mehr Bürokratie und weniger Zeit für die Bewohner (> https://www.facebook.com/ZDFheute/video ... 327531915/ ). - Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat dazu bereits am 02.10.2019 folgende Einschätzung vorgenommen: "Der neue Pflege-TÜV wird strenger und komplizierter. Tatsache ist aber auch, dass durch das neue Prüfsystem der Pflegenotstand nicht aufgelöst werden kann. Die Anforderungen an das bereits jetzt überlastete und gestresste Pflegepersonal werden zunehmen. Der Neusser Pflegetreff wird am 27.11.2019 folgerichtig das Thema Pflegeberatung aufgreifen und Hinweise zu dem neuen Pflege-TÜV geben. Näheres vorab im Forum: > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =7&t=23347 > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22862 " - NTV informierte am 01.11.2019 in einem Interview im Übrigen u.a. wie folgt: "Und es darf an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass man als Angehöriger in fast allen Regionen der Bundesrepublik froh sein kann, wenn man überhaupt zeitnah einen Platz in einer Pflegeeinrichtung bekommt. Auswählen kann man die Einrichtung eigentlich schon längst nicht mehr" (> https://www.n-tv.de/panorama/Freie-Heim ... 63417.html ).
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Neues DBfK-Poster: Qualitätsprüfsystem in der vollstationären Pflege

Beitrag von WernerSchell » 04.03.2020, 08:55

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Neues DBfK-Poster: Qualitätsprüfsystem in der vollstationären Pflege

Ende 2019 wurde der seit Jahren umstrittene „Pflege-TÜV“ in der vollstationären Pflege durch ein neues Prüfsystem ersetzt. Anstatt der bisherigen Noten, die nachweislich nichts aussagten über die erreichte Qualität der pflegerischen Versorgung, gibt es nun zwei Säulen, auf denen die Prüfung ruht. Zum einen relevante Indikatoren für Ergebnisqualität, die halbjährlich durch die Pflegeeinrichtung erhoben werden müssen. Daneben die externe, angemeldete Qualitätsprüfung, die in der Regel jährlich, womöglich aber auch nur alle 2 Jahre, durch MDK bzw. PKV vorgenommen wird.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat ein neues großformatiges Poster gestaltet, das die Systematik dieses Qualitätsprüfsystems übersichtlich darstellt und sehr gut zur Vorbereitung der externen Prüfungen, aber auch als Hilfe für die Indikatorenerhebung genutzt werden kann.

Das Poster im Format A1 kann im DBfK-Shop ( www.dbfk.de/shop ) zum Preis von 2,50 Euro zuzgl. Versandkosten bestellt werden.
>>> https://www.dbfk.de/media/docs/download ... uefung.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 04.03.2020
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
redaktion@dbfk.de
www.dbfk.de
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Ausgesetzte Qualitätsprüfungen in den Heimen werden ab 1.10.2020 wieder aufgenommen!

Beitrag von WernerSchell » 18.08.2020, 16:04

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Medizinische Dienste sind für den Start der Qualitätsprüfungen ab 1. Oktober vorbereitet

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Zu den aus Infektionsschutzgründen ausgesetzten Regelprüfungen in der Pflege erklärt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS:

„Mit Blick auf die pflegebedürftigen Menschen und ihren Schutz ist es notwendig, die Regelprüfungen in den Pflegeheimen zeitnah wieder aufzunehmen. Die Medizinischen Dienste sind für den Beginn der Qualitätsprüfungen ab dem 1. Oktober vorbereitet. Diese werden unter Einhaltung der Hygieneregeln umgesetzt. Nach wie vor gilt es, die besonders gefährdeten pflegebedürftigen Menschen weiterhin vor Infektionen zu schützen, gleichzeitig ist aber die Einhaltung einer qualitativ guten Versorgung sicherzustellen.

Die Corona-Pandemie stellt die Pflegeheime vor große Herausforderungen. Das erkennen die Medizinischen Dienste an und deshalb haben sie die Einrichtungen in der Krisensituation mit freiwilligen Einsätzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt.“

Hintergrund:

Um das Infektionsrisiko für die besonders gefährdeten pflegebedürftigen Menschen zu verringern, hat der Gesetzgeber mit dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz die Regelqualitätsprüfungen in allen Pflegeeinrichtungen ab dem 19. März 2020 ausgesetzt. Ziel dieser Entscheidung war es, einerseits besonders gefährdete Menschen zu schützen und andererseits die Einrichtungen von Zeitaufwänden durch die Prüftätigkeit zu entlasten. Anlassprüfungen aufgrund von Beschwerden von Betroffenen waren weiterhin möglich. Diese sind von den Pflegekassen bei den Medizinischen Diensten weiterhin beauftragt und in Abstimmung und mit den Gesundheitsbehörden vor Ort umgesetzt worden.

Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK. Dabei geht es zum Beispiel um bundesweit einheitliche Kriterien für die Begutachtung.
Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) begutachten Antragsteller auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung im Auftrag der Krankenkassen. Die MDK führen zudem Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen und ambulanten Diensten durch.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.08.2020
Pressekontakt:
MDS, Pressesprecherin, Michaela Gehms, Mobil: 0172-3678007
E-Mail: m.gehms@mds-ev.de
>>> https://www.mds-ev.de/presse/pressemitt ... eitet.html


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Wegen Corona-Krise
Kaum Kontrollen in Pflegeheimen

Der Corona-Infektionsschutz führt zu deutlich weniger Qualitätskontrollen in Pflegeheimen - mitunter mit nachteiligen Folgen für die Bewohner, wie eine Recherche von Report Mainz zeigt.
Von Gottlob Schober, SWR
Rund 14.000 Pflegeeinrichtungen gibt es in Deutschland - sie werden durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und durch die Heimaufsichten überwacht. Doch seit Mitte März wird als Folge der Corona-Pandemie in den Heimen kaum noch kontrolliert, wie es um die Qualität der Pflege bestellt ist - mit dramatischen Folgen. Das zeigen Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz.
... (weiter lesen unter) ... > https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... e-101.html


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Ärzte Zeitung vom 18.08.2020:
Pandemiefolgen
Wegen Corona deutlich weniger MDK-Prüfungen in Pflegeheimen

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen hat während der Corona-Pandemie 56 Prozent weniger Qualitätskontrollen durchgeführt. Ab Oktober soll es aber wieder Regelkontrollen geben.
Mainz. Seit Mitte März hält sich der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) bei Qualitätskontrollen in Pflegeheimen zurück. Laut dem ARD-Magazin „Report Mainz“ seien seither 56 Prozent weniger anlassbezogene Prüfungen im Vergleich zu den letzten drei Vorjahreszeiträumen durchgeführt worden. Konkret heißt das, dass seit Mitte März in ganz Deutschland lediglich 51 Mal geprüft wurde.
Um das Personal in Pflegeheimen zu entlasten und diese sowie Pflegebedürftige vor Coronainfektionen zu schützen, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Regelkontrollen durch den MDK bis Ende September ausgesetzt.
... (weiter lesen unter) ... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... F13C7F7A71
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Alzheimer NRW fordert Kontrollen in Pflegeheimen schnell wieder aufzunehmen

Beitrag von WernerSchell » 19.08.2020, 14:46

Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V.

Kick-Start für den Pflege-TÜV
Alzheimer NRW fordert Kontrollen in Pflegeheimen schnell wieder aufzunehmen


Düsseldorf, 19.08.2020 - Seit Mitte März sind im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen die Qualitätskontrollen in Pflegeheimen durch den Medizinischen Dienst der Kassen ausgesetzt. Zu lange, findet Alzheimer NRW. „Mängeln in der Pflege muss auch in Krisenzeiten nachgegangen werden“, sagt Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende des Landesverbands der Alzheimer Gesellschaften NRW. Der Verband fordert daher, den sogenannten Pflege-TÜV – unter Einhaltung der entsprechenden Hygieneregeln – unverzüglich wieder aufzunehmen.

„Die Mehrheit der Pflegeeinrichtungen hat in der Krise enorme Kraftanstrengungen aufgebracht und Großartiges geleistet“, betont die Vorsitzende von Alzheimer NRW. „Doch wo in Einzelfällen Missstände bestehen, fehlt durch den Stopp der Regelkontrollen und anlassbezogenen Prüfungen ein wichtiges Kontrollinstrument.“ In Deutschland gibt es rund 14.000 Pflegeeinrichtungen, deren pflegerische Qualität der Medizinische Dienst (MDK) und die Heimaufsichten überwachen. Um das Personal in den Heimen zu entlasten und die Bewohner vor Corona-Infektionen zu schützen, hatte das Bundesgesundheitsministerium im März beschlossen, die Regelkontrollen durch den MDK bis Ende September auszusetzen. Anlassbezogene Prüfungen sollten nur erfolgen, wenn den Pflegekassen Missstände in einzelnen Einrichtungen gemeldet werden.

In der Folge, so hat das TV-Magazin Report Mainz recherchiert, werde in den Heimen kaum noch kontrolliert, wie es um die Qualität der Pflege bestellt ist. Gerade einmal 51 anlassbezogene Prüfungen habe der MDK seit Mitte März deutschlandweit durchgeführt. Das sei mehr als die Hälfte (56%) weniger als im Vergleichszeitraum der letzten drei Jahre. Auch die Heimaufsicht hat ihre anlassbezogenen Kontrollbesuche laut ARD merklich reduziert. „Die Zahlen sind alarmierend“, sagt Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende von Alzheimer NRW. „Sie decken sich aber mit dem, was Angehörigen uns in den letzten Monaten berichtet haben.“ Ähnlich sieht es auch der Sozialwissenschaftler Stefan Sell von der Hochschule Koblenz: „Die Ergebnisse sind gelinde gesagt dramatisch, vor dem Hintergrund, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten in vielen Pflegeheimen einen quasi rechtsfreien Raum hatten."

Angehörige sorgen sich um das Wohl der Pflegebedürftigen
Da viele Familien ihre im Heim lebenden Angehörigen wegen des corona-bedingten Betretungsverbots wochenlang nicht besuchen durften, fehlte ihnen die Möglichkeit sich vor Ort selbst von deren Wohl zu überzeugen. „In unseren Beratungen erzählten viele, dass sich der Gesundheitszustand ihrer pflegebedürftigen Angehörigen während der Pandemie deutlich verschlechtert habe“, sagt Regina Schmidt-Zadel. Oft seien es ja die Söhne, Töchter, Partner oder Freunde, die die stationäre Pflege elementar ergänzen. Sie helfen beim Essen, gehen mit Pflegebedürftigen spazieren, lesen vor, hören zu und leisten Gesellschaft – Dinge, für denen den Pflegekräften im eng getakteten Stationsalltag und wegen der zusätzlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen schlicht die Zeit fehle. „Gerade für Menschen mit Demenz ist diese Zuwendung jedoch überlebenswichtig“, erklärt Regina Schmidt-Zadel. „Satt und sauber“ reiche da nicht.

Das Bundesgesundheitsministerium plant, die Regelkontrollen ab 1. Oktober wieder einzuführen. „Doch für Menschen im Heim zählt jeder Tag“, so Schmidt-Zadel. Aus ihrer Sicht spricht nichts dagegen, die Regelkontrollen und anlassbezogenen Prüfungen schon jetzt wieder hochzufahren. „Die Pflegebedürftigen haben ein Recht auf gesicherte und gute Versorgung“, so Schmidt-Zadel.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.08.2020
V.i.S.d.P. Regina Schmidt-Zadel MdB a.D., Vorsitzende
Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. Bergische Landstraße 2 * 40629 Düsseldorf
Tel. 0211/240869 – 18 * Fax. 0211/240869 - 11
presse@alzheimer-nrw.de * www.alzheimer-nrw.de

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. wurde 2003 gegründet. Er ist die Interessenvertretung der regionalen Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer Angehörigen- Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen in NRW. Er führt laufend eigene Projekte durch, z.B. das Projekt "Leben mit Demenz", eine Schulungsreihe für Angehörige. Er ist Veranstalter von Fachtagungen und Herausgeber eigener Publikationen. Er setzt sich für einen würdevollen Umgang mit Menschen mit Demenz ein, insbesondere in der Pflege, und wirkt an der Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Gremien, Ausschüssen und auf politischer Ebene mit.
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"Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege" (QualiPEP

Beitrag von WernerSchell » 19.09.2020, 06:53

QualiPEP biegt in die Zielgerade ein

(18.09.20) Das insgesamt vierjährige Forschungsprojekt "Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege" (QualiPEP) ist in der Pilotphase. Ziel ist die Stärkung von Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz sowohl der Bewohner*innen als auch der Beschäftigten in den jeweiligen Einrichtungen. Sechs Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung und fünf Pflegeeinrichtungen prüfen bis Anfang 2021 die Praxistauglichkeit der erarbeiteten QualiPEP-Instrumente. "Wir freuen uns, dass wir trotz der Corona-Pandemie den Zeitplan im Großen und Ganzen halten konnten und wieder mit den Einrichtungen den Dialog vor Ort führen können", sagt Dr. Kai Kolpatzik, Abteilungsleiter Prävention im AOK-Bundesverband. Das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und unter Federführung des AOK-Bundesverbandes läuft seit Mai 2017.

Weitere Informationen zur Pilotphase und zum gesamten QualiPEP-Projekt:
https://aok-bv.de/engagement/qualipep/index_23898.html

Quelle: Pressemitteilung vom 18.09.2020
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
https://www.aok-bv.de
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Medizinische Dienste starten ab Oktober mit Hausbesuchen und Qualitätsregelprüfungen in der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 19.09.2020, 07:07

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Medizinische Dienste starten ab Oktober mit Hausbesuchen und Qualitätsregelprüfungen in der Pflege

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Mit dem heute verabschiedeten Krankenhauszukunftsgesetz hat der Gesetzgeber Regelungen zur Wiederaufnahme der persönlichen Pflegebegutachtungen und der Qualitätsregelprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen ab Oktober 2020 beschlossen. Beides war zum Schutz vor Infektionen seit Mitte März ausgesetzt. Die Wiederaufnahme erfolgt unter Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

„Die Medizinischen Dienste begrüßen ausdrücklich, dass die persönlichen Pflegebegutachtungen und die Qualitätsregelprüfungen in der Pflege wieder flächendeckend erfolgen können. So richtig es war, beides aus Infektionsschutzgründen auszusetzen, so richtig ist es nun, beides unter Wahrung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufzunehmen“, sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.

Die Corona-Pandemie stellt die Pflegeheime und die ambulanten Pflegedienste vor große Herausforderungen; nach Einschätzung der Medizinischen Dienste leisten sie vielerorts gute Arbeit. Die Heime entwickelten beispielsweise kreative Lösungen, um der Vereinsamung der pflegebedürftigen Menschen entgegenzuwirken. „Gleichwohl ist nicht überall alles gut gelaufen. Die Prüfungen sind ein wichtiges Korrektiv, um unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen. Mit Corona leben, bedeutet auch eine qualitativ gute Pflegeversorgung unter Pandemie-Bedingungen sicherzustellen“, erklärt Pick.

Auch die Wiederaufnahme der persönlichen Pflegebegutachtung bewerten die Medizinischen Dienste positiv. Um die besonders gefährdeten pflegebedürftigen Menschen vor Infektionen zu schützen, wurde zu Anfang der Pandemie ein strukturiertes Telefoninterview entwickelt, mit dem die Gutachterinnen und Gutachter den Grad der Pflegebedürftigkeit feststellten. Damit erhielten die Versicherten weiterhin zeitnahen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Wegen der fehlenden Inaugenscheinnahme der Pflegebedürftigen vor Ort war die gutachterliche Einschätzung zu therapeutischen Leistungen und zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen nur begrenzt möglich. In zwingenden Ausnahmenfällen wie beispielsweise in Corona-Hotspots, im Falle von akuten Ansteckungsrisiken oder bei immenser Immunschwäche von Versicherten kann das Telefonverfahren weiterhin eingesetzt werden, um den Infektionsschutz sicherzustellen.

Zur Wiederaufnahme der persönlichen Begutachtung und der MDK-Prüfungen hat die MDK-Gemeinschaft ein übergreifendes Hygienekonzept erstellt. Dieses sowie weitere Informationen zur Begutachtung und Qualitätsprüfung während der Pandemie finden sich auf www.mds-ev.de und auf www.mdk.de.

Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK. Dabei geht es zum Beispiel um bundesweit einheitliche Kriterien für die Begutachtung.

Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) begutachten Antragsteller auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung im Auftrag der Krankenkassen. Die MDK führen zudem Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen und ambulanten Diensten durch.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.09.2020
Pressekontakt:
MDS, Pressesprecherin,
Michaela Gehms,
Tel: 0201 8327-115
Mobil: 0172-3678007
E-Mail: m.gehms@mds-ev.de
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Qualität stationärer Pflege transparent darstellen

Beitrag von WernerSchell » 28.09.2020, 07:15

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Qualität stationärer Pflege transparent darstellen


vzbv fordert verständliche und vergleichbare Informationen

• Trotz neuer Darstellung bleiben die Ergebnisse von Qualitätsregelprüfungen in der stationären Pflege undurchsichtig.
• vzbv fordert eine transparente Übersicht über die Qualitätsmerkmale.
• Nach Corona-bedingter Pause: Die Qualitätsregelprüfungen in Pflegeheimen werden zum 1. Oktober 2020 wieder aufgenommen.

Ab dem 1. Oktober 2020 beginnen wieder die Qualitätsregelprüfungen in der ambulanten und stationären Pflege, die Corona-bedingt zum Schutz vor Infektionen seit Mitte März ausgesetzt worden waren. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürwortet die Wiederaufnahme, fordert aber gleichzeitig mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher.

„Pflegebedürftige zahlen einen großen Teil der Pflegeheimkosten selbst. Schon deshalb haben sie einen Anspruch auf verständliche und vergleichbare Informationen, insbesondere über vorhandene Pflegedefizite“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

>> Hier klicken, um die gesamte Pressemitteilung zu lesen > https://newsletter.vzbv.de/d?o00dyqhq00 ... ggpmtp2430

Downloads
» Mehr Transparenz bei der Pflegequalität | Faktenblatt des vzbv | Juli 2020 > https://newsletter.vzbv.de/d/d.pdf?o00d ... ggpmum3430

Quelle: Mitteilung vom 25.09.2020
Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
Pressestelle
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10969 Berlin
Tel.: (030) 25 800-525
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Wiederaufnahme der Qualitätsregelprüfungen in der Langzeitpflege

Beitrag von WernerSchell » 30.09.2020, 16:14

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Wiederaufnahme der Qualitätsregelprüfungen in der Langzeitpflege

Die Medizinischen Dienste nehmen zum 01. Oktober 2020 die Qualitätsregelprüfungen in der stationären Langzeitpflege wieder auf. Durch die Corona-Pandemie waren die Prüfungen seit März ausgesetzt. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weist darauf hin, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist und die Prüfungen daher mit Augenmaß erfolgen sollten.

„Die Qualitätsregelprüfungen zum Schutz der Pflegebedürftigen auszusetzen war eine gute und richtige Entscheidung“, sagt Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK. „Ebenso richtig ist es, dass die Prüfungen nun unter den Bedingungen der Pandemie wieder aufgenommen werden. In der aktuellen Medienberichterstattung wurde die vorübergehende Aussetzung der Prüfungen teilweise mit einem Generalverdacht gegen die Pflegenden verbunden. Alle professionell Pflegenden arbeiten seit Monaten unter den pandemiebedingt schwierigen Bedingungen umsichtig und professionell. Und die Pandemie ist noch nicht vorbei. Bei den Prüfungen muss dies berücksichtigt und anerkannt werden“, fordert Bienstein. „Es ist dabei erforderlich, dass die Pflegfachpersonen die besonderen Qualitäten und Kompetenzen der Einrichtung in der Prüfung deutlich machen. Ziel muss es sein, an die spezifische Ausrichtung der jeweiligen Einrichtung anzuschließen, danach die Leistungen zu beurteilen und diese zu würdigen“, so Bienstein weiter.

Ein neues Qualitätsprüfverfahren wurde nach jahrelanger Entwicklung im letzten Jahr eingeführt, aber durch die Pandemie bisher nur wenige Monate umgesetzt. „Neu ist, dass die Einrichtungen selbst Qualitätsindikatoren erheben und die Ergebnisse der pflegerischen Maßnahmen in einem Fachgespräch mit den Prüfenden evaluiert werden sollen. Interne Qualitätssicherung und die Fachlichkeit der Pflegefachpersonen sollen damit gestärkt und mit der externen Prüfung verzahnt werden“, erläutert Bienstein.

Laut DBfK waren die Erfahrungen mit dem neuen Prüfverfahren aber bisher ernüchternd: Es zeigte sich bereits in den wenigen Monaten, in denen das neue Prüfverfahren angewendet wurde, dass häufig anstelle des angestrebten fachlichen Austauschs wie früher die Dokumentation in den Fokus gerückt wurde. „Wichtig und notwendig ist, dass sowohl die Einrichtungen als auch die Gutachterinnen und Gutachter des medizinischen Dienstes einheitlich geschult werden. Die Philosophie des neuen Prüfverfahrens muss von allen verstanden und verinnerlicht werden. Nur so ist der notwendige Neustart in der Qualitätssicherung der Pflege möglich“, sagt Bienstein.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.09.2020
Anja Kathrin Hild
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