Auf dem Weg zu einem demenzsensiblen Krankenhaus

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Auf dem Weg zu einem demenzsensiblen Krankenhaus

Beitrag von WernerSchell » 27.05.2017, 06:15

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„Selbstbestimmung demenzkranker Patienten bewahren“

Berlin, 9. Mai 2017. Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband fördert mit einem Empfehlungspapier die Etablierung demenzsensibler Strukturen in seinen Mitgliedskrankenhäusern. Unter Mitwirkung einer Expertengruppe präsentiert der Verband sechs zentrale Überlegungen, die für demenzsensible Krankenhäuser unverzichtbar sind. Das Empfehlungspapier beschreibt, wie Mitarbeitende geschult und Prozesse gestaltet werden müssen, um für demenzkranke Patienten ein Höchstmaß an Selbstbestimmung zu erhalten und Komplikationen wie einem postoperativen Delir vorzubeugen. Darüber hinaus skizziert das Dossier Qualitätskriterien, die für eine demenzsensible Krankenhausbehandlung herangezogen werden können.

„Die Selbstbestimmung demenzkranker Patienten zu bewahren, ist eine zentrale und zunehmend wichtige Aufgabe für Krankenhäuser. Menschen mit Demenz können nicht wie andere Patienten behandelt werden – sie brauchen mehr Aufmerksamkeit, mehr Zeit und speziell geschulte Mitarbeitende in Medizin und Pflege, die sich mit ihren besonderen Bedürfnissen auseinandersetzen“, sagt der Vorsitzende des DEKV, Christoph Radbruch, und verweist auch auf die Refinanzierung der Leistungen: „Im DRG-System besteht an dieser Stelle dringender Nachbesserungsbedarf.“ Darüber hinaus könnten demenzsensible Strukturen und Prozesse auch Qualitätskriterien sein: „Faktoren wie eine verständnisorientierte Kommunikation, das Erkennen und adäquate Behandeln von Schmerzen und die Förderung der Lebensqualität müssen die vorhandenen Qualitätsindikatoren ergänzen. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen“, betont der DEKV-Vorsitzende.

Der DEKV engagiert sich mit dem Projekt „Wissenstransfer: Demenzsensibles Krankenhaus“ für die Etablierung demenzsensibler Strukturen in seinen Mitgliedseinrichtungen. Im Rahmen der Fachtagung „Nichts vergessen? – Auf dem Weg zum demenzsensiblen Krankenhaus“ am 9. und 10. Mai 2017 in Berlin veröffentlicht der Verband sein Empfehlungspapier dazu. Im Strategieforum am ersten Kongresstag diskutiert der DEKV mit mehr als 100 Teilnehmern aus Krankenhäusern, Politik, Wissenschaft und Patientenorganisationen die Herausforderungen einer demenzsensiblen Versorgung im Spannungsfeld politischer Vorgaben und wirtschaftlicher Notwendigkeiten. Am 10. Mai stellen evangelische Kliniken ihre Modellprojekte und Best Practice-Beispiele vor.

„Mit dieser neuen Plattform möchten wir den kollegialen Austausch unter evangelischen Krankenhäusern fördern, um gute Ideen und innovative Ansätze in die Breite der Krankenhausversorgung zu bringen“, unterstreicht Radbruch. „Eine hochwertige Versorgung vulnerabler Patienten ist den Krankenhäusern in christlicher Trägerschaft ein wichtiges Anliegen. Deshalb bemüht sich der DEKV verstärkt um Lösungen und politische gangbare Wege auch für eine sektorenübergreifende Versorgung.“

Das Projekt „Wissenstransfer: Demenzsensibles Krankenhaus“ wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Kooperationspartner ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Schirmherr des Projektes ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege, Karl-Josef Laumann.

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DEKV-Wissenstransfer:
Auf dem Weg zu einem
demenzsensiblen Krankenhaus

Empfehlungspapier - Mai 2017

Download_DEKV-Empfehlungspapier_Demenzsensibles_Krankenhaus
> http://www.dekv.de/fileadmin/user_uploa ... enhaus.pdf

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WernerSchell
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Krankenhausversorgung von Menschen mit Demenz

Beitrag von WernerSchell » 06.07.2017, 08:15

Forschung zur Krankenhausversorgung von Menschen mit Demenz wird gefördert

Das Forschungsprojekt „Unterstützung älterer Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen während und nach dem Krankenhausaufenthalt“ (Intersektorales Care Management – intersec-CM) wird mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Es wird untersucht, wie ältere Menschen mit Demenz beim Übergang von stationärem Aufenthalt im Akutkrankenhaus in die ambulante Behandlung und Versorgung im eigenen Zuhause besser begleitet werden können. Die Projektmittel stammen aus der Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Vorhaben wird vom Standort Rostock/ Greifswald des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gesteuert. Beteiligt sind Einrichtungen aus Jena (Thüringen), Bethel (Nordrhein-Westfalen) sowie Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen).
In Akutkrankenhäusern zeigen mehr als 40 Prozent der über 65-jährigen Patienten kognitive Beeinträchtigungen, die während des Krankenhausaufenthaltes zu Problemen führen können. „Menschen mit Demenz fühlen sich in der ungewohnten Umgebung des Krankenhauses häufig orientierungslos, sie entwickeln Ängste und es kommt häufig zu einer kognitiven Verschlechterung während des Krankenhausaufenthaltes; all dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Wiederaufnahmen und vorzeitiger Heimeinweisung in dieser Patientengruppe“, erklärt Projektleiter der Studie, PD Dr. René Thyrian vom DZNE Standort Rostock/Greifswald.

Die Schnittstelle zwischen dem Krankenhaus und der Primärversorgung für die Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen ist eine besondere Herausforderung. Die Weiterbehandlung nach Operationen (u.a. durch niedergelassene Spezialisten) und die Pflegeversorgung sind oft nicht ausreichend koordiniert, Medikationspläne der Patienten werden nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nicht weitergeführt, Entlassungsbriefe, die für die weitere Behandlung und Versorgung erforderlich sind, werden unvollständig oder verspätet an die weiterbehandelnden Ärzte vermittelt und es fehlen leitlinienbasierte klinische Entscheidungshilfen. „Dies führt zu einer unzureichenden Behandlung und Versorgung vieler älterer Patienten, zu vermeidbaren kostenintensiven Wiederaufnahmen im Krankenhaus und zu vorzeitiger Institutionalisierung sowie der daraus resultierenden Unzufriedenheit von Patienten und Gesundheitsdienstleistern“, erläutert Stefan Kreisel, Ärztlicher Leiter der Abteilung für Gerontopsychiatrie am Evangelischen Klinikum Bethel.

Ziel der intersecCM-Studie ist die Entwicklung eines umfassenden Entlassungsmanagements über die Krankenhausgrenzen hinweg bis in die Versorgung durch den niedergelassenen Hausarzt. „Der Versorgungsbedarf der Patienten sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erfasst werden, um so die Rückkehr von Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen aus dem Krankenhaus in die Häuslichkeit optimal vorbereiten zu können“, so PD Dr. René Thyrian. Dabei soll ein poststationärer Behandlungs- und Betreuungsplan erarbeitet werden, der eine optimale ambulante Versorgung absichert: Speziell qualifizierte Fachkräften setzen diesen Plan um und begleiten den Prozess. Außerdem wird untersucht, wie dieses Konzept in die Versorgungspraxis überführt werden kann. Die Forschungspartner Dr. Adina Dreier-Wolfgramm vom Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald und Prof. Dr. Horst Christian Vollmar vom Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena führen dazu eine Prozessevaluation bei den Beteiligten, das heißt bei bei Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und den beteiligten Gesundheitsberufen, durch.

Den Rahmen für die Studie bildet das evidenzbasierte Dementia Care Management, welches in der DelpHi-MV Studie am DZNE Standort Rostock/Greifswald bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Basierend auf einer umfangreichen computergestützten Befragung, entwickeln speziell qualifizierte Fachkräfte einen am individuellen Bedarf orientierten Behandlungs- und Versorgungsplan für die Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus koordinieren und begleiten sie die Umsetzung dieses Versorgungsplans mit Hilfe eines computergestützten Interventions-Management-System (IMS). „Die Aufgaben umfassen die Initiierung einer medizinischen Diagnostik und Behandlung bezüglich der kognitiven Beeinträchtigung der Patienten, Medikationsmanagement, Pflegeberatung, soziale und rechtliche Beratung sowie Beratung und Information über Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. Die Fachkräfte ersetzen nicht die anderen Berufsgruppen im Krankenhaus, sondern unterstützen diese kompetent, patientenorientiert und individuell. Langfristiges Ziel ist, Belastungen für die Patienten zu reduzieren und einen problemlosen Übergang aus dem Krankenhausaufenthalt in die eigene Häuslichkeit zu ermöglichen“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Standortsprecher des DZNE Rostock/Greifswald.

PD Dr. René Thyrian wertet die Förderung durch das BMBF auch als Anerkennung der Versorgungsforschung im DZNE: „Das DZNE hat durch die DelpHi-MV Studie und durch das vom BMG geförderte Projekt Demenznetzwerke in Deutschland bereits wichtige Beiträge für eine Verbesserung der ambulanten Versorgung von Menschen mit Demenz in Deutschland geleistet. Das Projekt intersec-CM soll die erfolgreichen Konzepte nun auch für den Bereich Akutkrankenhaus verfügbar machen.“

Weitere Informationen

Das Projekt startet am 01.08.2017 und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Neben dem DZNE Standort Rostock/Greifswald sind die Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health des Instituts für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald, das Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Jena, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Evangelischen Klinikums Bethel sowie das Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf beteiligt.

Die Förderinitiative Gesund – ein Leben lang hat das Ziel, die Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Lebensphasen besser zu verstehen und Prävention und Therapien noch passgenauer auszurichten. Das BMBF stellt für die Initiative bis Jahr 2021 insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Ansprechpartner:
PD Dr. Jochen René Thyrian
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
DZNE Rostock/ Greifswald
Ellernholzstraße 1-2
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 7592
Telefax +49 3834 86 19551
rene.thyrian@dzne.de
http://www.dzne.de

Weitere Informationen:
https://www.dzne.de/standorte/rostock-greifswald.html
http://evkb.de/home.html
http://www2.medizin.uni-greifswald.de/icm/
http://www.allgemeinmedizin.uni-jena.de ... x_ger.html
http://www.uniklinikum-jena.de/
https://www.bmbf.de/de/gesund-ein-leben-lang-2154.html

Quelle: Pressemitteilung vom
Jan Meßerschmidt Presse- und Informationsstelle
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
https://idw-online.de/de/news677771
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Wie funktioniert ein demenzsensibles Krankenhaus?

Beitrag von WernerSchell » 09.12.2019, 15:35

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Wie funktioniert ein demenzsensibles Krankenhaus?

Täglich werden rund 50.000 Patienten mit der Nebendiagnose Demenz in deutschen Krankenhäusern behandelt. Kaum ein Krankenhaus ist bislang auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe vorbereitet. Wie kann ein Krankenhausaufenthalt für Demenzerkrankte schonend gestaltet werden? Ein neuer Praxisleitfaden mit erfolgreichen Beispielen und praktischen Einblicken nennt zehn konkrete Bausteine eines demenzsensiblen Krankenhauses.
Robert Bosch Stiftung | November 2019


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Eine unbekannte Umgebung, fremde Menschen, neue Abläufe und eine andere Geräuschkulisse: Für Menschen mit Demenz sind Krankenhausaufenthalte eine Herausforderung. Auch das ohnehin überlastete Krankenhauspersonal ist in aller Regel nicht auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzpatienten eingestellt. Wie können Krankenhäuser dieser sensiblen Patientengruppe besser gerecht werden?

Mehr Orientierung für Patienten und Personal
Antworten auf diese und andere Fragen liefert ein Praxisleitfaden, entwickelt von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V.. Der Leitfaden zeigt erfolgreiche Ansätze für den sensiblen Umgang mit dieser Patientengruppe. Zu den Empfehlungen gehört neben festen Bezugspersonen für die Patienten auch die Benennung eines Demenzbeauftragten, der die Angebote koordiniert. Auch Um- und Neubaumaßnahmen in einem Krankenhaus sollten mit Blick auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzerkrankten erfolgen.


Lesen Sie den kompletten Leitfaden

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Anzahl der Seiten: 224
Erscheinungsjahr: 2019
Bestelladresse: Cordula.Hoffmanns@bosch-stiftung.de


Unsere Reportage zu Demenz im Krankenhaus
Ein Ortsbesuch in Hamburg > https://www.bosch-stiftung.de/de/story/am-ruhepol


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Mehr erfahren
Wir wollen einen möglichst guten Umgang mit der Erkrankung finden und Betroffene und Angehörige in ihrem "Leben mit Demenz" unterstützen.


Unser Engagement für das Thema „Demenz“ > https://www.bosch-stiftung.de/de/thema/demenz
Mehr über Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus > https://www.bosch-stiftung.de/de/projek ... rankenhaus
Lesen Sie die „General Hospital Study“ zu Demenz in Allgemeinkrankenhäusern > https://www.bosch-stiftung.de/de/publik ... ie-general


Quelle und weitere Informationen >>> https://www.bosch-stiftung.de/de/news/w ... rankenhaus
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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iso-Institut präsentiert Praxisleitfaden zum Aufbau demenzsensibler Krankenhäuser

Beitrag von WernerSchell » 16.12.2019, 17:25

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iso-Institut präsentiert Praxisleitfaden zum Aufbau demenzsensibler Krankenhäuser

Jeden Tag werden in deutschen Krankenhäusern rund 76.000 ältere Patientinnen und Patienten mit kognitiven Störungen behandelt. Meist besteht Ratlosigkeit, wie die steigende Zahl an Patienten mit der Nebendiagnose Demenz in Akutkrankenhäusern angemessen versorgt werden soll. Dringend sind Maßnahmen zur Erhöhung der Demenzsensibilität von Akutkliniken erforderlich. Nun wurde der Öffentlichkeit ein umfassender Praxisleitfaden vorgestellt, den das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) im Auftrag der Robert Bosch Stiftung erarbeitet hat. Dieser Leitfaden unterstützt Krankenhäuser dabei, in Zukunft demenzsensible Strukturen und Prozesse aufbauen zu können.

Der Praxisleitfaden basiert im Wesentlichen auf einer Analyse des Förderprogramms „Demenz im Krankenhaus“ der Robert Bosch Stiftung durch das iso-Institut. Den wichtigsten Fundus an Erfahrungen stellten dabei 17 von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekte aus verschiedenen Regionen Deutschlands dar. Neben diesen Gute-Praxis-Krankenhäusern wurden weitere Erkenntnisquellen einbezogen, darunter insbesondere Dokumente und Literatur zum Thema, Zusatzprojekte der Stiftung zur Epidemiologie und zur Umgebungsgestaltung sowie Erkenntnisse aus dem ebenfalls von der Robert Bosch Stiftung geförderten Studiengang zur Demenz und dem Graduiertenkolleg „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“.
Als Gesamtergebnis ist ein Praxisleitfaden zur modularen Umsetzung von Maßnahmen entstanden, die in der Summe ein demenzsensibles Krankenhaus ausmachen. Zielgruppe sind Führungskräfte und Beschäftigte von Akutkrankenhäusern, die mithilfe des Praxisleitfadens ihr eigenes berufliches Handeln mit Blick auf die Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven Einschränkungen reflektieren und auf dieser Basis Schritte zur Organisationsentwicklung einleiten möchten. Der Leitfaden beschreibt Gestaltungsansätze und Wege, wie Maßnahmen zur Demenzsensibilität entwickelt und umgesetzt werden können.
Im Hauptteil des Leitfadens sind die wichtigsten zehn Bausteine eines demenzsensiblen Krankenhauses in modularer Form aufbereitet. Beginnend mit dem Wissensaufbau, der von zentraler Bedeutung ist, werden Themen wie Delir-Management, Konzepte für spezielle Abteilungen und für die Notaufnahme, Angehörigenarbeit und Umgebungsgestaltung dargestellt. Dabei wird die Umsetzung für jedes Thema durch verschiedene Elemente unterstützt:
• einen Kurzcheck zur Selbsteinschätzung, mit dem sich die Leserinnen und Leser einen schnellen Überblick über den Umsetzungsstand der eigenen Klinik bei dem jeweiligen Baustein verschaffen können,
• eine Erläuterung zur Relevanz des Bausteins und der bei der Umsetzung zu erwartenden Vorteile,
• eine Darstellung des jeweiligen Erkenntnisstandes sowie von Gestaltungsansätzen Guter Praxis,
• eine Empfehlung für angepasste Arbeitsprozesse und organisatorische Abläufe sowie
• nützliche Instrumente und Prozessbeschreibungen.
Der Praxisleitfaden kann kostenfrei bei Robert Bosch Stiftung als Print- oder als Onlineversion bestellt werden: https://www.bosch-stiftung.de/de/publik ... kenhaeuser

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Sabine Kirchen-Peters (kirchen-peters@iso-institut.de)
Dr. Elisabeth Krupp (krupp@iso-institut.de)

Originalpublikation:
Kirchen-Peters, Sabine; Krupp, Elisabeth (2019): Praxisleitfaden zum Aufbau demenzsensibler Krankenhäuser. Stuttgart.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.12.2019
Dr. Volker Hielscher Pressestelle
Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso)
https://idw-online.de/de/news729124
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Immer mehr demenzkranke Patienten in Deutschlands Kliniken

Beitrag von WernerSchell » 03.01.2020, 07:21

Deutsches Ärzteblatt vom 02.01.2020:

Immer mehr demenzkranke Patienten in Deutschlands Kliniken
Bonn –Deutschlands Krankenhäuser müssen umdenken. „Die Zahl der Patienten mit Demenz nimmt in den Krankenhäusern stetig zu“, mahnt der Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland (kkvd), Theo Paul. „Für sie müssen die Krankenhäuser... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q3hpqk

Neuer Praxisleitfaden zum Aufbau demenzsensibler Krankenhäuser
Stuttgart – Ein neuer Praxisleitfaden soll Krankenhäuser dabei unterstützen, demenzsensible Strukturen aufzubauen. Erstellt hat den Leitfaden das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) im Auftrag der... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q3hpqk
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