Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung

Beitrag von Presse » 15.03.2012, 12:47

Staatssekretärin Schäfer beim Symposium „Jahr der Pflege“:
Saarland strebt Initiative zur Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Deutschland an

Anlässlich der Veranstaltung "Nach dem Jahr zur Pflege: Resignation oder Aufbruch" am Lehrinstitut für Gesundheitsberufe der SHG berichtete die saarländische Gesundheitsstaatssekretärin Gaby Schäfer über den vom Saarland als diesjähriges Vorsitzland der Gesundheitsministerkonferenz eingeleiteten Beschlussvorschlag für „Gemeinsame Initiativen und Strategien zur Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Deutschland.“

„In Anbetracht des demografischen Wandels wird ein erheblich steigender Bedarf an Dienstleistungen des Gesundheitswesens und entsprechender Fachkräfte im Arztberuf, in den Pflegefachberufen aber auch in den weiteren Gesundheitsfachberufen prognostiziert“, so Staatssekretärin Schäfer. „Zur Verhinderung des erwarteten Fachkräftemangels und Sicherstellung einer adäquaten medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung sind daher umgehend Maßnahmen einzuleiten. Es werden neue Denkansätze und tiefgreifende Veränderungen in der gesundheitlichen Versorgung erforderlich sein. Zum erfolgreichen Handeln bedarf es daher einer Bündelung der Kräfte. Auf der Basis bereits gefasster Beschlüsse wird die Zustimmung aller Bundesländer angestrebt zu einer konzertierten Zusammenarbeit der zuständigen Bundesministerien mit den Ländern, Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Kammern und den Verbänden.“

Durch ein koordiniertes Zusammenwirken können gemeinsame Initiativen ergriffen und effektive Strategien zur langfristigen Fachkräftesicherung im Arztberuf und in den nichtärztlichen Pflege- und weiteren Gesundheitsfachberufen eingeleitet werden. Grundlage dieser Bemühungen muss eine an der Krankheitslast der Bevölkerung ausgerichtete Analyse des tatsächlichen Bedarfs an ärztlicher und nichtärztlicher Betreuung sein, ferner wird die Erarbeitung eines nationalen Strategieplans vorgeschlagen.

„Es muss ein gemeinsames Anliegen von Bund und Ländern sein, in Zukunft zu einer noch stärkeren Vernetzung der Versorgungsbereiche und zu einer Sicherung des Fachkräftebedarfs, insbesondere im ärztlichen Bereich und den Pflegefachberufen, aber auch bei den weiteren Gesundheitsfachberufen zu gelangen“, so Staatssekretärin Gaby Schäfer. Analog dazu stehen auf Landesebene das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und das Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz im engen Kontakt mit den Kammern, Krankenkassen und Verbänden, um eine bedarfsgerechte medizinische und pflegerische Versorgung der saarländischen Bevölkerung „generationenfest“ sicherzustellen.

Hintergrund:
Nach dem Ergebnis der Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut (WifOR-Institut) werden aufgrund der demografischen Veränderung zum Jahr 2020 fast 56.000 Ärztinnen/Ärzte sowie 140.000 Pflege- und Fachkräfte anderer Gesundheitsberufe (ohne Berücksichtigung der Altenpflege) fehlen.
Für den Bereich der Pflegefachberufe (einschl. der Altenpflege) geht das Statistische Bundesamt zum Jahr 2025 von einem Mangel von rund 152.000 Pflegekräften (=112.000 Vollzeitkräften) aus, die in Krankenhäusern, ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen fehlen werden. Bezogen auf das Saarland entspricht dies etwa 1.900 (1.400 Vollzeit)-Pflegekräften.

Quelle: Pressemitteilung vom 15.03.2012
http://www.saarland.de/59843_90908.htm

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