Krankenhäuser - steigende Ausgaben & Verschiebepraxis
Zu den steigenden Ausgaben der Krankenhäuser erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:
"Bundesgesundheitsminister Bahr hat erklärt, dass die Patienten bei den stark steigenden Ausgaben der Krankenhäuser Qualität erwarten könnten. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall: In deutschen Krankenhäusern werden weder mehr Patienten behandelt, noch werden diese besser behandelt. Stattdessen kommt es zu mehr Krankenhausaufenthalten pro Patient. Insbesondere bei Schwerstkranken nehmen die Drehtüreffekte in den letzten zwölf Lebensmonaten enorm zu. Bis zu fünf Mal werden die Patienten zwischen Pflegeheim, Krankenhaus und daheim hin und her geschoben. Mit der Einführung der Fallpauschalen haben sich die Krankenhäuser darauf eingestellt, mit ein und demselben Patienten gutes Geld zu verdienen. Die ganzheitliche Behandlung ist dadurch aber verloren gegangen. Gerade schwerstkranke Menschen leiden unter verschiedenen Krankheiten, die in einem Zusammenhang stehen und deshalb auch nur ganzheitlich gelindert werden können. Hier geht es nicht um patientengerechte Behandlung, sondern um Geldmacherei. Bundesgesundheitsminister Bahr muss der Verschiebepraxis zulasten der Patienten und Versicherten ein Ende setzen. Der zentrale Schritt in diese Richtung ist die Zusammenführung der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung."
Quelle: Pressemitteilung vom 05.12.2011
Krankenhäuser - steigende Ausgaben & Verschiebepraxis
Moderator: WernerSchell