BAGSO-Pressemitteilung 15 / 2011
Bonn, 21.11.2011
Altersdiskriminierung – Welche Beratungsangebote gibt es?
Gemeinsame Umfrage der Antidiskriminierungsstelle, der BAGSO und des
Kuratoriums Deutsche Altershilfe
Welche Rolle spielen Benachteiligungen aufgrund des Lebensalters in der
praktischen Arbeit von Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen
Organisationen? Dies möchten die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und das
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) durch eine Befragung klären.
In den insgesamt elf Fragen geht es zunächst darum, ob den Organisationen Fälle
von Altersdiskriminierung gemeldet werden und um welche Formen von
Benachteiligungen es sich handelt. Weiter soll ermittelt werden, was die
Organisationen Betroffenen anbieten können und welche Art von Unterstützung sie
sich für diese Arbeit wünschen.
Die Befragung richtet sich zum einen an alle Organisationen, die sich mit den
Anliegen älterer Menschen befassen, wie Seniorenorganisationen, Sozial- und
Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Verbraucherzentralen, Frauen- oder
Behindertenverbände. Zum anderen wendet sie sich aber auch an alle Anlauf- und
Beratungsstellen in der Antidiskriminierungsarbeit.
Die ADS, die 2006 mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
eingerichtet wurde, hat das Jahr 2012 zum „Jahr gegen Altersdiskriminierung“ erklärt.
Vor diesem Hintergrund dient die Befragung auch dazu, die relevanten Akteure zu
ermitteln, um sie in weitere Aktivitäten einzubeziehen.
Der Fragebogen kann bis zum 23. Dezember 2011 unter http://www.bagso.de online
beantwortet werden kann.
Die Initiatoren bitten die Verantwortlichen von Organisationen und Vereinen auf
Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene um ihre Mitwirkung.
Die BAGSO vertritt über ihre 106 Mitgliedsorganisationen rund 13 Mio. ältere
Menschen. Als Lobby der Älteren vertritt sie deren Interessen gegenüber Politik,
Gesellschaft und Wirtschaft. Sie tritt u.a. dafür ein, dass das Lebensalter keine Rolle
für die Frage spielen darf, ob jemand etwas (noch) kann oder nicht.
Die ADS berät Menschen, die Diskriminierung erlebt haben, und klärt sie über ihre
Rechte auf. Etwa 20 % der Anfragen an die ADS betreffen Diskriminierungen
aufgrund des Lebensalters.
Das KDA setzt sich seit 1962 für die Lebensqualität und Selbstbestimmung älterer
Menschen ein. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten führen Experten
Projekte und Studien durch. Das KDA berät Ministerien, Kommunen, Unternehmen
und Sozialverbände, bietet Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für
Führungs- und Fachkräfte an und informiert die Öffentlichkeit durch Tagungen und
Publikationen.
Weitere Informationen:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Pressereferat
Ursula Lenz
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18, Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: lenz@bagso.de
http://www.bagso.de
Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA)
Annette Scholl
An der Pauluskirche 3, 50677 Köln
Tel.: 02 21 / 93 18 47 10, Fax: 02 21 / 93 18 47 72
E-Mail: annette.scholl@kda.de
http://www.kda.de
Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Ferda Ataman
Glinkastr. 24, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 18 555-18 55
E-Mail: Ferda.Ataman@ads.bund.de
http://www.antidiskriminierungsstelle.de
Altersdiskriminierung – Welche Beratungsangebote gibt es?
Moderator: WernerSchell