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Neue Assistenten sollen Ärzte entlasten

Verfasst: 27.09.2011, 06:12
von Presse
Neue Assistenten sollen Ärzte entlasten
Internisten und Chirurgen fördern die Entlastung von Ärzten durch die Delegation von ärztlichen Leistungen. Assistenten sollen vor allem den Papierkrieg in Praxen und Kliniken übernehmen. Aber auch Handreichungen im Operationsaal und bei der Anamnese sind nicht mehr tabu. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=671 ... tik&n=1384

Ökonomisierung zu Lasten der Patienten

Verfasst: 27.09.2011, 06:30
von Gerhard Schenker
Neue Berufsbilder und mehr Delegation dienen nicht dem Patienteninteresse, sondern erfolgen allein aus ökonomischen Erwägungen. Es geht wohl ausschließlich darum, Arbeitskräfte zu gewinnen, die billiger sind. Diese Art der Ökonomisierung ist im Interesse der Patienten abzulehnen.

G.Sch.

Ökonomisierung der Medizin zu Lasten der Patienten

Verfasst: 30.09.2011, 06:48
von Gaby Modig
Gerhard Schenker hat geschrieben: .... Neue Berufsbilder und mehr Delegation dienen nicht dem Patienteninteresse, sondern erfolgen allein aus ökonomischen Erwägungen. Es geht wohl ausschließlich darum, Arbeitskräfte zu gewinnen, die billiger sind. Diese Art der Ökonomisierung ist im Interesse der Patienten abzulehnen. ....
Ja, die Ökonomisierung hat unerfreuliche Nebenwirkungen besonderer Art. Ärzte sollen immer mehr Arbeit auf billigere Arbeitskräfte abdrücken können. Das geht wahrscheinlich zu Lasten der Qualität und ist langfristig vielleicht sogar sehr viel teurer.
Patienten können über diese Entwicklung nicht erfreut sein und müssten sich eigentlich zu einem Protest formieren.

Gaby Modig

.... und wer entlastet die Pflegekräfte ?

Verfasst: 01.10.2011, 07:29
von KPHNeuss
Man möchte fragen:
.... und wer entlastet die Pflegekräfte ?

KPH Neuss

Delegation und Substitution

Verfasst: 01.10.2011, 16:52
von Lutz Barth
Mit Verlaub - ich verstehe die Diskussion nicht so recht. Die Frage der Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen ist nicht nur eine Frage, die bei beruflich Pflegenden virulent geworden ist, sondern auch bei anderen Berufsgruppen.

Insofern dürfte es konsequent sein, wenn etwa die Diskussion mit Blick auf andere Gesundheitsfachberufe ausgedehnt wird.

Fraglich allerdings bleibt (wie im Übrigen in der Pflege auch), ob eine "Light-Medizin" gewünscht ist. Jedenfalls ist es kein Privileg der Pflegeberufe, ggf. bei "ärztlicher Diagnostik und Therapie" aufgrund einer Delegation mitzuarbeiten, auch wenn gelegentlich die Pflegeberufsverbände meinen, die von ihr vertretene Berufsgruppe sei hierfür besonders qualifiziert, so dass etwa dem Projekt AGnES (oder VERA) mit gemischten Gefühlen entgegengeblickt wird.

Nicht ganz nachvollziehbar ist im Übrigen der Hinweis darauf, wer dann die Pflegekräfte entlastet. Es lag ganz und gar im Bestreben der Pflegeberufe, dass ihre Profession auch eine inhaltliche Aufwertung dergestalt erfährt, in dem diese "ärztliche Aufgaben" wahrnehmen wollen. Auch hier hat die "Berufspolitik" der Verbände den Weg geebnet, so dass immer mehr Aufgaben eingefordert worden sind. Dass Krankenhausträger dieses "Anerbieten" der Pflegekräfte nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen dankbar mittragen, dürfte ebenso auf der Hand liegen wie wohl der Umstand, dass seitens der Politik künftig die Vertreter der Pflegebranche (Stichwort: Kammer) als geeignete Verhandlungspartner angesehen werden, von denen kein nachhaltiger Widerstand zu erwarten ist.

Dies sind u.a. die Folgen eines Emanzipationsprozesses, über die jetzt zu "klagen" keinen Sinn mehr machen dürfte, mal ganz davon abgesehen, dass die Berufsverbände sich mit ihrer "Pflegekammerphilosophie" auf dem besten Wege befinden, sich weiter in die Abhängigkeit der entscheidenden Akteure im Gesundheitswesen zu begeben.