Projekt hilft älteren Menschen, länger in ihrer eigenen Wohnung bleiben zu können
In der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg soll älteren Menschen und Menschen mit Behinderung dank altersgerechter Assistenzsysteme die Möglichkeit gegeben werden, länger in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Möglich wird das durch ein vom Gesundheitsministerium im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz mit 65.000 Euro gefördertes Projekt, wie Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Mit innovativen Assistenzsystemen sollen ältere Menschen in ihrem häuslichen Bereich unterstützt werden.
"Hilfebedürftigkeit oder körperliche Beeinträchtigungen zum Beispiel nach einem Schlaganfall sind die häufigsten Gründe, warum ältere Menschen nicht zu Hause in ihrer eigenen Wohnung bleiben können. Vor allem, wenn keine Angehörigen in der Nähe sind, sind sie häufig gezwungen, ihre Selbständigkeit aufzugeben und in ein Heim zu ziehen", so die Ministerin. Die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, es Menschen zu ermöglichen, so lange es geht im eigenen Zuhause zu leben.
Das aus Landesmitteln geförderte Projekt unterstütze dieses Ziel. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz erprobe es im Rahmen des „Kooperationsnetzwerkes ambulante Pflege“ als Landesleitprojekt der „Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“ gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung e.V. in Kaiserslautern (IESE und ITWM) und dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung in Vallendar (dip).
„Ich bin stolz darauf, dass wir wichtige Partner für dieses Vorhaben gewinnen konnten. Das Projekt ist einzigartig, da neueste Technik zum Wohle der Menschen zum Einsatz kommt und zugleich Pflegewissenschaft und Pflegepraxis gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten Lösungen erarbeiten“, so Malu Dreyer. Das Projekt bezieht unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen ambulanten Pflegestrukturen Pflegepersonal, Ärzte und Familienmitglieder ein und sieht die Zusammenarbeit mit Pflegestützpunkten vor.
Eine wichtige Komponente des Kooperationsnetzwerkes ist ein Assistenzsystem, das im häuslichen Umfeld des älteren beziehungsweise behinderten Menschen Aktivitäten des täglichen Lebens erkennt und unverzüglich auf Veränderungen reagiert. Gewohnte Aktivitäten, wie beispielsweise das persönliches Schlafverhalten oder das tägliche Zubereiten von Mahlzeiten, werden automatisch erfasst. Intelligente Unterstützungssysteme registrieren Veränderungen und sind in der Lage umgehend Hilfe zu veranlassen. Denkbar wäre beispielsweise das automatisierte Absetzen einer Nachricht an eine Vertrauensperson, sobald das Assistenzsystem eine bedrohliche Situation (Sturz oder Hilflosigkeit) im häuslichen Umfeld festgestellt hat. So kann im Notfall zeitnah Hilfe angeboten werden. Wichtig ist dabei die Einbindung regionaler Sozial- und Pflegedienste, die eine zentrale Schnittstelle zu den Menschen sind.
Quelle: Pressemitteilung vom 18.02.2011
http://masgff.rlp.de/presse/einzelansic ... u-koennen/
Assistenzsystem für häusliches Umfeld
Moderator: WernerSchell
Digitales Sicherheitsnetz für Senioren zu Hause
Digitales Sicherheitsnetz für Senioren zu Hause
Ältere Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause leben. Wie dies möglich wird, erforscht Siemens mit Partnern im Projekt Smart Senior – intelligente Dienstleistungen für Senioren. Dabei messen Sensoren am Körper wichtige Parameter wie Bewegung oder den Sauerstoffgehalt im Blut. Die Daten werden an ein medizinisches Zentrum weitergeleitet, das im Notfall sofort Hilfe schickt. Wie das Magazin "Pictures of the Future" berichtet, soll es Mitte 2011 erste Prototypen geben. Die Arbeiten laufen bei Siemens Corporate Technology. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.
In 25 Jahren werden mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen über 50 Jahre, jeder Dritte bereits älter als 60 sein. Die meisten Senioren wollen möglichst lange in der eigenen Wohnung leben, doch viele plagt die Angst, im Notfall ohne Hilfe zu sein. Vernetzte Sensoren, die eine Ferndiagnostik erlauben, können ihnen Sicherheit bieten. Zusammen mit Ärzten entwickeln Siemens-Experten verschiedene Szenarien.
Die Forscher arbeiten unter anderem an einer Armbanduhr, die auch Beschleunigungen misst. Damit lässt sich beispielsweise eine Ohmacht daran erkennen, dass die für den Schlaf typischen Mikrobewegungen fehlen. Schmerzpatienten bekommen zusätzlich ein intelligentes Pflaster, das Temperatur, Puls und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Es sitzt wie eine Bandage am Oberarm und besteht aus einer flexiblen Folie, in der Sender, Empfänger, Auswerteelektronik und eine Batterie integriert sind. Ein Funkchip in der Armbanduhr sendet alle Daten an einen Kommunikationsknoten, der sie per Internet an ein medizinisches Zentrum weiterleitet. Eine spezielle Sicherheitsarchitektur gewährleistet den Datenschutz auf der gesamten Übertragungsstrecke. Auch der Zugriff ist genau geregelt. Zudem sollen die Geräte intuitiv zu bedienen sein. So können die Senioren im Notfall zum Beispiel über den Notfallknopf am Armband Hilfe holen oder direkt über ein Smartphone als Freisprechanlage mit dem medizinischen Zentrum sprechen.
Mitte 2011 werden Studenten die körpernahe Sensorik und den Datentransfer in einem eigens aufgebauten Demonstrationslabor testen. Außerdem wird die Technik mit gesunden älteren Menschen erprobt. Die Siemens-Experten gehen davon aus, dass solche intelligente Hilfsmittel in einigen Jahren aus dem Alltag älterer Menschen nicht mehr wegzudenken sind.
Link zu Foto: http://www.siemens.com/press/de/presseb ... 10102-01.h...
Weitere Informationen: http://www.siemens.de/researchnews
Quelle: Pressemitteilung vom 17.02.2011
Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news404701
Ältere Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause leben. Wie dies möglich wird, erforscht Siemens mit Partnern im Projekt Smart Senior – intelligente Dienstleistungen für Senioren. Dabei messen Sensoren am Körper wichtige Parameter wie Bewegung oder den Sauerstoffgehalt im Blut. Die Daten werden an ein medizinisches Zentrum weitergeleitet, das im Notfall sofort Hilfe schickt. Wie das Magazin "Pictures of the Future" berichtet, soll es Mitte 2011 erste Prototypen geben. Die Arbeiten laufen bei Siemens Corporate Technology. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.
In 25 Jahren werden mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen über 50 Jahre, jeder Dritte bereits älter als 60 sein. Die meisten Senioren wollen möglichst lange in der eigenen Wohnung leben, doch viele plagt die Angst, im Notfall ohne Hilfe zu sein. Vernetzte Sensoren, die eine Ferndiagnostik erlauben, können ihnen Sicherheit bieten. Zusammen mit Ärzten entwickeln Siemens-Experten verschiedene Szenarien.
Die Forscher arbeiten unter anderem an einer Armbanduhr, die auch Beschleunigungen misst. Damit lässt sich beispielsweise eine Ohmacht daran erkennen, dass die für den Schlaf typischen Mikrobewegungen fehlen. Schmerzpatienten bekommen zusätzlich ein intelligentes Pflaster, das Temperatur, Puls und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Es sitzt wie eine Bandage am Oberarm und besteht aus einer flexiblen Folie, in der Sender, Empfänger, Auswerteelektronik und eine Batterie integriert sind. Ein Funkchip in der Armbanduhr sendet alle Daten an einen Kommunikationsknoten, der sie per Internet an ein medizinisches Zentrum weiterleitet. Eine spezielle Sicherheitsarchitektur gewährleistet den Datenschutz auf der gesamten Übertragungsstrecke. Auch der Zugriff ist genau geregelt. Zudem sollen die Geräte intuitiv zu bedienen sein. So können die Senioren im Notfall zum Beispiel über den Notfallknopf am Armband Hilfe holen oder direkt über ein Smartphone als Freisprechanlage mit dem medizinischen Zentrum sprechen.
Mitte 2011 werden Studenten die körpernahe Sensorik und den Datentransfer in einem eigens aufgebauten Demonstrationslabor testen. Außerdem wird die Technik mit gesunden älteren Menschen erprobt. Die Siemens-Experten gehen davon aus, dass solche intelligente Hilfsmittel in einigen Jahren aus dem Alltag älterer Menschen nicht mehr wegzudenken sind.
Link zu Foto: http://www.siemens.com/press/de/presseb ... 10102-01.h...
Weitere Informationen: http://www.siemens.de/researchnews
Quelle: Pressemitteilung vom 17.02.2011
Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news404701