Pflege = Wachstumsbranche & Jobmaschine

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflege = Wachstumsbranche & Jobmaschine

Beitrag von Presse » 09.08.2010, 18:58

Pflegebranche wächst rasant

Frankfurt/Main – In der Pflege entstehen laut einer Studie so viele neue Jobs wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor in Deutschland. Zwischen 1996 und 2008 sei die Zahl der Beschäftigten um rund 50 Prozent oder 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Wifor-Instituts der TU Darmstadt hervorgeht. Damit war der Job-Zuwachs in etwa sechsmal so groß wie in der Gesamtwirtschaft. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... rasant.htm
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Pflegebranche ist Jobmotor – aber wie lange noch?

Beitrag von Presse » 10.08.2010, 17:42

Studie:
Pflegebranche ist Jobmotor – aber wie lange noch?

Darmstadt. In der Pflege entstehen laut einer Studie so viele neue Jobs wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor in Deutschland. Zwischen 1996 und 2008 sei die Zahl der Beschäftigten um rund 50 Prozent oder 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Wifor-Instituts der TU Darmstadt hervorgeht. Damit war der Job-Zuwachs in etwa sechsmal so groß wie in der Gesamtwirtschaft. "Die Pflegebranche ist der Wachstums- und Beschäftigungstreiber in Deutschland", erklärte Wifor-Geschäftsführer und Studienautor Dennis Ostwald.
"Die beeindruckenden Mitarbeiterzahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir dem wachsenden Bedarf nicht gerecht werden", relativiert der Vorsitzende des Paritätischen Eberhard Jüttner die aktuellen Statistiken des WifOR-Institutes. "Mit Blick auf die demografische Entwicklung steuern wir auf einen extremen Pflegenotstand zu", so Jüttner. Der Verband fordert von der Bundesregierung schnelle Initiativen, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten.

Lesen Sie mehr zur Personalsituation in der Altenpflege in der nächsten Ausgabe von CAREkonkret am Freitag.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.08.2010
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net

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Initiative gegen drohenden Pflegenotstand

Beitrag von Presse » 11.08.2010, 09:30

Wachstumsbranche Pflege: Paritätischer fordert politische Initiative gegen drohenden Pflegenotstand

Berlin (ots) - Als "Riese auf tönernen Füßen" bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband die Pflegebranche. Der Verband fordert sofortige und konkrete politische Initiativen, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und dem heraufziehenden Pflegenotstand entgegen zu wirken.

"Die beeindruckenden Mitarbeiterzahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir dem wachsenden Bedarf nicht gerecht werden", relativiert der Vorsitzende des Paritätischen Eberhard Jüttner die aktuellen Statistiken des WifOR-Institutes zum Job-Boom in der Pflege. "Mit Blick auf die demografische Entwicklung steuern wir auf einen extremen Pflegenotstand zu. Wenn wir in Zukunft eine würdevolle Pflege für alle Menschen sicherstellen wollen, ist es höchste Zeit, entschlossen aktiv zu werden", so Jüttner.

Der Verband fordert von der Bundesregierung sofortige und konkrete politische Initiativen, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. "Um mehr Menschen für diesen anspruchsvollen Beruf gewinnen zu können, braucht es eine attraktivere Vergütung und Arbeitsbedingungen, die mehr Zeit am Menschen und damit auch mehr persönlichen Erfolg und Zufriedenheit ermöglichen", fordert Jüttner. Die Einführung eines Mindestlohns sei ein erster wichtiger Schritt gewesen. Nach wie vor schneide die Pflege jedoch im Wettbewerb um Nachwuchs gegenüber anderen Branchen, was Entlohnung und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten angeht, schlecht ab. Schuld seien die unzureichenden Entgelte der öffentlichen Kassen. Für Sparmaßnahmen, wie die jüngsten Kürzungen der Bundesagentur für Arbeit bei den Umschulungen von Arbeitslosen zu Altenpflegern, bestehe in der Pflege keinerlei Spielraum. Es führe kein Weg daran vorbei, mehr Geld in das System zu bringen, so der Verbandsvorsitzende. "Die Gesellschaft muss sich entscheiden, was gute Pflege ihr wert ist."

Überfällig sei die sofortige Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs. "Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff bedeutet die Abkehr von der Minutenpflege hin zu einer Pflege, die sich endlich ausschließlich an dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf des pflegebedürftigen Menschen orientiert. Es ist ein Skandal, wenn das Gesundheitsministerium dieses Vorhaben weiter in den Schubladen verstauben lässt, statt endlich Nägel mit Köpfen zu machen", kritisiert Jüttner.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.08.2010
Pressekontakt: Gwendolyn Stilling, Tel.030/24636305, pr@paritaet.org

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Jobmaschine Pflege

Beitrag von Presse » 12.08.2010, 06:33

Jobmaschine Pflege

VON REINHARD KOWALEWSKY UND CHRISTIN NÜNEMANN - zuletzt aktualisiert: 12.08.2010

Die Zahl der Arbeitskräfte im Pflegebereich wird sich in den nächsten Jahren verdoppeln. Die Deutschen werden älter und brauchen mehr Betreuung – und sie werden dafür mehr zahlen müssen.

Düsseldorf Worüber sind sich die harten Unternehmensberater von McKinsey, FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler und der Deutsche Gewerkschaftsbund einig? Die wichtigste Beschäftigungschance der Zukunft für Deutschland sind weder Autoindustrie, noch Maschinenbau, noch die immer wichtiger werdende Freizeitindustrie, sondern das Gesundheits- und Pflegesystem.

... (mehr) http://nachrichten.rp-online.de/politik ... ge-1.96114

Cicero
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Pflegenotstand und die Politik schaut zu

Beitrag von Cicero » 15.08.2010, 09:52

Jobmaschine Pflege

Mir gefallen so einige Formulieren in den o.a. Berichten eher nicht. Pflege ist eine dem Menschen zugewandte Verrichtung, die auch eine angemessene Beschreibung verdient.
Im Übrigen ist es doch so, dass bereits heute ein Pflegenotstand gegeben ist. Also werden nicht erst in der Zukunft, sondern bereits jetzt Pflegekräfte gebraucht. Einmal muss es darum gehen, die vorhandenen Stellenpläne aufzufüllen, zum anderen muss es aber auch darum gehen, die Stellenpläne den wirklichen Anforderungen gerecht werdend auszuweiten. Dazu bedarf es, damit das auch belegbar wird, entsprechender Berechnungsgrundlagen. Die vorhanden Stellenschlüssel usw. sind völlig unzureichend.
Unabhängig von den bereits jetzt notwendigen Folgerungen wird es in der Zukunft einen weiteren Bedarf an Pflegekräften geben. Denn die demografische Entwicklung zeigt die rasant wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen auf.
Diesen Entwicklungen werden die Pflegepolitiker im Moment nicht gerechnet. Sie hätten längst eine Ausbildungsoffensive starten müssen!
Ich bin daher dafür, entsprechende Forderungen immer wieder zu artikulieren und ergänzend den "Druck" in Richtung Politik zu erhöhen.

Cicero
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Beitrag von thorstein » 16.08.2010, 01:15

Herr Jüttner ist ein Paradebeispiel für die Schere im Kopf bei den Wohfahrtsverbänden:

Er fordert bessere Arbeitsbedingungen, die mehr Zeit am Menschen ermöglichen, die würdevolle Pflege ist aber erst in der Zukunft gefährdet. Es ist diesen Funktionären schlichtweg unmöglich, die Defizite und Mängel, die jetzt schon in ihren Einrichtungen herrschen, zu thematisieren. Dafür müssen sie erst mit dem Rücken zur Wand stehen - wie jetzt in Mönchengladbach.

Darum sind sie auch Mitverursacher der Missstände: sich nur keine Blöse geben, immer so tun, als ob noch alles in Ordnung wäre, jedes Problem, jeden Skandal zum Einzelfall deklarieren: so entsteht kein politischer Handlungsbedarf.

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Gesundheitswirtschaft - IHK Krefeld gründet Arbeitskreis

Beitrag von Presse » 29.08.2010, 09:27

Siehe auch unter

Gesundheitswirtschaft - IHK Krefeld gründet Arbeitskreis
viewtopic.php?p=54302#54302

ProPflege
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Registriert: 29.07.2008, 12:37

Gesundheitswirtschaft - richtige Prioritäten setzen

Beitrag von ProPflege » 30.08.2010, 09:01

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“


Neuss, den 30.08.2010

Offener Brief

An die
Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein
Nordwall 39
47798 Krefeld

ihk@krefeld.ihk.de; ludewig@krefeld.ihk.de; welsink@medicoreha.de; dieter.welsink@cdu-neuss.de;

Nachrichtlich:
An die Neuss-Grevenbroicher Zeitung und weitere Medien
Redaktion@ngz-online.de; ludger.baten@ngz-online.de; rwiedner@ngz-online.de; klaus.schumilas@ngz-online.de; kleinau@ngz-online.de; wirtschaft@ngz-online.de;
….

Betr.: Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft – Belange der Patienten / pflegebedürftigen Menschen und der Pflegekräfte gehören in den Mittelpunkt
Bezug: Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 28.08.2010

Beiträge zum Thema auch im Forum Werner Schell unter:
viewtopic.php?t=14700
viewtopic.php?t=14587

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass die IHK – Mittlerer Niederrhein - einen Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft eingerichtet hat. Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete darüber am 28.08.2010 im Wirtschaftsteil (C 4).

Ich entnehme zunächst den Ausführungen, dass es dem Arbeitskreis vorrangig – oder sogar allein - um die Förderung wirtschaftlicher Belange im Gesundheitswesen geht. Damit folgt man offensichtlich den bundespolitischen Vorgaben, die seit Jahren „Ökonomisierung und Wettbewerb“ in den Mittelpunkt des Agierens gestellt haben.

Was m.E. bei der öffentlichen Botschaft im Zusammenhang mit der Arbeitskreiseinrichtung zu kurz kommt, sind die Belange der Patienten und pflegebedürftigen Menschen. Auch von den Pflegekräften, die sich zunehmend in einer Pflegenotstandssituation wiederfinden und den Angehörigen ist keine Rede.

Dabei kann ich auch dem Hinweis, dass das Thema „Gesundheitswirtschaft“ wissenschaftlich stärker angegangen werden soll, zunächst wenig positive Aspekte abgewinnen. Wenn ich mir die vielfältigen Probleme der MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen und die Interessenlage der Patienten und pflegebedürftigen Menschen bzw. der Angehörigen ansehe, fallen mir vielfältige andere vordringliche Aufgabenstellungen ein. Die Verwissenschaftlichung innerhalb der Gesundheitswirtschaft sollte zugunsten der intensiveren persönlichen Zuwendung den Menschen gegenüber in Grenzen gehalten werden.

Wir müssen aufpassen, dass demnächst nicht statt zuwendungsorientiert arbeitenden Pflegekräften vornehmlich Qualitätsbeauftragte, Manager mit verschiedenen Qualifizierungen, Prüfer von MDK und Heimaufsichten, Pflegewissenschaftler und vielleicht sogar Staatsanwälte an Kranken- bzw. Pflegebetten versammelt sind.

In der Gesundheitswirtschaft muss es m.E. vorrangig darum gehen, den Pflegenotstand anzugehen und damit für eine bessere Versorgungs- und Pflegesituation einzutreten.

Auch die aktuell laufende Diskussion bezüglich der Krankenhaushygiene hat fast ausschließlich etwas mit finanzieller und personeller Not in den Einrichtungen zu tun.

Der vielbeschworenen Wertschätzung und Anerkennung für das Pflegepersonal müssen konkrete Maßnahmen folgen, die diesen berechtigten Anliegen zur Geltung verhelfen.

So ist z.B. aktuell zu beklagen, dass zahlreiche frisch examinierte Pflegekräfte nur eine unbefristete Anstellung in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft finden oder sich mit Teilzeitbeschäftigungen abfinden müssen. Offensichtlich flüchten sich immer mehr Träger der Gesundheitswirtschaft, auch in kirchlicher Trägerschaft, in unzumutbare Vertragsangebote für die Pflegekräfte. Ein anderes Thema sind die „Personalauslagerungen“, um tariflichen Vergütungsstrukturen auszuweichen. - Wie sollen junge Menschen unter solchen Umständen Familien gründen, Kinder in die Welt setzen und gar noch für ihr Alter bzw. ihre Pflege vorsorgen?

Ich wollte Ihnen diese meine Gedanken übermitteln mit der Aufmunterung, dafür einzutreten, dass in dem gegründeten Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft auch die Belange des Personals, der Patienten und der Angehörigen gebührend einbezogen werden. Darüber ist eine öffentliche Diskussion notwendig!

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell – http://www.wernerschell.de

Medienberichte zum Thema:
http://www.presseanzeiger.de/meldungen/ ... 381468.php
http://www.openpr.de/news/461100.html
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=15374
http://www.openbroadcast.de/artikel/581 ... etzen.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/

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