Ärzte sollen mehr Kostenbewusstsein zeigen
Verfasst: 08.02.2010, 19:32
Hoppe ruft Ärzte zu mehr Kostenbewusstsein auf
Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe hat die Ärzte zu mehr Kostenbewusstsein aufgerufen. In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (06.02.2010) appellierte er an die Ärzte zu überlegen, „ob alle Leistungen wirklich immer notwendig“ seien. Das gelte auch für das Verschreiben von Medikamenten. „Manch einem Patienten wäre mit einer physiotherapeutischen Behandlung mehr geholfen, als mit einer permanenten Tablettenzufuhr.“ Es sei wichtig, sich auf das Notwendige zu konzentrieren, „um alles noch Notwendige gewähren zu können“.
Der Ärztepräsident unterstützte die Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler. „Die fast sozialistisch anmutende Gesundheitspolitik in den vergangenen 18 Jahren ist beendet.“ Rösler steuere wieder in ein freiheitliches Gesundheitssystem. Dieser umfassende Richtungswechsel gehe natürlich nicht von heute auf morgen. „Aber jeder Schritt in diese Richtung ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Hoppe erklärte, das System einer Gesundheitsprämie wäre gerechter als das bestehende Modell. Über die Steuern würden die Lasten besser auf starke und schwache Schultern verteilt. Er habe aber Zweifel, dass bei der Gesundheitsprämie die Steuer dauerhaft den gewünschten Sozialausgleich leisten könne. Im Bundeshaushalt sei das Gesundheitswesen ein Kostenblock neben anderen. Daher stehe es immer in Konkurrenz zu anderen Ausgabenbereichen.
Quelle: Pressemitteilung vom 8.2.2010
Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe hat die Ärzte zu mehr Kostenbewusstsein aufgerufen. In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (06.02.2010) appellierte er an die Ärzte zu überlegen, „ob alle Leistungen wirklich immer notwendig“ seien. Das gelte auch für das Verschreiben von Medikamenten. „Manch einem Patienten wäre mit einer physiotherapeutischen Behandlung mehr geholfen, als mit einer permanenten Tablettenzufuhr.“ Es sei wichtig, sich auf das Notwendige zu konzentrieren, „um alles noch Notwendige gewähren zu können“.
Der Ärztepräsident unterstützte die Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler. „Die fast sozialistisch anmutende Gesundheitspolitik in den vergangenen 18 Jahren ist beendet.“ Rösler steuere wieder in ein freiheitliches Gesundheitssystem. Dieser umfassende Richtungswechsel gehe natürlich nicht von heute auf morgen. „Aber jeder Schritt in diese Richtung ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Hoppe erklärte, das System einer Gesundheitsprämie wäre gerechter als das bestehende Modell. Über die Steuern würden die Lasten besser auf starke und schwache Schultern verteilt. Er habe aber Zweifel, dass bei der Gesundheitsprämie die Steuer dauerhaft den gewünschten Sozialausgleich leisten könne. Im Bundeshaushalt sei das Gesundheitswesen ein Kostenblock neben anderen. Daher stehe es immer in Konkurrenz zu anderen Ausgabenbereichen.
Quelle: Pressemitteilung vom 8.2.2010