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Kliniken sind für behinderte Menschen oft ein Albtraum

Verfasst: 08.02.2010, 18:14
von Presse
Ärzte Zeitung, 08.02.2010

Kliniken sind für behinderte Menschen oft ein Albtraum
Die Versorgung von Menschen mit Behinderung im ambulanten wie im stationären Bereich trifft oft nicht die Bedürfnisse der Patienten.

Von Rebecca Beerheide

BERLIN. Ein ungutes Gefühl beschleicht Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, wenn sie in die Klinik müssen: Laut einer Studie von Professor Wilfried Schnepp von der Universität Witten/Herdecke fühlen sich viele Behinderte im Krankenhaus verloren. Zudem sei der Zugang für Angehörige oder Betreuer in der Klinik deutlich erschwert. ..... (mehr)
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=587558

Unzulängliche Pflege-Personal-Ausstattung

Verfasst: 08.02.2010, 18:45
von WernerSchell
Ein Artikel aus der Ärztezeitung:
Kliniken sind für behinderte Menschen oft ein Albtraum .....
viewtopic.php?t=13667

Dazu ein kurzes Statement:

Wir haben in den Krankenhäusern und Heimen einen Pflegekräftemangel, der gesetzlich so angelegt ist. Während es in Heimen immerhin noch (unzulängliche) Stellenschlüssel gibt, erfolgt die Anstellung von Krankenhaus-Pflegepersonal nur nach Kassenlage. Es gibt insoweit keinerlei Personalbemessungssysteme. Es fehlen allein in den Krankenhäusern zur Zeit rd. 70.000 Pflegekräfte! Daher sind neben den behinderten Menschen auch die übrigen Patienten, und zunehmend dementiell erkrankte Menschen, von dem Notstand betroffen.

Mein Ansatz ist: Nicht nur jammern - wir müssen uns endlich "von unten" bemerkbar machen und denen "da oben" verdeutlichen, was wir wollen.

Deshalb unser nächster Pflegetreff am 27.04.2010 in Neuss-Erfttal mit dem Thema: Welche Pflege wollen wir (uns leisten)?. Dabei geht es genau um die unzureichenden Pflegebedingungen, deren Verbesserung wir per Demo einfordern müssen:
viewtopic.php?t=12279
viewtopic.php?t=13301

Unterstützung ist willkommen!

Werner Schell - http://www.wernerschell.de
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Der Mensch rechtfertigt das System

Verfasst: 08.02.2010, 23:41
von Brigitte Bührlen
Wie lange lassen wir es noch zu, dass wir als Patienten, Pflegebedürftige oder Behinderte im Gesundheitssystem als störend empfunden und behandelt werden?
Ist das Gesundheitssystem für uns Menschen zuständig oder sind wir Menschen für die Erhaltung des Gesundheitssytems da?

Wann artikulieren wir endlich laut, deutlich und klar, dass wir von Menschen behandelt, betreut und versorgt werden wollen und nicht von Technokraten, Bürokraten und Ökonomen?

Wann fordern wir endlich gemeinsam Transparenz über die Verwendung unserer Privat-Steuer-und Solidargelder im Gesundheits- und Pflegesystem.

Wann sprechen wir endlich miteinander auf gleicher Augenhöhe einerseits über unsere Bedürfnisse, Erwartungen und Ängste und andererseits über Möglichkeiten und Grenzen des Systems.

Wann können wir uns jenseits jeglicher Position und Qualifikation endlich wieder unmittelbar als Menschen und Mitmenschen begegnen?