Patienten sollen vom Arzt eine Rechnung bekommen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

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Patienten sollen vom Arzt eine Rechnung bekommen

Beitrag von Service » 30.01.2010, 09:56

Patienten sollen vom Arzt eine Rechnung bekommen

Düsseldorf – Nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sollten gesetzlich Krankenversicherte die Behandlungskosten kennen und deshalb eine Rechnung vom Arzt erhalten.„Es wäre schon ein großer Vorteil, wenn jeder Patient eine Rechnung bekommen würde und somit einen Überblick über seine Behandlungskosten hätte“, sagte Aigner der „Rheinischen Post“ vom Freitag.Sie forderte darüber hinaus „mehr Wahlmöglichkeiten“ für Versicherte: „Es muss nicht überall nur ein Einheitstarif [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=34257

Rob Hüser
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Rechnungen überflüssig - nachhaltige Reformen erforderlich

Beitrag von Rob Hüser » 30.01.2010, 10:18

Hallo,
der Vorschlag der Ministerin geht an den wirklichen Bedürfnissen hinaus. Die Patienten interessieren sich nicht für Rechnungen, zumal sie auch kaum lesbar sind.
Wir brauchen eine Gesundheitssysem, dass auf Dauer gesichert die medizinische Behandlung gewährleistet. Wenn alles teurer wird, muss im Zweifel auch abgespeckt werden. Die Ärzteschaft spricht von "Priorisierung und Rationierung". Dieses Thema gehört, auch von es vielleicht schmerzhafte Einschnitte bringt, gehört auf die Tagesordnung.
MfG Rob
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

johannes
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Beitrag von johannes » 31.01.2010, 12:31

Hallo, ich kann Ihnen da aber nicht folgen, Herr Hüser.

Bisher konnte ich noch jede Rechnung meines Arztes lesen. Wo mir eine erbrachte Leistung unklar war, habe ich nachgehakt und mir diese erklären lassen. Wo ich eine Leistung erhalten hatte, die ich nicht bestellt hatte, habe ich die Zahlung verweigert.

Diese Systematik setzt natürlich Initiative und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung auch beim Versicherten voraus
.

Sie haben allerdings Recht, wenn es zutreffend ist, daß sich die Versicherten nicht für Rechnungen interessieren. Dann sollten sie aber auch nicht über die hohen Kosten des Gesundheitswesens klagen, sondern eben auch tiefer in ihre Tasche greifen. Wer sich nicht für die Kosten seiner Forderungen interessiert, hat bereits verloren.

Jene Bürger werden allgemeinhin als dumm bezeichnet, die ihr Auto in die Werkstatt geben, um es "TÜV-fertig" machen zu lassen, ohne nach den daraus resultierenden Kosten zu fragen und sich hinterher über die präsentierte Rechnung beschweren. Warum sollte das im Gesundheitswesen anders sein?
Ein Mensch funktioniert nicht - er lebt!

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