Schlechte Arbeitsbedingungen - Folge Fachkräftemangel

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

Moderator: WernerSchell

WernerSchell
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Pflegekräftemangel ist überwindbar = gute Pflegereform

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2014, 07:12

Aus Forum:
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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt u.a. regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

Pressemitteilung vom 26.08.2014

Pflegekräftemangel ist durch eine gute Pflegereform überwindbar
Größere Aktionen zur Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland sind in diesem Zusammenhang zweifelsfrei ein Irrweg

Die Bundesregierung (v.a. der Bundesgesundheitsminister und neuerdings auch der Bundeswirtschaftsminister), die Bundesagentur für Arbeit und verschiedene Verbände der Pflegebranche buhlen immer stärker um ausländische Pflegekräfte. Diese Pflegekräfte sollen helfen, den Fachkräftemangel in der Pflege abzuwenden.

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Darauf gibt es aber nur eine Antwort: Bei einem drohenden Defizit von hunderttausenden Kräften helfen nur grundlegende Veränderungen des Pflegesystems. Im Rahmen dieser Veränderungen müssen wir für die bundesdeutschen Pflegekräfte ordentliche Arbeitsbedingungen schaffen und gewährleisten (z.B. angemessene Stellenpläne, die ein Tätigwerden des Personals entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse ermöglichen, und höhere Vergütungen) - und der Pflegenotstand wird sich auflösen.

Für eine Tätigkeit im bundesdeutschen Pflegesystem kommen natürlich auch bei entsprechender Eignung und Qualifizierung die dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund in Betracht. Es spricht sogar einiges dafür, bei diesem Personenkreis verstärkt für eine Pflegetätigkeit zu werben (vgl. das Projekt „Bunte Pflege“). Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass bei der zunehmenden Zahl von Menschen mit dementiellen Einschränkungen eine gute Kommunikation in deutscher Sprache wichtig ist (= Kompetenz und Zeit für biografieorientierten Umgang).

Also kümmern wir uns doch vorrangig mit den zweifelsfrei gegebenen Möglichkeiten um die Auflösung des Pflegenotstandes und behandeln das Personal in jeder Hinsicht pfleglich! Die einfache Botschaft: "Wer eine Qualitätsoffensive will, braucht eine Personaloffensive!"

Es wird von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass die umfängliche Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland ein Irrweg ist. Dabei ist zu bedenken, dass die ausländischen Arbeitskräfte auch in ihren Herkunftsländern benötigt werden und dort u.a. kaum zu schließende Versorgungslücken im Gesundheits- und Pflegewesen hinterlassen. Es ist auch moralisch problematisch, Personal aus dem Ausland in größerer Zahl anzuwerben und dann, wie sich nicht selten herausstellt, mit Billiglöhnen bzw. Leiharbeit abzufertigen. Soweit sich aus unterschiedlichen Gründen eine sog. Pflegemigration nicht vermeiden lässt, müssen daher mittels geeigneter Maßnahmen faire Arbeitsbedingungen und Vergütungen gewährleistet werden.

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat beim Neusser Pflegetreff am 13.05.2014 dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe konkrete Vorschläge gemacht, was aktuell zu unternehmen ist, um den Pflegenotstand aufzulösen und den vielfach beklagten Pflegemängeln entgegen zu treten. Das Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist nachlesbar bzw. abrufbar unter folgender Adresse: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf - Siehe auch die Beiträge unter > viewtopic.php?f=3&t=20429


Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei!
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Migration löst nicht den Pflegenotstand auf

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2014, 17:55

Die angefügte Pressemitteilung macht deutlich, in welcher Weise um ausländische Pflegekräfte gebuhlt wird.
Ein Irrweg, wie die Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 26.08.2014 verdeutlicht:

bpa: Schnelle Anerkennung hilft ausländischen Pflegefachkräften und lindert Personalmangel / Unkomplizierte Anerkennungsverfahren sorgen auch für bessere Integration
München (ots) - Die beschleunigte Anerkennung von ausländischen Pflegefachkräften hilft den bayerischen Pflegeeinrichtungen und Diensten bei der Besetzung offener Stellen und erleichtert den Zuwanderern ihren beruflichen und sozialen Einstieg in Deutschland.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) begrüßt deshalb die Einsetzung zusätzlicher Verwaltungsmitarbeiter bei der Regierung Oberbayern, wodurch sich das bisher oft monatelang andauernde Anerkennungsverfahren für Fachkräfte aus dem Ausland deutlich verkürzen müsste. Die Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hatte sich nach einem Gespräch mit der bpa-Landesspitze für eine schnellere Bearbeitung der Anerkennungsanträge ausländischer Pflegefachkräfte in Bayern starkgemacht.
"Das Engagement von Frau Huml hilft den Pflegediensten und Pflegeheimen sehr und unterstreicht außerdem die Bedeutung einer gut funktionierenden Integration von ausländischen Pflegekräften", lobt der bayerische bpa-Landesvorsitzende Kai A. Kasri: "Wir brauchen diese Fachkräfte dringend, um auch weiterhin die Versorgung mit der nötigen Fachkraftquote sicherstellen zu können. Dabei ist eine Willkommenskultur vonnöten, damit sich die Pflegefachkräfte nicht für ein anderes um sie werbendes Land entscheiden." Kasri sieht in der beschleunigten Bearbeitung der Anträge auch eine Wertschätzung für die intensiven Bemühungen bayerischer Träger und Einrichtungen, die maßgeblich zu den erheblich gesteigerten Ausbildungszahlen beitragen, sich aktiv für die Verlängerung der Berufsverweildauer einsetzen und sich engagieren, um qualifizierte Zuwanderer für die Pflege in Deutschland zu gewinnen.
"Wir unternehmen alles, um die Prozesse weiter zu optimieren", versichert Joachim Görtz, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Bayern. "Angesichts der Tatsache, dass der Arbeitsmarkt in einigen europäischen Ländern zum Erliegen gekommen ist, müssen wir Zuwanderern so schnell wie möglich eine Perspektive bieten. Es grenzt an Zynismus, wenn den Fachkräften wegen der langen Bearbeitungsdauer ihrer Anerkennungsanträge wertvolle Zeit und dringend benötigtes Geld entgeht", so Görtz.
bpa: Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
(bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon knapp 1.000 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.
Quelle: Pressemitteilung vom 26.08.2014 bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Pressekontakt: Für Rückfragen: Joachim Görtz, Leiter der Landesgeschäftsstelle, Tel.: 089-890448320
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Mehr Mensch! - Gegen die Ökonomisierung des Sozialen

Beitrag von WernerSchell » 30.08.2014, 06:49

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=20600

Buchtipp! > Ulrich Schneider:
Mehr Mensch!
Gegen die Ökonomisierung des Sozialen
...
Anmerkung von Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
"Mehr Mensch - Gegen die Ökonomisierung des Sozialen" - Eine Buchveröffentlichung von Ulrich Schneider.
Dazu ein Vorwort von Norbert Blüm:
"Der Sozialstaat befindet sich nicht nur in einer Finanzkrise, sondern vor allem in einer Kulturkrise. Mit dem "homo oeconomicus" ist kein Sozialstaat zu machen. Ulrich Schneider beschreibt den Vormarksch der Vorteilssuche und den Rückzug der Solidarität. Das Geld unterwandert alle Sozialbeziehungen und verwandelt sie in Geschäfte. Das Buch ist eine alarmierende Beschreibung der sozialpolitischen Entwicklung unseres Landes."
Ulrich Schneider folgert am Ende seiner Veröffentlichung:
"Wenn wir die Menschlichkeit als höchstes Gut im Sozialen erhalten wollen, müssen wir den neoliberalen Ökonomismus entzaubern, wir müssen uns besinnen und streiten um gute, wertvolle soziale Arbeit. Was wir brauchen, ist eine Werterenaissance im Sozialen: mehr Mensch und mehr Werte statt Mehrwert. Deutschland ist nicht nur Wirtschaftsstandort. Deutschland ist vor allem Lebensstandort."
Wer will da widersprechen?
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Pflegeberufe - Viel Arbeit, wenig Wertschätzung, ...

Beitrag von WernerSchell » 29.10.2014, 07:24

Ärzte Zeitung, 29.10.2014
Pflegeberufe - Viel Arbeit, wenig Wertschätzung, chaotische Abläufe
Arbeit in der Pflege ist häufig belastend - zu diesem Ergebnis kamen Experten auf dem Gesundheitspflegekongress.
HAMBURG. Organisation und Führung in der Pflegebranche sind in vielen Einrichtungen noch nicht so professionell, wie es die Rahmenbedingungen erfordern.
Zu diesem Ergebnis kamen auf dem Gesundheitspflegekongress mehrere Experten in unterschiedlichen Veranstaltungen.
Dies gilt zum Beispiel beim Thema Mitarbeitermotivation: "Bei der Wertschätzung haben Führungskräfte Nachholbedarf", sagte etwa Hedwig Francois-Kettner.
Die frühere Charité-Pflegedirektorin und heutige Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit forderte von Arbeitgebern mehr identitätsstiftende Maßnahmen.
... (weiter lesen unter) ... http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=872 ... ege&n=3826
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Pflegekräftemangel in die Hygieneprobleme

Beitrag von WernerSchell » 23.11.2014, 10:21

Hygiene in den Gesundheitseinrichtungen - ein hochaktuelles Thema:

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Qualität im Fokus: DBfK zur Fachkraftquote

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2014, 16:57

Qualität im Fokus: DBfK zur Fachkraftquote

In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine Konkretisierung und Neudefinition der Fachkraftquote in stationären Pflegeeinrichtungen. „Stationäre Einrichtungen sind zunehmend mit einer Bewohnerstruktur konfrontiert, die von Hochaltrigkeit, Multimorbidität und gerontopsychiatrischen Erkrankungen geprägt ist. Die vor mehr als 20 Jahren festgelegte Fachkraftquote, seinerzeit als Untergrenze gedacht, wird in der Praxis häufig ausgehöhlt und unterlaufen. Angesichts dieser Versorgungsrealität fordern wir, die Fachkraftquote ausdrücklich als Pflegefachkraftquote mit einer Untergrenze von 50% zu definieren“, sagt dazu DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Die Diskussion darf sich nicht um die Kosten, sondern muss sich um die Qualität drehen!“, so Bienstein weiter.

Die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und des neuen Begutachtungsassessments sind für die Reformstufe PSG II bereits angekündigt. Der DBfK fordert, hieran die Pflegefachkraftquote in Abhängigkeit vom Pflegebedarf der Bewohner/-innen mittels eines validen Personalbemessungssystems abzustimmen und dementsprechend anzuheben.

Das vollständige Positionspapier zur Fachkraftquote in stationären Pflegeeinrichtungen steht als Download unter
http://www.dbfk.de/download/download/Po ... 6final.pdf

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
http://www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2014
Johanna Knüppel | Referentin | Redaktion DBfK Aktuell | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77 | Umsatzsteuer Id.Nr. DE 114235140
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Rückblick auf 2014

Beitrag von WernerSchell » 31.12.2014, 08:20

Mein Rückblick auf 2014
ist unter https://www.facebook.com/werner.schell.7 anschaubar!

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Foto: Werner Schell und Hermann Gröhe, BMG, beim Pflegetreff am 13.05.2014

Der Einsatz für bessere Pflegebedingungen geht 2015 weiter. Der Pflegetreff am 14.04.2015, u.a. mit Karl-Josef Laumann, Pflegebeauftragter der Bundesregierung,
und Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, wird z.B. erneut überfällige Verbesserungen der Pflege-Rahmenbedingungen einfordern.

> viewtopic.php?f=7&t=20569

Werner Schell
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Mehr Pflegepersonal = bessere Pflege! - Alternativlos!

Beitrag von WernerSchell » 11.01.2015, 08:30

Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin, will Pflegeheime häufiger kontrollieren lassen. So soll der Druck auf „schwarze Schafe“ steigen.
> http://www.mittelbayerische.de/nachrich ... eimen.html

Dazu kurz und bündig folgende Antwort:
Mehr Prüfungen lösen in den stationären Pflegeeinrichtungen null Probleme. Wer meint, verstärkte Kontrollen seien hilfreich, hat keine Ahnung. Der jetzige Pflege-TÜV gehört doch ohnehin in die Tonne (das Sozialgerecht Münster nannte ihn vor Jahren "verbraucherfeindlich und rechtswidrig"). Wir brauchen deutlich verbesserte Pflege-Rahmenbedingungen in den Heimen, v.a. mehr Pflegepersonal (keine "Billigversorgung"). Die Stellenschlüssel für die Pflege sind völlig unzureichend. Man könnte auch sagen, dass die "schwarzen Schafe", die bisher nur unzureichende Regelungen für die Pflegesysteme zustande gebracht haben, in den Parlamenten und Ministerien sitzen. Die Bekundungen für "Wertschätzung und Anerkennung" in Richtung Pflegekräfte müssen mit Inhalt gefüllt werden.
Werner Schell - 11.01.2015

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Wertschätzung und Anerkennung für die Pflegekräfte

Beitrag von WernerSchell » 13.03.2015, 17:50

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"Pflege soll auf Augenhöhe mit Ärzteschaft agieren" (Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 12.03.2015). - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, hat gefordert, dass die Pflege künftig auf gleicher Augenhöhe mit den anderen Professionen im Gesund-heitswesen agieren müsse. „Die Pflege ist kein Anhängsel im Gesundheitswesen, sondern eine eigenständige Profession, die eine für sich selbstständig definierte Position im Gesundheitswesen bekommt“, sagte Laumann vor der Eröffnung des 2. Deutschen Pflegetages heute in Berlin.…. (weiter lesen unter) …. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62128 >>> Dazu erklärt Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Solche und ähnliche Forderungen werden seit Jahren formuliert. Man fragt sich, warum solche Erkenntnisse nicht längst durch politisches Handeln aufgegriffen und umgesetzt worden sind. Herausragend bedeutsam ist, den Beruf der Pflegenden entscheidend zu verbessern: Es müssen klare Regeln für deutlich verbesserte Stellenschlüssel her - und, die Vergütungen müssen angemessen angehoben werden. Nur so gestaltet man "Wertschätzung und Anerkennung"!
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Fehlendes Personal - Die Not der Klinikpfleger

Beitrag von WernerSchell » 23.06.2015, 06:14

Die Rheinische Post / NGZ berichtet am 23.06.2015:
Fehlendes Personal - Die Not der Klinikpfleger
Berlin. Den Pflegekräften der Charité in Berlin geht es bei ihrem Streik nicht um eine bessere Bezahlung. Sie fordern einen besseren Personalschlüssel. Für Mittwoch sind bundesweite Aktionen an Krankenhäusern geplant.
Von Eva Quadbeck
Berlin läuft gerade ein unbefristeter Streik mit einem ungewöhnlichen Anliegen: Das Pflegepersonal an der Charité, Deutschlands größter Uni-Klinik, hat die Arbeit niedergelegt, weil die Beschäftigten ihre Stationen und ihre Schichten als hoffnungslos unterbesetzt wahrnehmen. Sie fordern von ihrem Arbeitgeber nicht mehr Geld oder kürzere Arbeitszeiten, sondern mehr Kollegen. Arbeit und Verantwortung sollen sich auf mehr Schultern verteilen.
Das Berliner Problem beklagen Krankenschwestern und Pfleger bundesweit. "Seit 2007 wurden 50.000 Pflegestellen in Krankenhäusern abgebaut", sagt Andreas Westerfellhaus, Vorsitzender des Deutschen Pflegerats. "Oft genug sind nur eine Krankenschwester und eine Schwersternschülerin für rund 30 Patienten zuständig", fügt er hinzu.
…(weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.5185536

Am 23.06.2015 wurde bei Facebook gepostet:
Mehr Pflegepersonal im Krankenhaus … und natürlich in den Heimen - alternativlos! Die Forderungen sind mehr als begründet > viewtopic.php?f=3&t=21118
Die Rheinische Post / NGZ berichtet am 23.06.2015 in diesem Sinne und titelt "Die Not der Klinikpfleger" > http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.5185536
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Ausländische Pflegekräfte: Migration endlich nutzen

Beitrag von WernerSchell » 06.08.2015, 06:17

Ärzte Zeitung vom 06.08.2015:
Kommentar zu ausländischen Pflegern: Migration endlich nutzen!
Ob Deutschland nun ein Einwanderungsland ist oder nicht, daran scheiden sich nicht nur innerhalb der Union die Geister.
Auf dem Pflegesektor ist die Diskussion allerdings obsolet, denn hier steht seit langem fest, dass der Bedarf ohne Pflegekräfte
aus dem Ausland überhaupt nicht gedeckt werden kann.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=891 ... aft&n=4397

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bemerkt:
Die Pflege-Rahmenbedingungen müssen, wie seit Jahren mit konkreten Vorschlägen gefordert, umfassend reformiert werden.
Dann ist die Pflegetätigkeit attraktiv und der Ruf nach ausländischen Pflegekräften wird verstummen. Mit Rücksicht auf die
zunehmende Zahl von Menschen mit Demenz brauchen wir in der Pflege Fachkräfte mit guter sprachlicher Kompetenz.
Das ist schon jetzt immer weniger gewährleistet.
Werner Schell
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PSG II wird den Pflegenotstand nicht auflösen

Beitrag von WernerSchell » 09.08.2015, 07:04

Statement von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 09.08.2015, auch bei Facebook:

Pflegende Angehörige sollen mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) besser gestellt werden. Diese und andere Verbesserungen (auch von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk gefordert), z.B. für Menschen mit Demenz, sind sehr zu begrüßen; ein Perspektivewechsel deutet sich an! - Zum PSG II ist aber dennoch zu sagen: Dieses weitere Reformgesetz wird den vielfach beklagten Pflegenotstand in den Heimen nicht auflösen. Mehr Pflegekräfte sind mit diesem Gesetz weiterhin nicht in Sicht. - Der Entwurf des PSG II ist mit verschiedenen Stellungnahmen im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk nachlesbar (mit Downloadmöglichkeit): viewtopic.php?f=4&t=21125 - Die geplanten Neuerungen im PSG II sind das entscheidende Thema beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015. Der Bundesgesundheitsminister und andere hochkarätige Podiumsgäste werden anwesend sein. Siehe dazu die Hinweise (stets aktuell) unter folgender Adresse: viewtopic.php?f=7&t=20711
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Pflege - gute Arbeitsbedingungen zwingend erforderlich!

Beitrag von WernerSchell » 08.09.2015, 07:31

Pflege - gute Arbeitsbedingungen zwingend erforderlich!

Aus Forum:
viewtopic.php?f=4&t=21252
Von dort aus sind zahlreiche informative Statements abrufbar!

Am 08.09.2015 bei Facebook gepostet:

Bild - Bild

"Nur gute Arbeitsbedingungen sichern die Pflege von morgen!"
So lautet der Titel eines Pflegepapiers der SPD-Bundestagsfraktion vom 04.09.2015. Darin wird u.a. auf die Erfordernisse zur Schaffung eines Personalbemessungssystems eingegangen. Dazu gibt es ein Schreiben von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 07.09.2015, in dem noch einmal die entscheidenden Punkte zur anstehenden Reform (im PSG II) angesprochen werden. Beide Texte finden Sie unter folgender Adresse > viewtopic.php?f=4&t=21252 (Downloadmöglichkeit). Am 08.09.2015 wurden auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages (noch einmal) ausführlich über die erforderlichen Maßnahmen zur Auflösung des Pflegenotstandes informiert > viewtopic.php?f=4&t=21252&p=87947#p87947 (Downloadmöglichkeit). - Beim Aktionstag von "Pflege am Boden" am 03.09.2015 vor dem Landtag NRW habe ich erklärt, dass die entscheidenden Veränderungen nicht durch das Land NRW, sondern allein durch den Bundesgesetzgeber erfolgen können. Insoweit stimme ich ausdrücklich der Pflegeministerin, Frau Barbara Steffens, zu. Forderungen, dass das Land mehr Pflegekräfte finanzieren möge usw. müssen ins Leere laufen, weil die föderalen Strukturen dies so nicht zulassen. Das Land NRW kann allenfalls über den Bundestag Einfluss nehmen. Das macht Frau Steffens schön längst, aber ich habe es auch noch einmal beim Aktionstag ausdrücklich angesprochen. > viewtopic.php?f=3&t=21248 - Leider ist es so, dass eine Diskussion des Themas im Landtag NRW keine Änderungen bewirken kann. Es muss dabei bleiben, im Bund auf die notwendigen Verbesserungen zu drängen. - Wir werden daher das Thema beim Pflegetreff am 21.10.2015 erneut und zielgerichtet aufgreifen > viewtopic.php?f=7&t=20711 Dazu sind alle interessierten BürgerInnen, Pflegekräfte, Trägervertreter, Politiker … herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei! - Werner Schell

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Pflege ist eine schwere und qualifizierte Tätigkeit

Beitrag von WernerSchell » 17.11.2015, 07:58

Am 16.11.205 bei Facebook gepostet:
Pflege ist eine schwere und qualifizierte Tätigkeit. Aber die Pflege-Rahmenbedingungen sind unzureichend. Die gerade im Deutschen Bundestag verabschiedeten Reformgesetze lösen die Probleme leider nicht. Dazu gibt es von hier eine Pressemitteilung vom 16.11.2015, die die Erfordernisse verdeutlicht. > viewtopic.php?f=3&t=21363 - Offensichtlich gibt die GroKo zuviel Geld an der falschen Stelle aus! > viewtopic.php?f=4&t=21344&p=89000#p89000 - Die Pflegetätigkeit erfährt grundsätzlich die gebotene Wertschätzung und Anerkennung - aber das muss durch entsprechende Rahmenbedingung gestaltet und gelebt werden. Sprechblasen helfen nicht weiter! > viewtopic.php?f=3&t=21085&hilit=Wertsch%C3%A4tzung
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Pflegeberufsgesetz löst die Pflegeprobleme nicht

Beitrag von WernerSchell » 13.12.2015, 08:01

Aus Forum:
viewtopic.php?f=3&t=21387

Bei Facebook - Adresse Hermann Gröhe - am 12.12.2015 gepostet:

Die geplante Reform der Pflegeberufe wird von Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, als eine Maßnahme bezeichnet, die die Tätigkeit in der Pflege attraktiver macht. Dem muss deutlich widersprochen werden, denn die tatsächliche Pflege in Krankenhäusern und Heimen wird durch ein neues Pflegeberufsgesetz nicht verändert. Denn ein solches Gesetz befasst sich schwerpunktmäßig mit Ausbildung und Berufsbezeichnung, nicht aber mit den Pflege-Rahmenbedingungen vor Ort. Während meiner Lehrtätigkeit an Kranken- und Altenpflegeschulen (über 40 Jahre) habe ich so manche Reform der Kranken- und Altenpflegegesetze erlebt, verbessert hat sich nichts. Es hat nur immer Umstellungsaufwand gegeben. Wir brauchen aber deutlich verbesserte Stellenpläne für Pflegekräfte und mit Blick auf die Menschen mit Demenz mehr Zuwendungszeit von Fachpersonal. Und die entsprechenden Voraussetzungen dazu müssen jetzt geschaffen werden. Es muss ein PSG III her, schnellstens. Alles andere sind nur Ablenkungsmanöver und die Probleme bleiben. > viewtopic.php?f=3&t=21387
Das nach der jüngsten Krankenhausreform vorgesehene Pflegestellenprogramm hilft nicht. Solche Programme haben auch in der Vergangenheit nicht funktioniert. Dazu erklärte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (Marburger Bund Zeitung, 04.12.2015): "Sicht der Pflege - Zwei oder drei neue Kollegen: Das merken wir nicht einmal. Förderprogramme sind unzureichend." Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster, erklärte ergänzend (Deutsches Ärzteblatt, 08.12.2015): „Drei Pflegekräfte mehr pro Krankenhaus: Das ist doch lächerlich“. - "Dass der Arbeitsalltag in der Pflege seit langem von großer Belastung, Zeitdruck und wenig motivierenden Bedingungen geprägt ist, wissen die politisch Verantwortlichen sehr wohl. Die deutsche Pflegezukunft wird düster werden, wenn hier nicht schnellstens – und spürbar – eine Verbesserung herbeigeführt wird." - Quelle: Presseinfo des DBfK vom 14.07.2015 > viewtopic.php?f=3&t=21218
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